Archiv der Kategorie: Essen und Trinken

Pilze

Hier gehts nicht darum Pilze allgemein aufzulisten, das würde ein ganzes Buch füllen. Es geht mir in diesem Bereich nur darum viele für die Ernährung wertvolle Variationen aufzuzeigen und ihr Wesen auf Ernährungsebene zu erfassen.

 

Das lässt sich grob in 3 Hauptategorien unterteilen:

Katergorie A: Schmackhafte Speisepilze. Diese Pilze sind bei ihren Nährstoffeigenschaften unspektakulär aber sie sind je nachdem sehr schmackhaft mit meist durchschnittlichen Nährwerten.

 

Kategorie B: Pilze mit besonders hoher biologischer Aktivität. Diese Pilze werden von vielen „Alternativshops“ gerne als Vitalpilze bezeichnet. In Asien sind diese Vitalpilze schon seit tausenden Jahren bekannt und viele von denen werden seit ca. 30 Jahren gezüchtet, ausserdem werden sie oft konsumiert. In Europa ist es mittlerweile langsam im kommen, da in Europa ernährungstechnisch alles meist bischen altmodischer angesiedelt ist und im allgemeinen ist man weniger offen für neue Nahrungsmittel, aber keine Regel ohne Ausnahme. EInige neunmalgkluge Shops von Vitalpilzen sind der Meinung dass sie auch ganz normale Speisepilze unter anderem Namen (meist die lateinische Variante) verkaufen können damit sie eine vergrössterte Produktpalette von Pilzen haben und danach mit Zuchtpilzen die kaum was wert sind überrissene Preise generieren können. Diese Pilze haben kaum nennenswerte biologische Aktivität auch wenn die meisten „Alternativkunden“ daran glauben. Glauben ist gut und schön denn ein Placeboo ist ein sehr mächtiger und wirksamer Effekt, aber besser wäre es wenn es nicht nur ein Placeboo hat sondern auch ein realer Effekt aufgrund einer rein biologischen Aktivität, die nicht vom Geisteswesen des Menschen beeinflusst wird. Auch wenn das geistliche Wesen von enormer Bedeutung ist, so ist es in diesem Beitrag weniger bedeutend weil es hier um das Wesen des Pilzes geht und dessen Wert als Nahrungsmittel und nicht um das Wesen des Menschen (das wird in anderen Kategorien behandelt). Nur wenn man  das vollwertig erfassen kann, dann kann man auch dessen Wert als Nahrungsmittel erfassen und Effekte erzielen die über  hinausgehen was ein Placeboo zu leisten vermag.

 

Kategorie C: Pilze welche bei Lebensmitteln spezielle Eigenschaften erzeugen können, ohne aber weder den Geschmack noch den reinen Nährwert wesentlich zu beeinflussen.

 

Ebenfalls von Bedeutung ist folgendes:

Wildversion: Wildversionen haben mit Abstand die höchste Aktivität.

Zuchtversion: (99% der erwerbbaren Vitalpilze gehören in diese Kategorie): Hier kommt es stark drauf an mit wieviel Sorgalt es produziert wurde. Je hochwertiger und natürlicher das verwendete Rohmaterial ist, je sorgfältiger der gesammte Produktionsablauf und der allgemeine Respekt vor wem Wesen des Pilzes, desto stärker sind die vitalen Eigenschaften des Pilzes. Pilze welche mit Chemikalien behandelt wurden oder künstlich bestrahlt sind praktisch wertlos, denn es ist ein sehr tiefer Eingriff in ihr natürliches Wesen und raubt ihnen ihre biologische Aktivität. Um das zu vollständig verstehen reicht dieser Beitrag nicht aus, aber Teil dieses Wesens ist dass ein Pilz ein natürlicher immunologischer Prozess ist. Ein Pilz muss sich gegen alle Arten von Schädlingen selber wehren, sofern er das nicht tut oder davon komplett zerstört wird dann hat er nicht die nötige Kraft um als Vitalpilz den Menschen zu beglücken. KaEs ist die unschöne aber harte Realität, man  kann nicht alles endlos massenproduzieren ohne das Wesen zu zerstören und damit auch den Nährwert.

 

Sehr interessant ist es auch dieses Video anzusehen für alle die English beherrschen um das Wesen der Pilze genauer zu erfassen.

 

Kategorie A:

 

Steinpilz

Champignon

Eierschwämme

Austernseitling (die biologische Aktivität, besonders Zuchtversionen, ist zu gering um es als Vitalpilz einzustufen auch wenn manche Shops das Gegenteil behaupten). Eine Wildversion hat eine erhöhte Aktivität aber die gibt es praktisch nirgends zu kaufen, viel zu selten. Besser ist es, den Austernseitling frisch im Laden zu kaufen und sorgfältig zuzubereiten.

