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GVO Anbau

Zum Thema Gentech in Hinblick auf die Schweiz und im allgemeinen. Erstmal die aktuelle Situation scheint folgendermassen auszusehen:

Anbau und Gebrauch von bedeutenden Staaten: Allgemein bedeutend heisst dass es im Hinblick auf Weltwirtschaft ein Gewicht hat aber nicht für die Schweiz weil von dort verhältnissmässig wenig (im Lebensmittelbereich) eingekauft wird.


Schweiz: Bis 2017 scheint noch ein aktuelles Moratorium zu laufen wo der Anbau (und Verfütterung) grundsätzlich verboten ist, allerdings könnte dieses Moratorium danach ablaufen und der Anbau könnte erlaubt sein. Wie es danach weitergeht bleibt offen. Nach aktuellem Stand sieht es aber so aus als ob die Mehrheit der Bevölkerung dem gegenüber kritisch eingestellt ist. Man fragt sich unter anderem was für ein Nutzen es uns bringen würde. Da die Schweiz sowieso ein klassisches Weideland ist mit hoher Milchproduktion und das viele Gras braucht kein Gentech. Alles andere wo Gentech von Nutzen sein könnte ist international gesehen in eher marginalen Mengen angebaut und auch meist eher für den Eigengebrauch. Deswegen wird sich der Markt vorwiegend auf die Wünsche der eigenen Bevölkerung orientieren müssen und da ist die Haltung im allgemeinen klar negativ. Auch der enorme BIO Trend, CH ist das Land mit dem höchsten Anteil von BIO Produkten, steht dem ganzen klar negativ gegenüber, denn BIO ist automatisch gentechfrei. Mit der bescheidenen Menge an landwirtschaftlicher Ware (mit Ausnahme von Milch wo CH relativ moderate Mengen hat) ist es nach meiner Meinung am besten wenn man eine konsequente Qualitätspolitik von „Hardlinerware“ herstellt welche bestimmte Marktnischen füllen können um den Anforderungen spezieller Wünsche zu genügen, dazu gehören gentechfreie Lebensmittel. Dies kann sich als wertsteigernd auswirken und durchaus auch wirtschaftlich von Vorteil sein.


Der springende Punkt ist aber nicht der eigene Anbau sondern die „eigene Fütterung“. Aufgrund von zuwenig eigener Tierfutterproduktion muss sehr viel Rohmaterial für Tierfutter (z.B. Soya) aus dem Ausland eingekauft werden. Dieses sollte dann auch noch Gentech-frei sein, und da solche Futtermittel eine Rarität sind haben sie ein hoher Preis. Infolgedessen ist klar dass es bei der allgemeinen Tierfütterung eine Kostenfrage wird. Kühe könnten aber theoretisch problemlos nur von Gras leben und dabei eine hervorragende Milch produzieren (in Österreich nennt man das „Heumilch“) aber aufgrund der Schweizer „Produktionsvorstellungen“ sind die CH Landwirte leider meistens nur auf Quantität ausgelegt. Von daher müssen sie die Kühe (und Rinder) mit zusätzlichem Kraftfutter versorgen damit sie die Produktion steigern oder überhaupt soviele Kühe halten können wie sie gerne möchten. Man sieht also, alles hat irgendwo einen Grund und alles ist irgendwo miteinander vernetzt. Das Thema „Schweine“ möchte ich gar nicht erwähnen, mit einem Grossteil dieser Produzenten habe ich kein Erbarmen und ein Cervelat ist meistens zu teuer. Also man müsste hier entweder in den sauren Kostenapfel beissen oder bestimmte Mengenansprüche senken und generell wieder etwas mehr Richtung Qualität produzieren, dies poliert auch das angekratze Image auf.


