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Glaube und Glauben

Heutzutage wird ja immer mehr bestimmte Gruppierungen verunglimpft und ihnen unterstellt religiös oder gläubig zu sein und Glaube ist angeblich keine Wissenschaft noch basiert irgend eine Wissenschaft auf Glauben. Diese Weltansicht ist eine Illusion denn In jeglichen Wissenschaften gibt es den Faktor Glauben, sogar in der Wirtschaft. Es ist nur so dass unsere ganze Orientierung mehrheitlich darauf basiert dass es irgendwelche religiöse Glaubensanhänger gibt die an irgendwas glauben und alle anderen folgen einer glasklaren Wissenschaft mit allen uns bekanntem Ausgang, da es wie gesagt angeblich keinerlei Komponnenten des Glaubens beinhaltet. Also man kann diese Geschichte und Darstellung etliche Male wiederholen und beim zehnten Mal vielleicht bemerken viele wie absurd unser Schema des glaubens ist.Viele mögen bemerken dass Glaube auf allen Ebenen hineinspielt und gar nicht so abwesend ist wie man denkt. „Es ist nicht wahr, denn es kann  nicht wahr sein“, das mag die Denkweise vieler rational denkender Leute sein aber ist das die Wahrheit? Nein, auch eine Anomalie mit unbekanntem Wahrheitsgehalt kann wahr sein, die Wahrheit die ist nicht immer beweisbar und daher ist Glaube keine Lüge. Eine andere von Wissenschaftler aufgestellte Behauptung „Was ist wahrscheinlicher, dass etwas unbekanntes wahr ist oder unwahr“? Rational-Wissenschaftlich gesehen ist alles was nicht Hieb und stichfest beweisbar ist „unwahr“, dann müsste man aber selbst viele Bereiche der Mathematik als unwahr einstufen weil so viele offene Fragen oder unklare Variablen exisitieren. Auch Mathematik kann inkonsistent sein und sie ist unfähig alle Wahrheiten in ihrem System der Logik (aus Bezeichnern und Quantitäten) zu erfassen, deswegen ist selbst hier keine völlständige Beweisführung gegeben. Die rationale Wissenschaft würde daher praktisch alles verleugnen was auch nur ansatzweise ausserhalb der Beweisbarkeit liegt und das ist soviel dass es nicht in Worte auszudrücken ist, dafür steht die Unendlichkeit. Also aus philosophischer Sicht ist es wahrscheinlicher dass etwas unbekanntes wahr ist, aber wie definiert man Wahrheit und ist „Glaube“ der Schlüssel zur Wahrheit? Die Wahrheit des Glaubens setzt sich zusammen aus freiem Willen und dem Produkt von Geist, Herz (Seele und Geist) und Körper. Versagt der Geist kommt der Körper; Versagt der Körper und der Geist spricht das Herz (Seele und Geist). Man hört auf das „Selbst“ und das wahre selbst ist teil vom „Eins“, daher alles umfassend und stets wahrheitsliebend.

Glaube spielt überall eine Rolle: Selbst im Finanzsektor herrscht der Glaube. Ein Gläubiger glaubt dass sein Schuldner die von ihm geforderte Schuld begleichen wird, also das ist die Definition und die Wortherkunft. Deutsch ist eine sehr korrekte Sprache da sich in fast keiner anderen Sprache alles so genau ableiten lässt. Also der Gläubiger hat keine Ahnung ob es  jemals beglichen wird, es ist daher eine Frage des Glaubens. Ein Spekulant ist erst recht ein Gläubiger, denn er glaubt an die Richtigkeit seiner Spekulation, er muss daran glauben ansonsten macht das ganze gar keinen Sinn und er könnte sein Investment genausogut auf die Strasse werfen. In der Medizin wird sovieles geglaubt ohne wirklich knallharte Fakten zu haben, sowohl auf körperlicher wie auch auf geistiger Ebene, genau deswegen macht man auch soviele „Studien“ und „Tierversuche“ weil man ganz einfach nicht genau weiss was die Auswirkungen sind. Also wieso kommen soviele Menschen auf die Idee dass die Medizin, der Fianzsektor, die Wirtschaft u.a. überhaupt nichts mit Glauben zu tun hat sondern dass es nur irgendwelche randständige „Religionsfanatiker“ betrifft? Im übrigen ist Religion nicht Glaube, Religion ist ein Weg um mit einer bestehenden Sache umzugehen, es kann im Prinzip auf fast alles angewendet werden. Eine Religion ist gleichzusetzen mit dem „Weg der Mentalität“, aber umgangssprachlich ist diese Etymologie vollkommen verloren gegangen und fast alle meinen dass man „religiös“ sein muss um z.B. an einen Gott zu glauben. Nein! Religiösität ist nicht notwendig um an Gott zu glauben, deswegen bezeichnen sich viele Gläubiger auch als „Freigläubig“ um klar zu repräsentieren dass sie keinen vorgelegten „Weg“ brauchen für die Ausführung dieses Glaubens beziehungsweise dieser Mentalität. Der Dalai Lama predigt dagegen immer wieder vom Säkularismus, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4kularismus eine Angehensweise oft als „Ideologie“ beschimpft, aber besonders in Indien gang und gäbe. Dabei gibt es aber verschiedene Ausführungen des Säkularismus, es geht im Prinzip darum alle Religionen zu respektieren und dennoch die eigene Religion zu leben, oder auch die „Ein Weg aber viele Warheiten“. Der erweiterte Säkularismus würde bedeuten „Viele Wege mit vielen Wahrheiten“, aber das ist wahrscheinlich für die meisten Menschen bereits zu futuristisch um das ganze geistig umzusetzen. Es braucht definitiv besondere mentale Kapazitäten aber alle welche sich das erarbeiten können, die werden dadurch eine Weltanschauung erhalten mit einem besonders hohen Level. Man wird auf einmal viele Antworten auf Fragen bekommen die man vorher nie hätte beantworten können.