 

 

 

 

Kategorie C:

Red (Roter) Reishi: Im allgemeinen ist der Reishi eines der Pilze mit dem höchsten Breitbandpotential um das Immunsystem zu stärken. Dabei ist die rote Version die wertvollste, wobei im Prinzip jeder Reishi wertvoll sein kann aber der rote Reishi ist besonders aktiv.

 

*coming soon“

 

Superfood

Hier wurde recht gut gesagt um was es eigentlich geht. (english)

Die Kernaussage ist aber die, dass es nicht drauf an kommt was man isst sondern was man nicht isst. Je mehr gehaltloses Essen man isst desto mehr gehaltvolles kann man essen ohne einen positiven Effekt zu verspüren. Also Essen nährt und genausogut kann es einem mangelernähren. Das Problem ist allerdings dass es einem gar nicht bewusst ist wie mangelernährt mal eigentlich ist weil sehr viele der Symptome ein langwieriger Prozess sind die sich langsam in unsere Gesundheit „einschleichen“ und eben oft keineswegs akut, deswegen wird der Zusammenhang oft nicht erkannt. Dabei sind sowohl Symptome wie auch direkte Krankheiten möglich in fast allen Stadien.

Krebs, Allgemeine Herz/Kreislaufprobleme, Arteriosklerose, Diabetes, Demenz (weitgehender oder kompletter neuronaler Zerfall), Allgemeiner Schwachsinn (schleichender Verlust der allgemeinen Gehirnleistung), Allgemeine Stoffwechselstörungen, Allergien jeglicher Art (besonders Allergien sind ein kritisches Symptom), Autoimmunerkrankungen aller Art, Kopfweh, Übelkeit, urplötzliche Schwindelattacken und allgemeine neurologische Störungen, Durchblutungsstörungen (z.B. kalte Füsse/Hände ohne ersichtlichen Grund), Chronische Müdigkeit/Abgeschlagenheit Hautprobleme, Impotenz und vieles mehr.

Viele der resultierenden oder geförderten Krankeiten müssen zwar nicht zwingend den Tod begünstigen oder tödlich verlaufen und man könnte damit trotzdem 100 Jahre alt werden. Allerdings, besonders im Falle von Gehirnerkrankungen aber auch agressiven Autoimmunerkrankungen, ist das oft keine grosse Lebensqualität mehr.

Es gibt also unendlich viele Anzeichen für Mangelernährung und der Mensch ist was er isst. Bei den „entwickelten“ Ländern mit einem Übermass an Nahrung geht es aber nicht darum was man isst oder wieviel man isst sondern was man nicht isst, das ist hier am entscheidensten. Im allgemeinen wenn man ein Produkt mit einer Zutatenliste sieht, dann liegt das Geheimniss darin „was es alles nicht drinhat“, nicht darin „was es drinhat“.

Superfoods von „Superflanzen“; also Pflanzen mit aussergewöhnlich hohem Nährstoffgehalt sind aber eine sehr willkommene Bereicherung und können Mängeln vorbeugen und/oder einem noch gesünder machen. Viele dieser Schätze stehen eingentlich jedem frei zur Verfügung, auch in Drittweltländern. Eine grosse Anzahl Leute sind allerdings zu begrenzt um diese Schätze zu erkennen und zu nutzen, deswegen sind auch oft Leute mangelernährt die eigentlich die Lösung vor ihren Füssen haben. Bei Industrienationen wird auch oft einfach aus Mangel an Popularität und weil es mentalitätsfremd ist („was soll ich mit Brennesseln oder Hundsrosen, ich esse lieber Berge von Schweinekotletts“) etwas gutes einfach ignoriert und das ist durchaus schade. Am Ende rennen viele zur Apotheke für eine Vitaminpille und es fügt nur noch mehr Schaden zu.

 

Kategorie A [Einheimische Pflanzen aus Europa]:

1. Wilde Hagebutte, Heckenrose [Rosa canina]: Keine andere einheimische Pflanze hat ein derart hoher Vitamin C Gehalt von bis zu 1500 mg/100g, es übersteigt z.B. eine Zitrone um das 30-40 fache (also eine einzige kleine Hagebutte hat ähnlich viel Vitamin C wie eine ganze Zitrone) und auch alle anderen Früchte werden von der wilden Hagebutte in hohem Masse deklassiert. Die Pflanze kann bei günstigen Bedinungen mehr als 1000 Jahre alt werden. Heckenrosen wachsen auch gerne im Garten und können einem damit gut mit starken Antioxidantien versorgen. Naturkenner werden sie auch wild sammeln können, also für gesunde Antioxidantien muss keiner tief in die Tasche greifen.