Meine eher exotische Meinung wenn es um ferne Zukunft geht ist aber, dass die expansive und intensive Landwirschaft wie man sie vorallem in Brasilien vorfindet mit viel Gentech, über lange Zeit hinweg sowohl Boden wie auch Umwelt schädigt. Es mag sein dass sie die Pflanzen mit viel Dünger, Chemie, Gentech und Wasser permannent zum spriessen bringen, mit einem unheimlichen technischen Aufwand. Schlussendlich aber werden diese Pflanzen immer mehr Spurenelemente verlieren und bei den Nährstoffen sehr einseitig versorgt werden. Wissenschaftler sind generell der Meinung dass ne Pflanze nur eine handvoll Nährstoffe braucht, vielleicht 5 oder so, und der Mensch offenbar auch, danach auch nur noch einseitige Nährstoffe liefern. Was ist die Folge wenn uns fast alle Nährstoffe ausser die 5 wichtigsten (z.B. Wasser, Kalk, Eisen, Kohlenstoff, Kalium) fehlen? Unser Immunsystem bricht langsam zusammen da tonnenweise Spurenelemente die Basis für das Immunsystem bilden. Wissenschaftlich gesehen ist es aber schwer messbar da dieser Vorgang sehr langsam voranschreitet. Bei der Pflanze passiert grundsätzlich dasselbe, ihr Immunsystem bricht zusammen. Deswegen sage ich, es wirkt sich auf Dauer auf die gesammte Nahrungskette negativ aus und alle Produzenten welche schon lange vorgesorgt haben und schon seit langem konventionelle Tiernahrung einkauften, werden bereits feste Handelsbeziehungen mit solchen Produzenten haben. Sollte jemand anders mal Probleme bekommen und wegen konventioneller Ware anklopfen… dann ist der Zug wohl abgefahren. Ich halte daher viel von einem klaren Weg denn man miteinander, also von Feld bis Futterkrippe und schlussendlich Konsument… einschlägt um diese nachhaltige Produktion und die relevanten Beziehungen abzusichern.

Risikobewertung: Relativ klein. Vorläufig kein Anbau. Allerdings gibts bis auf weiteres kein umfassendes Verbot sondern nur zeitlich begrenzte „Quasilösungen“. Bedeutung: Eigene Landwirtschaft.

Allgemein gesehen:
Grundsätzlich kann man sagen, fast alles was mit GVO zu tun hat ist hauptsächlich mit der Fütterung irgendwelcher „Nutztiere“ im Zusammenhang und nicht direkt mit der Ernährung der Menschen. Der Mensch an und für sich braucht kein Fleisch, und falls ein Verzicht zu unmenschlich ist, dann sicher nicht in dieser Menge wie es von einer Mehrheit konsumiert wird. Die Lösung ist also ein Hang zu mehr Qualität und zu weniger Menge. Fleisch ist nur deswegen zu günstig da bei der Fütterung immer mehr gespart wird, und dennoch ist es immer noch zu teuer wenn man bedenkt wieviel bei der Fütterung versucht wird einzusparen. Unter anderem werden viele norwegische Lachse selbst heute noch mit billigem Tiermehl gefüttert und danach zu horrenden Preisen verkauft und man wundert sich wieso Norwegen reich ist. Ich bin aber davon überzeugt dass man auch mit „echter Qualität“ gute Gewinne machen kann und solche Billigstfütterungen nicht nötig hat wenn man ein mächtiges Image sein eigen nennt.
Bei der Beurteilung des Moratoriums ist allerdings Vorsicht geboten: Das Moratorium gilt grundsätzlich nur für die eigene landwirtschaftliche Produktion (inklusive Fütterung der Tier, seit 2008 freiwillig eingehalten), aber der Verkauf von Gentech Ware ist grundsätzlich nicht verboten und es ist kein Geheimniss dass viele Fleischwaren von Tieren stammen welche mit Gentech gefüttert wurden und schliesslich auch in CH Tellern landen. Ich finde es wichtig dass einem das bewusst ist. Nur wer konsequent entweder BIO einkauft und/oder nur Ware von Ländern aussucht mit äusserst geringer Risikobewertung kann eine relativ hohe Sicherheit haben dass kein Gentech auf dem Teller landet.

Die 2 häufigsten Gentechnik-Eigenschaften welche heutzutage angewendet werden: Ist dass die Pflanzen entweder Herbizidresistenter werden oder Toxine bilden damit sie gegen Insekten resistent werden. Die Herbizidresistenz hat zur Folge dass umso mehr Chemikalien angewendet werden und die „Insektenresistenz“ schädigt nicht nur Schädlinge sondern auch alle Nützlinge und am Ende belastet es auch das Nutztier und schlussendlich auch den Menschen.


Die 3 vermutlich am stärksten belasteten Rohstoffe im Hinblick auf GVO: Soja, Mais, Raps. Aber es gibt noch viel mehr als das, selbst Reis wird in Asien vielfach mit GVO hergestellt. Einige Länder wollen zwar offiziell kein GVO Reis mehr anbauen, es werden aber immer wieder Spuren von Transgen Reis entdeckt, obwohl sie offiziell gar keinen anbauen. Ich vermute dass es früher mal angebaut wurde und dadurch wurde konventionelle Ware langfristig damit kontaminiert.