In bestimmten Kreisen z.B. http://www.summitlighthouse.org/ gibt es auch keine festgelegte Religion mehr, stattdessen werden alle Religionen gleichzeitig erfasst und aus ihnen einen allumfassenden Weg erstellt, eine Art „kombinierte Religion“. Manche sagen wie kann das gehen wenn z.B. ein Buddhist reinkarniert (also widergeboren wird) und ein Christ der wird auferstehen beziehungsweise an Gottes Seite weiterleben? Das ist wieder ein Problem der Religion, es braucht  nur einfache Denkschritte um das Problem zu beheben: Eine Reinkarnation ist nichts anderes als ein neues Leben, aber wer sagt denn dass man als  Mensch wiedergeboren wird? Man kann auch als Tier wiedergeboren werden (viele buddistische Sichten vertreten diese Meinung) aber auch… sofern man an Gott glaubt dann kann man auch als Engel wiedergeboren werden. Ok, aber ein Buddhist glaubt nicht an Gott? Die Antwort ist noch einfacher: Buddha hat keinem verboten an etwas zu glauben, egal an was man glaubt, wie sein eigener Spruch schon sagt „er ist ein Philosoph und Lehrer, und man  soll seinen Lehren nicht glauben schenken aufgrund von blindem Glauben, sondern indem man es selber untersucht und für richtig befunden hat“. Islamisten haben eine andere Religion aber sie haben den gleichen Gott… ob er für die Christen da ist oder für Moslems, es ist der gleiche Gott und basiert ebenfalls auf dem Monotheismus (Glaube an einen Gott). Man muss also lernen diese engstirnigen und begrenzten Horizonte aufzubrechen und das alles in der Gesammtheit zu betrachten und plötzlich wird man keine Hindernisse mehr kennen. Es wird bei TSL z.B. eine achte Religion kreiert welche alle anderen Religionen umfasst. Jeder dieser farbigen Streifen am Leuchtturm ist eine eigene Religion, und jede Religion steht für gewisse Werte. z.B. Christentum steht für Liebe, Hinduismus steht für Mütterlichkeit, Konfuzianismus steht für Wahrheitsliebe und Buddhismus steht für Weisheit. Ich habe in Graz einen Theologen angetroffen, welcher gerade Taxi gefahren ist und der hat so einiges erzählt über seine Weltansicht und es war spannend dem zuzuhören. Graz ist sowieso eine Stadt der Geistigkeit und Kunst… es gibt kaum einen besseren Ort um diese Werte zu finden falls man danach sucht.