Verwendung: Am besten mit Mörser und Stössel zerkleinern, danach mit etwas Öl vermengen, dadurch werden auch die stechenden Häärchen inaktiv und Vitamin A wird unterstützt. Es kann danach zu Müsli oder auch im Tee genossen werden, am besten frisch da dadurch alle Nährstoffe erhalten bleiben aber auch getrocknet anwendbar.

 

2. Wilde Aronia [Aronia melanocarpa]:

 

Verwendung: Frisch oder getrocknet ein guter Esslöffel davon ins Müsli geben.

 

3. Wilde Brennessel [Urtica – dioica/urens/kioviensis]Sie kommt fast weltweit vor, allerdings nur bei besonders guten Böden. Eine Brennessel ist also ein guter Bodenanzeiger und wo sie wächst ist der Boden in einem einwandfreien Zustand. Auf hochintensiven Kuhweiden ist sie praktisch ausgerottet da sie diesen Boden verschmäht. Die Brennessel stellt die Nahrung dar für spezielle Raupenarten (rund 50) welche sich nur von Brennesseln ernähren z.B. „Kleiner Fuchs“, einer der schönsten einheimischen Schmetterlingsarten http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Fuchs , alles andere wird von diesen Raupen verschmäht. Die Brennessel ist ausserordentlich nährstoffreich und hat über die ganze Bandbreite hinweg ein höherer Nährstoffgehalt als ein Salat und jegliche andere Blattgemüsearten. Sofern jemand sagt, er esse keinen Salat aber dafür ein paar frische Brennesseln in der Pasta dann würde ich sagen „Entschuldigung angenommen“. Interessant ist auch dass die Brennessel getrocknet 40% Eiweiss enthält, sie hat damit bei gleichen Gewichtsverhältnissen mehr Eiweiss als eine Soyabohne.

Verwendung: Vorzüglich frisch gepflückt um damit die Pasta zu würzen (wie jedes andere Gewürz anwendbar). Auch getrocknet als Gewürz oder als Kräutertee hervorragend. Sie lässt sich auch zu einem schmackhaften „Spinat“ verarbeiten.

 

 

Kategorie B [Tropische Pflanzen, grösstenteils aus Regenwaldgebiet]:

1. Acai [Euterpe oleracea] (Südamerika, Amazonas Region):  Acai ist eine Palmenart mit rundlichen f4ettreichen Beeren welche mit einem sehr dicken Kern ausgestattet sind, sie wachsen ähnlich wie Datteln traubenartig am Blattansatz. . Essbar ist nur der ziemlich dünne Fruchtmantel, daher braucht es ziemlich viele Beeren damit etwas zusammenkommt.

Verwendung: Wird meistens in Form von gefriergetrocknetem Pulvergranulat angeboten. Die beste Qualität hat ein Verhältniss von 7:1 (Gewichtsverhältniss zwischen Rohmaterial und Pulvergranulat). Es gibt keine klare Höchstmengenbeschränkung aber man sollte es nie übertreiben. In der Heimat wird es oft als Hauptnahrungsmittel gegessen und die sind auch noch alle auf den Beinen *kleiner Scherz am Rande*.

 

2. Camu Camu [Myrciaria dubia] (Peru/Brasilien, Amazonas Region): Camu Camu ist die Pflanze mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C weltweit mit einem Anteil von rund 2000-3000 mg/100 g, das ist etwa das Doppelte von einer wilden Hagebutte, es ist ausserordentlich viel allerdings nicht unersetzlich. Besonders in Japan sehr beliebt was leider zu Raubbau geführt hat. Hierzulande ist es in frischer Form kaum bekannt, sondern lediglich in Pulverform oder andere Formen (die ich nicht empfehle). „Superfood-Lieferanten“ preisen Camu Camu oft als „Wunderfrucht“ an und erklären das Vitamin C als eine Art Supervitamin welches alle anderen Nährstoffe um Lichtjahre schlägt, aber das ist natürlich alles Marketing und sollte nicht als der Weisheit letzter Schluss angesehen werden. Obwohl die Grundaussage dass Vitamin C nicht nur Ascorbinsäure ist sondern auch noch mit vielen anderen Stoffen verbunden ist die man nicht einfach vom Grundstoff abtrennen kann, durchaus richtig ist. Nur wird das alles masslos übertrieben dargestellt und danach ist Camu Camu und das Vitamin C praktisch alles was zählt und das kann in dieser  mit Scheuklappen ausgestatteter Form nicht gutgeheissen werden. Nichtsdestototz ist Camu Camu eine echte Nährstoffbombe und kann eine gute Nahrungsergänzung darstellen.

 

Verwendung: Frisch oder in Pulverform um damit das Müsli anzureichern.