Damit kommen wir auch zum Hauptproblem des GVO Anbaus: Die saubere Abtrennung mit „nicht GVO Ware“, denn es ist beim heutigen stark globalisierten Handel fast unmöglich das alles voneinander sauber abzutrennen, es gibt immer wieder Kontaminationen. Auch der Anbau selbst kann kontaminierend sein, da z.B. ein GVO Raps sehr leicht ein „Nicht GVO“ Raps kontaminieren kann auf dem Luftweg oder das Saatgut selbst. Je grösser ein zusammenhängendes Gebiet GVO frei produziert und je weniger die Bevölkerung allgemein an Handelswegen solcher Ware offeriert oder benötigt, desto kleiner das Risiko. Der momentan existierende Verbund von Gegnern im Zentrum Europas: Schweiz, Deutschland, Österreich und auch Italien welches immer mehr GVO frei sein möchte, wäre ein guter Anfang. Ausserdem sind möglichst kurze Handelswege von Vorteil, also Inlandware ist klar das kleinste Risiko. Es gibt natürlich andere Risiken aber diese sind zuwenig bekannt, daher nur die Fakten, das Risiko der Kontaminierung ist ein Fakt. Ein weiterer Fakt ist allerdings, dass die Gentech um ein schützendes Insekten-Toxin herzustellen ein verherrender Eingriff sein kann, weil es nicht nur Schädlinge sondern auch Nützlinge (unter anderem die berühmte Biene) schädigt und am Ende den Menschen belastet. Klar ist jedoch, dass es unmöglich ist dass GVO und konventionelle Landwirtschaft jemals auf dem selben Planeten exisierten kann, denn GVO Pflanzen werden nach bis nach alle anderen Pflanzen durch bestäuben und auskreuzen kontaminieren und GVO bezeichne ich daher gerne als „Büchse der Pandora“ mit immensen Risiken.

Oft wird mit dem Vorwand der „hungernden Bevölkerung“ zu dienen GVO hergestellt da es damit angeblich ertragreicher wird. Das mag primär zwar stimmen aber sekundär macht man damit den wertvollen Boden kaputt und am Ende den ganzen Planeten Erde und das alles weil man vorgibt ein Hungerproblem lösen zu wollen? Ehrlich gesagt interessiert es diesen Firmen einen feuchten Kehricht wieviele Leute an ihren Gentech-Bohnen und Reis knabbern dürfen, das einzige was ihnen interessiert ist ihr Kapital. Aber solange man ein guter Vorwand gefunden hat um Gentech herzustellen sind alle Unwahrheiten recht. Ebenfalls wird gesagt dass die sogennanten „Grüne Gentech“ die sogenannten CO2 Emissionen reduziert aber Tatsache ist dass die häufigste Gentechmanipualtion eine Herbizidtoleranz ist. Das ist kein  Zufall, es erlaubt eine stärkere Behandlung mit Chemie und leider wurden mit aus vielen Quellen bestätigt das es keinerlei CO2 Reduktion beinhaltet in der praktischen Anwendung. Solange Gentech und Chemieindustrie ihre Interessen wahren können ist jedenfalls jede Ausrede recht, das steht fest. Hier ein interessantes Video von einem Gentech „Aktivist“:

Auch hier sehr viele Wahrheiten:


Deutschland: Risikobewertung:Mässig aber grundstätzlich höher als Schweiz. Bisher ist mir nichts von grossflächigem Anbau bekannt, es existieren aber kleinere Anbauten welche von der Öffentlichkeit meist als kritisch angesehen werden. Allerdings ist in Deutschland das Füttern von Nutztieren mit Gentech erlaubt und wird auch oft getan, deshalb ist absolute Sicherheit nie gewährleistet sofern man sich gentechfrei ernähren möchte. Bedeutung: CH Handel


Österreich: Risikobewertung: Enorm klein. Vermutlich weltweit härtester Gegner. Diverse Produkte werden freiwillig als GVO-frei gekennzeichnet, da es von den Konsumenten erwünscht ist. Kein Anbau und auch in Zukunft sehr unwahrscheinlich. Bedeutung: CH Handel, Österreich ist zwar kein Grosslieferant aber wird in CH immer beliebter, egal was es ist.