Also woher kommt unser mehrheitiches Weltbild? Jemand der etwas preisgibt was nicht der allgemeinen gesellschaftlichen Mentalität entspricht und möglicherweise auf Glauben basiert der wird gar als „geistig verwirrt“ eingestuft. Aber jeder andere der mentalitätsgetreu irgendwelche wissenschaftliche (meistens auf Materialismus basierte) Glaubensgrundsätze predigt der ist vollommen Glaub-würdig, also Glaub-würdigkeit ist der Schlüssel! Es ist nicht eine Frage des Glaubens sondern der Glaub-würdigkeit. Jemand der etwas von einem „höheren Wesen, möglicherweise einem Gott“ predigt der wird heutzutage immer unglaubwürdiger.  Andere hingegen die auch mit Glaubensgeschichten daherkommen die sind meistens Glaub-würdig und daher ist es als „wissenschaftlich erwiesen“ und wird als richtig und wahr angesehen. Also, es ist wieder eine weltliche Illusion welche eine ganze Welt, Gesellschaften und Mentalitäten prägt. Es ist daher entscheident dass man fähig ist das Gesammtbild zu erfassen und nichts davon ausschliesst, erst dann kann man sich überhaupt ensthaft mit jeglichen Glaubensfragen auseinandersetzen, vorher ist das alles sehr irreführend und kann sehr schnell zur Illusion werden. Man muss also aus dieser begrenzten Matrix erstmal ausbrechen um zu erkennen dass man eigentlich nur von Angst beherrscht wird und einem künstliche Grenzen auferlegt werden.  Alles in allem ist die Glaubwürdigkeit auch stark damit verknüpft ob es eine rein geistige oder materielle Wissenschaft ist. Heutzutage glaubt man praktisch nur noch an Materialismus, deswegen hat ein Gott immer weniger stellenwert in der Glaubensfrage.Wenn man sich davon befreit gehen einem ganz neue Türen auf und der Horizont könnte fast endlos sein.

Was aber gesagt werden muss: Sehr viele Leute geben vor „gläubig“ zu sein und meinen damit an ein Gott zu glauben. Allerdings tun sie im Alltag praktisch nichts von alldem was das heilige Buch verkündet. Sie nehmen sich sogar die Freiheit einfach irgendwelche Teilbereiche der Bibel rauszupicken „z.B. Bereiche wo das Tier als Untertan des Menschen dargestellt wird“, und danach reissen sie es aus dem Kontext mit allem anderen und biegen sich einige wenige Worte nach den eigenen „Wünschen“ zurecht. Dabei wenden sie sich fast komplett davon ab mit dem ursprünglichen Inhalt der streng in einem Kontext mit allem anderen seht. Es ensteht ein illusionäres „Selbst“ und alles was man herauspickt ist dazu da um sich selbst zu bereichern, und es führt schlussendlich als ein falsches Selbst in dessen Auflösung (siehe auch Kategorie „Wesen“). Die Bibel und sämtliche heilige Schriften in jeglichen Religionen, auch der Koran, buddhistische Schriften u.a. ist das Paradebeispiel dass alles und jedes in einem Kontext mit allem anderen steht und dass es immer „eins“ ist mit allem anderen. Nicht umsonst stehen dort abertausende von Worten. Diese Worten stehen dort weil sie alle gelesen werden sollten um den Kontext des „eins“ zu verstehen und was das wahrhaftige „Selbst“ bedeutet, also worauf der wahre Egoismus basiert. Der freie Wille ist fähig jeden einzelnen Weg den man wählt zu beschreiten aber es wird niemals im Namen der Wahrheit sein, denn die Wahrheit spricht eine andere Sprache. Es werden ganze Kapitel und Evangelien mit Ethik, Moral und Verantwortung beziffert, trotzdem pickt sich der freie Wille basierend auf einer Lüge das Recht heraus jegliche Moral, Ethik oder Verantwortung einfach über Bord zu werfen, und sogar noch im Namen der Bibel aufgrund eines einzigen Satzes oder wenige Teilbereiche die man ohne jeglichen Kontext einfach herausgepickt hat und danach als „eins“ herabgestuft,.. dabei ist es nur ein kaputter Glassplitter vom Haus der Wahrheit. Manche Leute gehen soweit dass sie anfangen zu beten mit folgendem Inhalt „Gott, bitte mach dass meine Korruption erfolgreich ist“, und das alles im Namen Gottes, kaum zu glauben aber wahr. Es ist also wichtig nach der Wahrheit zu suchen, mit all dem Verstand und Herz was uns geschenkt wurde, dann würden diese illusionären Bauwerke des „Selbst“ gar nicht exisitieren und jeder würde verstehen was die heiligen Schriften aussagen.