 

 

 

Kategorie C [Alpine und andere Gebirgspflanzen]:

 

1. Maca Wurzel [Lepidium meyenii] (aus den Anden):

Verwendung: Wird meistens in Pulverform angeboten, frische Wurzeln sind hierzulande schwer erhältlich auch wenn sie sich wie alle Wurzeln gut trocknen lässt. 1-2 Kaffeelöffel empfohlen, allerdings gibt keine klare Höchstgrenze bei der Dosierung denn es wird in Peru oft wurzelweise gegessen und nicht nur ein paar Kaffeelöfelchen. Da allerdings die Inhaltsstoffe weitgehend unbekannt sind ist Vorsicht nicht verkehrt, genauso wie bei Ginseng (dort spielt die Menge aber eine grössere Rolle). Maca wächst auf einer Höhe von bis zu 4500 Meter und gehört damit zu den wenigen alpinen Pflanzen welche selbst oberhalb der Baumgrenze noch gedeiht.

 

2. Wilde Bergheidelbeere [Vaccinium myrtillus] (aus den Alpen):

 

Kategorie D [Ohne spezielle Standorte da zu weit verbreitet oder anspruchslos]:

 

1. Gojibeeren [Lycium barbarum var. auranticarpum] (Bocksdorn): Bei uns sind die praktisch nur aus China erhältlich. In China selbst sind sie weit verbreitet, vorallem Ningxia ist ein sehr bekanntes Gebiet wo es ursprünglich wild gewachsen war, sie werden gerne als „Glückliche Beeren“ bezeichnet. Heutzutage wird aber fast alles kultiviert oder als Kulturpflanze genutzt. Die Nachfrage ist riesig aber China ist bekannt dafür dass sie so gut wie alles massenproduzieren können wenn es der Bedarf erfordert, deswegen hat die Pflanze viel von ihrer Ursprünglichkeit eingebüsst und dient heutzutage vorallem als typische Agrarpflanze, dieses Schicksal war aber auch z.B. der Heidelbeere wiederfahren.  Das Problematische ist allerdings dass in China oft extrem viele Pestizide angewendet werden sobald es in irgendeiner Art und Weise kultiviert wird. Wildsammlungen sind heutzutage äusserst selten da fast alle Gebiete in den Händen von Farmern sind. Aufgrund der oft ausserordentlich hohen Pestizidbelastungen (teils wurden bis zu 20 verschiedene Pestizide in einer einzigen Beere gefunden) würde ich nur noch Beeren aus BIO Produktion oder aus nachweislicher Wildsammlung inklusive seriöser Rückstandskontrolle (am besten Schweizer Labor) empfehlen. Die Gojibeere ist sehr nährstoffreich und beinhaltet 18 essentielle Aminosäuren, allerdings ist es oft schwierig unbelastete Beeren zu bekommen.

Qualität: Sofern die Beeren von guter Qualität sind und aus Sonnentrockung stammen müssen sie nachdem man sie eine Stunde im Wasser/Milch aufquellt zur Ursprungsform zurückkehren. Falls sie sich nicht mit Wasser anreichern lassen dann sind sie von tiefer Qualität und zu stark (oft künstlich) getrocknet. Die Beeren sollten ausserdem leicht klebrig sein und eine Restfeuchte aufweisen und es sollte keine dunkel gefärbte Kerngehäuse aufweisen, wenn sowas oft vorkommt ist es keine gute Qualität. In Ausnahmefällen kann es auch schwarz verschimmelte Beeren dabeihaben, das sollten natürlich aussortiert werden ist aber als Einzelfall nicht bedenklich da eine direkte Kontamination anderer Beeren kaum gegegeben ist aufgrund des tiefen Wassergehalts. Allerdings empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen die betroffene Charge kurz im Salatgeschir kalt abzuwaschen und danach an der Sonne oder in einem warmen Raum gut abtrocknen lassen (das geht relativ schnell sofern sie noch fast kein Wasser aufgenommen haben).  Generell empfiehlt es sich die Beeren am Anfang alle auszubreiten und auf schlechte Beeren abzusuchen, sofern alles OK kann es wieder verpackt werden und danach genossen. Falls etwas gefunden wurde sollte man sie wie bereits erwähnt waschen und trocknen. Sollte es ein generelles Qualitätsproblem haben, also dass z.B. sehr viele schwarz verfärbte Kerngehäuse dabei sind, dann sind die Gojis nicht unbedingt für Konsum geeignet. Sofern die Beeren völlig ausgetrocknet sind wurde es zum einen zu lange gelagert oder sehr agressiv getrocknet und ist ebenfalls von schlechter Qualität.

 

Verwendung: Vorallem in Müsli aber auch pur.