Italien: Risikobewertung: Sehr situationell, je nach Provinz von enorm klein bis mittelmässig. Das Land ist ziemlich zwiegespalten, allerdings sieht die Tendenz klar gegen Gentech aus, vieles ist je nach Provinz verboten worden. Einige Provinzen haben keine Gentech. Die Zukunft sieht recht gut aus. Bedeutung: CH Handel


Thailand: Risikobwertung: Sehr klein. Gesetzlich verboten daher kein Anbau. Bedeutung: CH Handel (Hauptlieferant von Reis)
UK: Risikobewertung: Hoch Bedeutung: Allgemein


Brasilien: Risikobewertung: Hoch. Nach eigener Schätzung wird ein Grossteil der „Nutztiere“ mit Gentech-Nahrung gefüttert, auch wenn nur teilweise aber das reicht schon um es in den Gentech-Bereich zu schieben. Leider ist es entgegen vieler Behauptungen nicht so dass Gentech „Pflanzenschutzmittel“ verhindert, weil die meisten Gentech-Pflanzen in Brasilien haben eine Gentechnik welche die „Herbizidtoleranz“ fördert. D.h. Dass man dies tut damit man umso mehr Herbizide spritzen kann (ich habe Videos gesehen wo sie dieses Mittel fontänenartig angewendet hatten, krasser Anblick), weil die Pflanzen ansonsten schlichtweg „vergiftet“ würden. Pestizide kommen auch noch dazu, dessen Anwendung ist heutzutage bei fast allen nicht BIO-Produkten gang und gäbe (es gibt auch praktisch keine Ananas welche nicht mit Pestiziden behandelt wurde). Diese Pflanzen werden zwar danach vorwiegend an „Nutztiere“ verfüttert aber indirekt landet es danach in fast allen Tellern der Welt da es ein Teil der Nahrungskette ausmacht und die Rückstände nicht einfach so verschwinden (dies ist auch im Labor messbar). Für die gefütterten Tiere selber gelten praktisch keine Grenzwerte, das Fleisch welches danach auf dem Teller landet wird meist unter den Grenzwerten bleiben aber diese Werte sind mit Vorsicht zu geniessen und je nach Land verschieden. Der Grund wieso es bei oftmals ehemaligem Regenwaldgebiet soviele Herbizide und natürlich auch Pestizide braucht und resistente Pflanzen sehe ich in der Tatsache weil die extreme Monokultur und die viel zu schwachen Pflanzen der dortigen Fauna und Flora nicht gewachsen sind. Sie sind an einem unnatürlichen Ort und würden natürlicherweise auch verbannt werden, wenn der Mensch es zulassen würde. Gleichzeitig haben sämtliche natürliche Insektenfeinde keine Grundlage mehr, Vögel haben keine Nistplätze u.a… sie sind also praktisch vertrieben, ein Paradies für Schädlinge. Auch der magere Boden ist keine gute Grundlage für extrem nährstoffzerrende Pflanzen wie z.B. Soya, der ohnehin magere Boden wird damit zerstört. Diese Produktion kann nicht als nachhaltig angesehen werden und ist eine kurzfristige Denkweise welche über längere Zeit kein Glück beschert. Der natürliche Regenwald kommt praktisch ohne Nährstoffe aus, da er ein praktisch perfekter Kreislauf beherrscht, welcher weltweit nahezu einzigartig ist. Nur im hochalpinen Alpenraum kommen ähnlich magere „nahezu perfekte“ Kreisläufe vor, Pflanzen die mit praktisch null Boden und guter Luft gut gedeihen.
Bedeutung: CH Handel (hauptsächlich aufgrund der hohen Geflügelmengen welche CH von dort importiert, andere Fleischarten haben eine stärkere Inlanddominanz).

USA: Risikoberwertung: Enorm hoch. Falls nicht eingesetzt meist nur vereinzelte „Freaks“ oder Pflanzen welche generell nicht damit konfrontiert werden. Von gesetzes wegen dürfen viele Lebensmittel nicht mit „GVO“ gekennzeichnet werden, soviel Macht hat diese Industrie dort. Der Konsument weiss also grundsätzlich nicht was Sache ist.
Bedeutung: Eher Allgemein. In CH grösstenteils nur noch bei Weizen, Mais und einigen Nussarten (z.B, Mandeln, Pistazien). Wobei bei Teigwaren vermehrt Italien Hartweizenlieferant ist, besonders bei Premium Produkten. Bezüglich eines der besten „industriell hergestellen Glacesorten welche momentan gerade in Mode sind“ und in CH verkauft werden, nämlich den Produkten von Ben und Jerry welche auch Zutaten aus den USA enthalten, kann ich noch sagen dass diese frei von GVO sind. Auch wenn Unilever (Besitzer dieser Marke) als Grosskonzern grundsätzlich „einen verantwortungsvollen GVO Umgang“ unterstützen würde, aber aufgrund der geringen Akzeptanz beim Kunden (vorallem CH, DE, AT) wird es nicht verwendet.