Das Vergeben oder entfernen einer Sünde befreit übrigens nicht von Ethik noch anderen essentiellen moralischen Prinzipien. Die Vergebung betrifft das wahre „Selbst“ mithilfe des freien Willens. Der Wunsch der Vergebung muss aufrichtig und wahrhaftig sein, keine Lüge, genau so funktioniert der freie Wille und kein bischen anders. Sofern man willentlich das „Selbst“ zerstört und danach darum bittet das „selbst“ zu retten aber im Kern nicht im geringsten nach dessen Erhaltung strebt, dann ist alles von Leere erfüllt und der Wille ist so schwach und zerbrechlich wie ein morscher Zweig. Nur schon die blosse Erwartung dass man brav sich jeden Tag versündigen darf da der „liebe Gott“ sowieso alles was man im Leben angerichtet hat automatisch auf Knopfdruck „entfernt“ ist eine Absurdität… die vollkommene Ver-sachlichung Ver-materialisierung und sogar Auflösung sowohl von sich selber als auch von Gottes Anlitz und der Wahrheitsliebe der dem Glaube innewohnt. Die vollkommene Benutzung von des Schöpfers Gnaden, dadurch wäre dessen Position ungefähr da wo ein Sklave ist aber sicher nicht etwas „absolutes“. Die grenzenlose Liebe muss erwidert werden, genau so funktiniert Liebe und nicht anders. Ist etwa das „halten eines Sklaven“ Liebe oder gar Selbstliebe? Das unheimliche Absurdum was sich jeglicher Logik entzieht ist sofort sonnenklar. Der Schöpfer möchte geliebt werden, denn was ist Liebe? Sie ist die Suche nach der Wahrheit und bewirkt die Verschmelzung vom „Selbst“ mit dem oder des „anderen“, ganz egal wer der oder das andere auch sein mag. Die Macht des freien Willens ist fast unendlich aber nur wenn er nach der Wahrheit strebt und die Wahrheit ist in der Liebe, sie gibt dem Willen eine derartige Kraft die stärker sein kann als alles was es gibt, es durchbricht ganze Welten und reicht hinauf bis zur endgültigen Wahrheit

„Koscher“ essen mag für Islamische und jüdische Glaubensanhänger meistens von Bedeutung sein, Übersetzt heisst es in etwa soviel wie „einwandfrei“ oder „unbedenklich“. Im religiösen Sinne würde das bedeuten:

1. Fleischiges und Milchiges zu trennen

2. Keine zweigespaltene Huftiere und nur widerkäuende Tiere (das bedeutet sehr viel mehr als nur den Verzicht von Schweinen) und keine schuppenlose Meerestiere.

3. Generell alles was „seelisch“ Schaden zufügen kann, also z.B. Verzehr von Raubvögeln da etwas von ihrer „räuberischen“ Seele am Menschen haften bleibt, dasselbe für alles was „blutet“ weil der Mensch dadurch „blutrünstig“ werden kann. Deswegen sollten Tiere beim Schlachten geschächtet werden (mit Ausnahme von Fisch).

Aus der Sicht des menschlichen Vernunftes und wissenschaftlichen Aspekten mögen einige geistige Grundaspekte zwar richtig sein, da es einem geistig „zügeln“ kann, man lehrt gewissermassen „Enthaltsamkeit“ auf solche Werte bauen diese Religionen (Islam, Judentum, teilweise auch Christentum da es vom Judentum abstammt) auf.

Wo aber das ganze in klar negativ behaftete Widersprüche ausartet und das koschere nicht mehr wahrheitsgemäss durchgeführt wird ist indem man z.B. Fleisch von qualvoll gehaltenen Tieren die ihr gesammtes Leben endlos viele Qualen hatten, danach „koschermässig“ am schlachten ist mit Schächten und korrekte Tierart (Huhn oder anderes) aber es wird absolut nicht gefragt wie das Tier aufgezogen oder gehalten wurde und was es zu essen bekam u.a. Das ist in hohem Masse entgegen vieler religiösen und koscheren Grundprinzipien wonach alles nach ethischen Grundaspekten ablaufen muss. Koscher ist also nicht unbedingt so koscher wie oft glaubhauft gemacht wird aber der Grundansatz mag sicherlich einige legitime Punkte haben, leider aber scheitert es oft an einer ganzheitlichen Betrachtungsweise und es ist daher wichtig das auch klar offenzulegen. Das Schächten selber ist auch etwas fragwürdiges wenn man genauer untersucht ob es qualvoll sein kann oder nicht. Es ist schwierig das genaue Empfinden des Tieres zu erforschen aber es gilt als gesichert dass eine Schächtung allgemein qualvoller ist als wenn man eine moderne Tötungsmethode (Strom oder Bolzenschuss) anwendet. Allerdings ist am Ende die korrekte Ausführung noch um einiges wichtiger als die blosse Tötungsmethode, also das Töten gehört in allen Fällen in die Hände von Experten welche wissen wie man schmerzlos tötet. In der Schweiz ist das Schächten allerdings nur bei Gefllügel erlaubt, hingegen Fische müssen grundsätzlich nicht geschächtet werden gemäss der Tradition der betroffenen religiösen Gruppierungen.

Alles in allem ist aber der gesunde Menschenverstand, ein gütiges Herz und moralische Grundprinzipien der wohl umfassendste und daher beste Entscheidungsträger wenn es um bestimmte Aspekte des Glaubens geht.

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