 

 

2. Maulbeeren

*coming soon*

 

 

 

 

Nährstoffe (work in progress- laufende Arbeit)

Was sind eigentlich Nährstoffe? Es wird ja immer von Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und Ballaststoffen gesprochen und einige sehr bekannte Vitaminarten wie A, B, C, ebenfalls einige Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium und ein paar andere Sachen. „Ist das alles“? fragt sicher der gebildete Leser und die Antwort darauf: „Nein natürlich nicht“, aber es ist fast alles was die Mehrheit der Menschen im allgmeinen kennen. Ich würde sagen das sind nicht einmal 0.1% aller in der Natur vorkommende Nährstoffe. Es wurden hier gerade mal 4 grobstoffliche Komponenten und 5 mediumstoffliche (Mineralstoffe und Vitamine) aufgezählt, das sind 9 Stoffe, aber in der Natur hat es wahrscheinlich 9000 von aussen zugeführte Stoffe die im Körper eine Rolle spielen! Viele davon sind uns selbst heute noch unbekannt, man nennt diese Stoffe „pflanzliche Sekundärstoffe„, auch bekannt unter dem Namen „Iridoide“ und es wird immer noch intensiv Forschung betrieben. Eine andere uns grösstensteils unbekannte Stoffgruppe sind die Enzyme, davon sind uns einige Tausend bekannt aber das ist nur die Spitze des Eisberges, denn man nimmt an dass es das Zehnfache von dem gibt was wir momentan kennen. Das sind lediglich die rein materiellen Stoffe, die energetischen Faktoren welche die Lebensenergie ausmachen sind hier nicht inbegriffen. Das mit der Lebensenergie wird in einem separaten Bereich erklärt, ein Thema so riesig dass es als separate Kategrie vom biochemischen Teil getrennt sein muss.

Ausserdem sind sämtliche grobstoffliche Angaben in etwa so als ob man den Planeten Erde verkaufen würde und danach schreiben anstelle von Fetten, Kohlehydraten, Proteinen und Ballaststoffen: „Inhaltsstoffe: Menschen, Pflanzen, Wasser und Erde„. Danach schaut es der leider oft uninteressierte und planetenverspeisende Käufer an und sagt „ohh.. soviel Erde, das ist schlecht für meine Figur“ und legt es wieder zurück. Wem das ganze jetzt komisch vorkommt, nein ist es nicht, das ist praktisch Alltag bei kalorienbewussten Menschen und nahezu alle Käufer welche mal kurz die Nährstoffe checken möchten.

Da viele Menschen die Schlauheit offenbar für sich entdeckt haben ziehte die Industrie gleich nach mit ihren „Vitalprodukten und Vitaminpillen“: Nun steht teils gross drauf „Kalzium, Magnesium und Vitamin A, B, C, E Lieferant“. Grossartig sagen danach die an Schlauheit beglückten Leute und kaufen es voller Zuversicht. Die Industrie hingegen hat sich dabei gefreut dass sie es geschafft haben vom Planeten Erde einen bestimmten Berg, einen bestimmten Ozean, einen bestimmten Baum und einen bestimmten See herauszufiltern und jetzt steht es gross auf der Verpackung. Und da viele Konsumenten immer mehr von diesen glücksverheissenden Vitalstoffen wollten hat die Industrie gleich mal soviele Berge, Ozeane, Bäume und Seen in ihre verkauften Planeten reingesteckt dass man sagen könnte: Würde auf dem Planeten noch jemand leben dann wäre es schrecklich denn ständig müsste man sagen „schonwieder ein Mittelmeer, dabei habe ich die letzten 5 gerade durchschwommen“, danach treffen sie auf den Berg „schonwieder das Matterhorn dabei habe ich die letzten 5 bereits umlaufen“, danach treffen sie auf den Baum „schonwieder eine Zitterpappel dabei habe ich die letzten 500 bereits nach der geeigneten Nahrung abgesucht“, und nachdem sie beim See angelangt sind „wieviele Bodensees gibt es eigentlich?…mir hängen die vielen Felchen bald zum Hals raus“.

Also was ich damit sagen will, es ist fürs Ökosystem ungesund wenn es kein harmonisches Gefüge darstellt wo alles in ausgewogener und bioverfügbarer Art und Weise existiert und das Herausfiltern und Zusetzen sowohl natürlicher wie auch chemischer Vitamine ist für dieses Ökosystem verherrend und es ist völlig sinnlos. Einseitig konzentrierte und teils sogar im Labor chemisch hergestellte Vitalstoffe sind sogar schädlich. Dann kommt noch dazu dass nicht alle Ballaststoffe eine reine Ballastfunktion haben. Manche Ballaststoffe sind für den Körper selbst nicht verwertbar aber sie sind für die Darmflora, also deren Bakterien, von grosser Bedeutung da sie sich davon ernähren können. Nehmen wir mal an der Mensch wäre ein Enzym und der Planet wäre ein Stück Brot, dann kann man sich anhand dieses Beispiels vorstellen wie sich das Enzym fühlen muss.