China: Risikobwertung: Sehr unterschiedlich, von klein bis mittelmässig aber nicht unbedingt gebunden an Provinzen sondern eher individuell. China ist Beziehungssache, je nach Beziehung gibt es alles oder nichts. Allgemein gesehen ist die expansive Landwirtschaft aber verherrend und sehr stark belastet, vergleichbar mit Brasilien.
Bedeutung: Allgemein d.h. Handel bei Lebensmitteln relativ klein, gemessen an der unheimlichen Produktion Chinas.

Sehr krass finde ich dass der Konsument von nicht-BIO Produkten grundsätzlich nicht weiss ob er Gentechnik isst oder nicht, kann man anhand dieser Videos gut nachvollziehen:


Beispiele von „als sinnvoll angesehene GVO“ (in den Augen fast aller GVO Befürworter):
Mal zu einem der spezielleren GVO (GMO in english) Anwendungen wo man meinen würde es wäre  sinnvoll. Hier wurde, was eher die Ausnahme darstellt, ein Virus Gen in eine Papaya „eingeschleust“ damit sie resistent gegen einen Virus wird der in Hawaii den Plantagenbauern zu schaffen machte. Das es „quality grown papayas“ sind, davon sehe ich relativ wenig aber vielleicht sind meine Anforderungen auch viel zu hoch und unrealistisch, dazu fehlt mir ein Urteilsmass. Für US Verhältnisse ist es sicherlich „qualitativ“, denn da habe ich schon Sachen gesehen welche ich gar nicht anschauen konnte ohne danach eine Ohmacht zu erleiden. Wie auch immer, mit kritischen Auge betrachtet bewerte ich diese Plantagen als qualitativ wertlos. Sie sind lediglich auf maximale Produktivität ausgelegt und so ausgelegt dass man mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel produzieren kann. Also eine rein quantitative Plantage. Sie hätten die Pflanzen gerne enger gesetzt, jedoch würden sie dann zuwenig Licht kriegen und ev. die Ernte erschweren, also es ist wahrscheinlich bereits so dicht wie möglich. Dass es eine typische Plantage ist sieht man daran dass der Boden praktisch nackt ist, ein natürlicher Boden ist nie nackt, denn die Natur kennt keine nackten Böden, sie werden stets mit irgendetwas geschützt damit der Boden nicht von Umwelt und Errosion angegriffen wird und schlussendlich auch degeneriert. Sie haben zwar versucht noch etwas Geäst draufzutun aber das ist viel zu dürftig und gewährt keinen ausreichenden Schutz. Ist es überhaupt möglich ohne nackten Boden zu produzieren? Selbstverständlich, ich habe da gute Beispiele im BIO Landbau: Hier ein Beispiel beim Akos Anbau  wird der Boden immer begrünt damit er zum einen Schutz bietet und zum anderen Nützlinge beherbergen kann. Nützlinge hassen ein nackter Boden, aber Schädlinge gehen einfach radikal auf die Kulturpflanze los, sind daher weniger anspruchsvoll. Leguminosen verbessern auch den Boden und werden daher gerne eingesetzt als Saat zwischen den Reihe. Ähnliche Bedinungen hat auch  Cultiva welche direkt in CH produzieren und dieser Anbau ist leider immer noch eine Rarität, allerdings äusserst Innovativ. Die Bepflanzung wird natürlich regelmässig zurückgeschnitten, da Reben extrem empfindlich auf Nässe sind (Pilzerkrankungen), damit wird es trockener. Bei Cultiva werden teilweise auch Schafe durch die Rebberge geschickt damit sie das Gras kurz halten, dadurch kriegt man noch einige Fässer BIO-Milch… irgendwie schlau.


Bezüglich dem Papaya-Nährwert wo gross damit geworben wird, ist nach meiner Sicht nur festzustellen dass es nirgends aussergewöhnlich ist, vergleichbar mit einer handelsüblichen Banane, ausser beim Beta-Carotin welches vom Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Dieses Vitamin kommt aber in noch höherer Menge im billigen „Rüäbli“ vor und in allen „orange“ gefärbten Früchten, und selbst in der Milch, davon wird in Europa reichlich eingenommen. Der Vitamin C Gehalt ist zwar auch hoch aber beileibe kein Rekordwert, eine normale Orange kann problemlos mithalten und wird bei uns sehr häufig konsumiert. Beim Vitamin E schneiden sämtliche Früchte ausser die Avocado schlecht ab, daher ist ein separater Ölkonsum nahezu unverzichtbar (oder man isst viele Avcados). Ich weiss also nicht mit was da gross geworben wird, aber ich muss ja nicht alles verstehen.


Ob es diese Gentech bei diesen Papayas gebraucht hätte kann ich als negativ beantworten weil diese Papayas offensichtlich aufgrund dessen vom Virus derart verherrend befallen waren da sie zum einen zuwenig Biodiversität besassen, es wurden nur wenige Sorten angepflanzt und meistens keine Unterbepflanzung und andere Schutzbeflanzungen. Auch eine extreme Monokultur, stattdessen hätte man mehrere verschiedene Kulturen abwechselnd pflanzen können welche sich gegenseitig schützen (z.B. Ananas, Banane) und nicht die gleiche Anfälligkeiten haben, selbst wenn eine der Kulturen ein Problem hat, würden die anderen 2 Kulturen noch Ertrag bringen ohne die gesammte Produktivität zu zerstören. Auch ein Netz würde vor der Ausbreitung schützen aber wird meistens als zu teuer erachtet. Allgemein gesehen wäre die Abwehrkraft auch höher gewesen bei einer generell qualitativeren Produktionsmethode anstatt einer meistens nackterdigen Monokultur. Denn sobald dort etwas ausbricht, knallt es gleich die halbe Plantage um* da alle anderen Pflanzen genau diesselbe Resistenz besitzen und das alles ohne irgend einen Schutzwall (z.B. andere Kulturen dazwischen). Davon möchte man aber nichts wissen, denn das würde ja die Quantität drosseln, und das ist alles was zählt. Es wäre selbst zu verkraften gewesen die betroffenen Kulturen zu zerstören und zu verbrennen um danach neu anzufangen aber wenn alles Monokultur ist, dann wäre der Verlust zu hoch und man klammert sich an Dinge fest die nicht notwendig sind aber aufgrund der Produktionsmentalität als notwendig „angesehen“. Schlussendlich hat die Papaya wohl mindestens eine Million Jahre ohne den Menschen überlebt, und hätte wohl eine weitere Million Jahre überlebt wenn der Mensch nicht wäre. Wieso sie plötzlich durch einen Virus in nur hundert Jahren ohne Hilfe von Gentech ausradiert würde, versuche ich noch genauer zu verstehen. Klar ist, der Mensch ist der Hauptfaktor bei diesem Problem. Hätte man aber ungefähr 10 gesunde Papayas mitten in den Regenwald getan und gut verteilt, und danach den Regenwald für immer verlassen, dann würden die Nachkommen dieser Bäume wohl in einer Million Jahre noch stehen, also ich denke ich komme der natürlichen Lösung ein wenig näher…


*Man kann hier Parallelen erkennen bei der Schweinegrippe, ebenfalls ein Virus und sobald ein Schwein befallen ist, sterben sie alle im Grossformat, und man kann danach den ganzen Stall „ausradieren“ da notgeschlachtet werden muss. Derart agressiv verhält sich ein Virus in einer „Monohaltung oder Kultur“ mit bereits geschwächten Tieren oder Pflanzen. Wären es aber Wollschweine oder selbst ganz normale Schweine gewesen mit Freilandhaltung, wären die anderen Schweine vermutlich unversehrt und das erkrankte Schwein hätte vermutlich überlebt. Aus Sicherheitsgründen würde man es aber wohl schlachten, wenn aber bei den anderen Schweinen nichts nachgewiesen wird… werden diese keine Schlachtung (und danach Verbrennung) benötigen. Dem ist hinzuzufügen dass Tiere in schlechten und engsten Haltungsbedinungen teils „permannent“ geschwächt sind und ohne den Einsatz von massiv Antibiotika selbst in gesundem Zustand sterben würden, da sie absolut keine Abwehrkraft mehr besitzen. Wenn dort noch ein Virus ausbricht, denn kracht die ganze „Herde“ um… wie ein Dominostein nach dem anderen. Falls sie aber vollkommen gesund wären, dann wäre der Virus vermutlich ohne jemals auszubrechen von ihrer Abwehrkraft „abgeprallt“… Diese Probleme sind also grösstenteils Haltungs und anbaubedingt und keinesfalls ein „Must Have“ und es ist daher verhinderbar.