Nachfolgend wird eine Liste veröffentlicht mit Stoffen die von Bedeutung sind oder zumindest eine Bedeutung haben könnten, denn vieles ist noch zuwenig erforscht.

Es ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs den das was wir heute wissen ist immer noch viel zu wenig und es müsste mehr geforscht werden. Leider vertreten fast alle Wissenschaftler nur die Interessen irgendwelcher Industrien und da es grundsätzlich immer nur darum geht was sich gut vermarkten lässt ist die Forschung oft sehr eingeschränkt. Man kann ja kaum die Natur „vermarkten“ denn sie ist ein Allgemeingut, also wird nach einem Weg gesucht damit ein Konsument in eine Art Abhängigkeit gelangen würde. Wie auch immer, das einzige was uns echten Nutzen bringt ist das reine Wissen über diese Zusammenhänge.

Zuerst werde ich versuchen die Stoffe zu kategorisieren gemäss deren Funktion, weil es im Prinzip nicht darum geht ob es Vitamine oder Mineralstoffe sind sondern was sie konkret bewirken oder wo ihr Einsatz liegt.

Da manche Stoffe im Prinzip in vielen Kategorien tätig sind kann es natürlich auch Mehrfachfunktionen geben.

Es gibt 10 Hauptkategorien und 7 Funktionskategorien.

Anzahl Stoffe je Kategorie:

1. Hauptkategorie unbekannt, 2. Hauptkategorie umfasst mehrere Hundert, 3. Hauptkategorie umfasst ungefähr 20, 4. Hauptkategorie umfasst ungefähr 20, 5. Hauptkategorie umfasst ungefähr 15. 6. Hauptkategorie umfasst ungefähr 100, 7. Hauptkategorie umfasst schätzungsweise 20000. 8. Hauptkategorie umfasst nach aktuellem Wissensstand rund 2500, 9. Hauptkategorie umfasst 18 (essentiel), 10 Hauptkategorie: unbekannt. Total = rund 22500 Stoffe die eine mögliche Funktion auf den Körper haben könnten, die Schwierigkeit das alles aufzudecken ist also enorm.

Funktionskategorie:

1. AES: Stoffe der Kategorie: Aktiver Energiehaushalt des Stoffwechsels

2. PES: Stoffe der Kategorie: Passiver Energiehaushalt des Stoffwechsels

3. UDI: Stoffe der Kategorie: Unterstützung des Immunsystem

4. UDB: Stoffe der Kategorie: Unterstützung des Bewegungsapparates (dies beinhaltet jegliche physisch aktive Organe zu verschiedenen Zwecken)

5. UAN: Stoffe der Kategorie: Unterstützung des allgemeinen Nervensystems (beinhaltet auch die Instandhaltung der Gehirnzellen)

6. WTRZ: Stoffe der Kategorie: Wachstum, Transformation (aus Stammzellen) und Reparatur von Zellen.

7. ALL: Unterstützt sämtliche Kategorien in unterschiedlichem Ausmass.

Geläufige Stoffkategorie (gemäss Schulmedizin und/oder alternative Medizin):

1. Eiweiss:

2. Fette:

3. Kohlenhydrate: Beinhaltet auch sämtliche Zuckerarten, (künstlicher Zucker ist keine Zuckerart sondern lediglich Chemie mit dem Namen „Zucker“). Primär sind sämtliche Kohlenhydrate ein Stoffwechselprodukt und erfüllen den Zweck als Energielieferant. Allerdings haben natürliche Süssungsmittel oft eine hohe Anzahl Vitalstoffe welche noch viele andere Funktionen haben.

Stärke (Polysaccharid. Stärke dient den Pflanzen zur Speicherung von Glucose welches in Stärke umgewandelt wird)

Mannose (Polysaccharid, Bestandteil von Membranen)

Glucose/Dextrose („Traubenzucker“, Monosaccharid)

Fructose (Monosaccharid)

Rhamnose (Monosaccharid)

Saccharose (Dissacharid)

Lactose (Disaccharid, Milchzucker, kann nur verdaut werden )

Trehalose (Disaccharid)

Raffinose (Trisacharid)

Melezitose (Trisaccharid, kommt praktisch nur in Waldhonig vor da es ein Ausscheidungsprodukt von Blattläusen ist. Auch bekannt als „Honigtau“.)