Gibts andere Parallelen? Ja, die gibt es. Die Schweiz hat mit dem Feuerbrand beim Apfel ein relativ ähnliches Problem gehabt, aber auch das ist hauptsächlich dadurch entstanden da wir eigentlich nur wenige Sorten anbauen die eine meistens geringe Resistenz gegen dieses Bakterium haben. Auch hier ist die mangelhafte Diversität ein Problem und z.B. Viele exotische Apfelsorten wären resistent gewesen und auch diverse Birnen, welche in der Schweiz aber leider nicht gerne gegessen werden. Solche Probleme sind also verhinderbar wenn man mehr auf den Faktor Diversität achtet und nicht versucht alles mit Mono-Apfelkulturen zuzupflanzen. Leider spielt auch der Konsument eine Rolle bei diesem Problem, da er offenbar nur wenige Sorten isst und fast alles andere meistens verschmäht… es mag aber auch nur eine Ausrede der Anbauer sein, damit sie weiterhin Monokulturen betreiben können, ich weiss es nicht genau. Viele alte Apfelsorten sind aber mittlerweile bereits ausgestorben und es werden immer mehr aussterben, die sinkende Diversität wird ein immer grösseres Problem. Es wäre aber ein wirksames Mittel jeglichen Problemen entgegenzuwirken, wo man sich ansonsten verzweifelt an die Gentech klammern würde. Die Natur hat eigentlich alle Lösungen seit Ewigkeiten in der Schatzkiste aber der Mensch versteht es offenbar nicht damit umzugehen, das ist als bedauerlich anzusehen und ich hoffe dass die Schweiz nicht eines Tages den gleichen Weg gehen wird wie viele andere Länder. Die enorme Nachfrage nach BIO Äpfeln ist allerdings weiterhin ungebremst, sosehr dass die Nachfrage kaum zu erfüllen ist. Wenn der Konsument auch vermehrt Birnen konsumieren und exotische Apfelsorten, dann wäre das umso besser und würde den Erhalt dieses Anbaus weiterhin stärken

Wie wird GVO überhaupt hergestellt: Nach meinem bescheidenem Wissen ist es so dass es verschiedene Methoden gibt. Etwas gebräuchliches würde die Methode sein wo man Nanopartikel mit Genteilen (nur wenige Nanometer gross) in die Zellen schiesst. Die Gene selber kann man nicht direkt einpflanzen sondern es braucht noch ein Träger. Dabei werden nur etwa 5 von 1000 Zellen korrekt modifiziert, dies wird dadurch erkannt indem die Pflanze aufgrund eines Doppelgens eine Antibiotikaresistenz bekommt. Danach verwendet man ein Antibiotika und alle Zellen welche die Modifikation nicht angenommen haben werden danach absterben und nur ein paar wenige bleiben übrig. Diese Pflanzen tragen natürlich weiterhin dieses Resistenz-Gen in sich und das landet auch in der Nahrungskette. Mögliche Übertragungen werden aber von der Industrie ausgeschlossen, obwohl ich deren Unersuchungsmethode anzweifle da sie nur mangelhaftes Interesse haben etwas schlechtes „aufzufinden“. Inwiefern diese Zellen korrekt modifiziert wurden ist auch eher fraglich, denn ein Gen ist ein Strang mit einer hohen Genauigkeit und ich hinterfrage mal wie genau dieser Strang getroffen wird und zum anderen werden viele Genpartikel und Trägerpartikel überall in der Zelle landen, falls nicht am korrekten Ort, einfach die Zelle damit „verunreinigen“. Diese Modifikation ist also keineswegs „sauber“, aber mehr kann ich auch nicht dazu sagen, habe es weder studiert noch bin ich ein unbestechlicher Wissenschafter. Es ist auch bis heute nicht möglich aus totem Material auch nur eine einzige Zelle zu erschaffen mit Menschenhand.

Fakten:

Es existiert keine objektive Forschung über die Auswirkungen und Sicherheiten von Gentech, denn jegliche Forschungseinrichtungen die es diesbezüglich gibt ist in den Händen von Industrien und diese Industrien haben selbst den Staat in der Hand, dadurch existiert absolut keine unabhängige Forschungen, jegliche schlechte Resultate werden vom Tisch gefegt bevor es jemals einer erfährt. Denn man muss leider einsehen: Ein Präsident ist im Prinzip nur eine Marionette der Industrien solange das Kapital als eine Art Gott angesehen wird. Denn egal wie wir es auch drehen und wenden, eine Industrie nährt das Kapital und die Bürger hat man sowieso vollkommen in der Hand, die werden einfach ausgeblutet je nach Machtverhältnissen. Je weniger Macht desto mehr müssen sie bluten, ziemlich simpel das ganze, kein Hexenwerk. Macht ist in diesem Fall Kapital, ebenfalls sehr leicht zu verstehen.