Stachyose (Tetrasacharid)

Natürliche Alditole (Zuckeralkohole): Xylit (Xylit, auch bekannt als „Birkenzucker“ da Birken viel davon in der Rinde haben). Sorbit (Sorbit: Kommt in vielen Früchten vor. Die industrielle Herstellung von Sorbit wo es aus Stärke (oft aus GVO Pflanzen) synthetisiert wird ist allerdings ungesund und kein Ersatz für natürliches Sorbit).

Daneben gibts noch viele Mischmaschbegriffe wo viele Zuckerarten (z.B. Isoglucose) infolge hoch technisierter Herstellungsprozesse „gepanscht“ werden, ich kann nur sagen „Hände weg“; gefährliches Zeugs.

Natürliche Süssungmittel als Alternative zu „Industriezucker“:

Honig

Ahornsirup

Kokosblütenzucker

Mascobado Zucker: (Vollrohrzucker, unraffiniert)

Xylit aus Birken (unter dem Handelsnahmen „Xucker“ bekannt, kann möglicherweise karieshemmend sein. Es sollte allerdings nicht zu viel davon verwendet werden da mögliche Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden können).

Agavennektar oder Agavendicksaft: (Beides stammt zwar aus der blauen Agave allerdings ist der Nektar schonender hergestellt und üblicherweise nicht erhitzt, daher bleiben sämtliche Inhaltsstoffe erhalten.)

Zuckerrübendicksaft aus Melasse: (Sehr starker Geschmack, daher nur für Liebhaber zu empfehlen, allerdings sehr gesund mit sehr hohem Eisengehalt. Zu schade dass sowas vorallem Tieren verfüttert wird und der Mensch meistens den ungesunden „Reinzucker“ geniessen „darf“ welcher bei ihm schwere Schäden anrichten kann.)

Yacon Sirup

Luo Han Guo

4. Ballaststoffe:

Die Tätigkeiten dieser Stoffe ist nicht nur auf „Ballast“ beschränkt daher ist der Ausdruck irreführend aber lassen wir es mal so stehen gemäss Schulmedizin.

Inulin

Pektin

Carrageen

Raffinose

5. Vitamine:

Dieser Ausdruck ist grundsätzlich überholt aber lassen wir es so wie es ist da es ansonsten zu schwierig wird sich vom „alten“ Wissen loszulösen. Die meisten Vitamine dienen als enzymatisches Werkzeug, d.h. Ein Enzym kann es verwenden um damit eine bestimmte Tätigkeit zu erfüllen (es ist dadurch viel effektiver), sofern das Enzym dieses Werkzeug nicht vorfindet kann es seine Tätigkeit nur mangelhaft und sehr ineffektiv ausführen, irgendwann führt es zur Mangelerscheinung. Da die lebenserhaltenden enzymatischen Tätigkeiten aber sogar mit nahezu null Vitaminen, oder Mithilfe von Vitaminen die der Körper im Notfall versucht selbst zu generieren (was ihm nur teilweise gelingt) auskommen, braucht es ein sehr hoher Mangel bis schwerwiegende Mangelerscheinungen eintreten. Allerdings hängt die Fähigkeit längere Zeit fast ohne Vitamine auszukommen auch davon ab wie sehr die Speicher gefüllt wurden, wie glücklich das Lebewesen ist (kurbelt die Synthese und Notfallösungen an) und wie gut der allgemeine geistige/seelische und körperliche Zustand generell ist. Wieviel Vitamine ein Körper „benötigt“ kommt auf den enzymatischen Bedarf an und ist sehr variabel und auch Abhängig vom Gefüge und Symbiose zwischen allen anderen Vitaminen und Enzyme. Eine feste Angabe ist daher ein Irrsinn, es ist nicht möglich es genau zu definieren. Bei der natürlichen Ernährung ist es fast unmöglich dass es eine Überdosierung geben kann weil z.B. Ascorbinsäure (C), kann in sehr hohen Dosen ausgeschieden werden ohne kritische Effekte, und Retinol (A) wird meistens nur in der Vorstufe namens Beta-Carotin aufgenommen und der Körper wandelt nur soviel in die Endstufe um wie er benötigt. Also es gibt sehr viele sinnvolle Mechanismen um ein Übermass zu verhindern. Auch Tocopherole/Tocotrienole (E) kann in sehr hohen Mengen eingenommen werden ohne negative Effekte. Das einzige was eine Rolle spielt ist die Form dieser Vitamine, es muss in natürlicher Form sein.