Ein weiteres Indiz:  Es ist vertraglich verboten die Pflanzen mithilfe von selber produziertem Saatgut selbst zu vermehren. Deswegen muss man das Saatgut ständig direkt beim Hersteller nachkaufen.  Dies wird erzwungen mit sogennanten „Terminator-Technologien“ wo den Pflanzen ein Unfruchtbarkeitsgen eingepflanzt wird damit ihr Samen in der zweiten Generation unfruchtbar wird und nur die erste Generation der Samen welche direkt vom Hersteller kommt bleibt fruchtbar. Diese Technologie ist aber noch in der Entwicklung und noch nicht da wo sie es gerne haben würden. Dadurch entsteht eine fast schon kriminelle Abhängigkeit, denn dadurch haben sich z.B. in Indien schon sehr viele Bauern das Leben genommen da sie aus diesem Strudel der Abhängigkeit nicht mehr rausgekommen sind.

Böse Zungen behaupten auch, selbst wenn es ein wenig in  die Verschwörungstheorie reingeht, dass die Gentech-Lobby sich zum Ziel gesetzt hat dass die Welt sozusagen vollständig kontaminiert wird mit Gentech, dadurch gibts es schlimmstenfalls keine einzige Kulturpflanze mehr die keine Gentech in sich trägt. Dies würde bedeuten dass wir unser Allgemeingut was uns die Natur geschenkt hat komplett verlieren könnten und die Gentech Lobby hätte die absolute Macht und kann sogar über Leben und Tod bestimmen. Das ganz ist nicht so weit hergeholt wie man meinen würde weil es gibt klare Tatsachen die kaum von der Hand zu weisen sind: Erstens: Es gibt immer weniger Biodiversität da sie allesammt immer mehr verdrängt und vernichtet werden aufgrund der Intensivlandwirtschaften und Monokuturen. Zweitens: Es gibt viele Beweise dass Gentechpflanzen agressiv mit natürlichen Artgenossen auskreuzen können z.B. in Kanada, ein riesiges Land, gibt es mittlerweile kein gentechfreier Raps mehr da der Gentech-Raps alle anderen Rapsarten kontaminiert hat. Dieses Szenario kann weltweit vorkommen und in einem BIO Produkt ist es erlaubt dass es ein geringer Anteil Gentech beinhaltet … IN EINEM BIO PRODUKT! WIESO fragen sich sicherlich viele. Antwort ist: Weil es praktisch unmöglich ist Gentech von konventionellen Pflanzungen und BIO Produktionen voneinander SAUBER abzutrennen. Das ist leider eine harte Tatsache, von daher sind wir in einer echten Zwickmühle und die Schlussfolgerung ist ziemlich simpel: Beides zusammen kann nicht koexistieren. Gentech ist bestenfalls im Labor risikolos anwendbar, wobei ich auch da Zweifel habe weil auf einmal kommt die Meldung „Gentech-Bakterien von Labor ins Abwasser gelangt aufgrund von Unfall“ und danach könnten sie mit natürlichen Bakterien auskreuzen und langsam die Umwelt kontaminieren. Es ist und bleibt eine Risikotechnologie welche keine Gnade kennt, alles oder nichts, der Konsument soll sich weise entscheiden bevor er es bereuen könnte, es gibt keine risikolose Koexistenz.

Dass eine Freisetzung aber sogar gegen den Willen eines demokratischen Volkes (in Deutschland ist es mittlerweile soweit und auch viele andere Länder) geschieht ist eigentlich schlimmer einzustufen als Anarchie und es gibt keine Worte welches mein Bedauern für diesen Zustand ausdrücken können. Anarchie ist wenigstens ein klar definierter Zustand, aber dass man eine Art der Anarchie mit dem Namen der Demokratie unterlegt ist in meinen Augen einer der grössten Lügen die es je gab. Ich kann nur allen auf den Weg geben für ihre Nahrung einzustehen denn sie ist das einzige was absolut niemand vermeiden kann, es ist das einzige Konsumgut welches lebenswichtig ist.

 

Sehr brisant finde ich auch folgenden Artikel:

http://www.globalresearch.ca/monsanto-schutz-gesetz-von-obama-verabschiedet-von-monsanto-verfasstes-gmo-gesetz-ist-nun-geltend/5338950

Am 25. Mai 2014 fand weltweit eine Demo gegen den mit Abstand grössten Gentechkonzern statt, in den offiziellen Medien wurde absolut nichts davon erwähnt, daran sieht man wie mächtig diese Industrie ist.

Artikel einer „alternativen Plattform“ welche darüber berichtete:

http://alles-schallundrauch.blogspot.ch/2013/05/andert-das-was-ihr-andert-konnt.html

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