Man sollte beachten dass die meisten Vitamine zwar wasserlöslich sind, allerdings gibt es auch eine Gruppe die nur fettlöslich ist, namentlich Retinol (A), Calcitriol (D), Tocopherrol (E) sowie Mena-, Phyllo, und Farnochinon (K-Gruppe). Bei einer ausgewogenen Ernährug wo immer ein paar gesunde Öle vorhanden sind (selbst im Müsli) ist dies allerdings kein Problem. (das wird noch genauer im Ernährungsbereich beschreiben). Ausserdem ist es relativ leicht sich mit diesen Vitaminen zu versorgen weil Tocopherol (E) kommt in allen pflanzlichen Naturölen vor, es ist natürlicher Bestandteil dieser Öle. Calcitriol (D) kann vom Körper selber hergestellt werden und Mena-, Phyllo, und Farnochinon (K-Gruppe) kommt in sämtlichen Gemüse und Früchtearten vor da es Bestandteil der pflanzlichen Photosynthese ist, vorallem grüne mit Chorophyll angereicherte Pflanzenteile. Einzig Retinol könnte manchmal schwierig sein es aufzunehmen sofern weder Vitamin A haltige Milchprodukte noch orange (oder rot/gelb) farbige Pflanzenteile wie Früchte (z.B. Orange, Ananas), Gemüse (z.B. Karotten, Tomaten) und Beeren (z.B. Physalis, Gojibeeren) gegessen werden. Allerdings gibts sehr viele Möglichkeiten es aufzunehmen, nur wenn man den ganzen Tag sich nur von Reis oder Pasta ernährt könnte es problematisch werden. Also es ist relativ schwierig sich bei ausgewogener Ernährung unzuzreichend damit zu versorgen und kommt meist nur in Ländern mit massiver Unterernährung zustande. Allerdings gibt es selbst dort gute Alternativen aber es wird diesen Leute leider nicht beigebracht was sie essen müssen (schlimmstenfalls Gentechreis, „da haben sie den Braten“… oder in diesem Fall das Korn).

UDI: Ascorbinsäure (C)

AES/UDB: Cholecalciferol (D): (Kann bei ausreichend Sonnenlicht auch vom Körper selbst hergestellt werden wenn Strahlung auf die Haut trifft.)

UDI/WTRZ: Tocopherole/Tocotrienole (E), Pantothensäure (B5), Biotin (B7)

UDI/UDB: Phyllochinon (K1), Menachinon/Farnochinon (K2)

AES/UAN: Thiamin (B1), Pyridoxin (B6)

UAN: Riboflavin (B2)

AES/PES: Niacin (B3, PP)

WTRZ: Folsäure (B9/B11)

UAN/WTRZ: Cobalamin (B12), Retinol (A): (Retinol kann vom Körper mithilfe von Beta-Carotin, ein oranger Naturfarbstoff, umgewandelt werden).

6. Mineralstoffe:

AES/PES/UDB Kalzium: Kalzium wird zwar in hoher Menge benötigt vorallem für Stoffwechsel und Knochen. Zu beachten ist allerdings dass eine industriell homogenisierte Milch mehr Kalzium braucht als es hergeben kann da die Verstoffwechselung eine Herausforderung für den Körper darstellt, ausser es ist entweder Rohmilch oder lediglich pasteurisiert. Die BIO Verfügbarkeit spielt eine grosse Rolle und schwer verdauliche Speisen können hohe Mengen erfordern.

UDI/UDB/UAN Magnesium:  Magnesium ist Bestandteil hunderter Enzyme.Unterversorgung: kann z.B. Muskelkrämpfe und Nervenleiden verursachen. Eine Überdosis ist unwahrscheinlich.

AES/PES/UAN: Kalium: Kalium wird tonnenweise bei konventionellen Düngemitteln verwendet und ist bereits im Übermass in der Umwelt, daher kein akuter Bedarf. Es kann bei sensiblen Personen sogar Stoffwechsel und andere Störungen verursachen. Wichtiger ist die biologische Beschaffenheit, nicht die rohe Menge.

PES/UDB/UAN: Natriumchlorid (Natrium und Chlor =Salz): (Auch wenn der Körper 3-6g am Tag braucht, es ist trotzdem lediglich 1-2 Messerspitzen am Tag und nicht ein ganzer Salzsee. Es wird oft in übertriebenem Ausmass verwendet und kann dadurch Bluthochdruck und übermässiges Wasserlassen (mit teilweisem Elektrolytverlust) begünstigen. Da es versteckt fast überall angereichert ist braucht es kein versalzenes Essen um ausreichend davon aufzunehmen. Wird regelmässig Käse und Brot gegessen ist der Salzbedarf grösstenteils gedeckt. Wichtig ist auch dass es sich um hochwertiges natürliches Salz handelt wie z.B.“ Meersalz“ oder „Himalaya-Salz“ da ein industriell gereinigtes Salz agressiv auf den Körper wirkt und keine gute Bioverfügbarkeit hat. Es ist also viel wichtiger dass das Salz hochwertig ist und nicht einfach nur „je mehr desto besser“. Das Salzen von Kochwasser ist ebenfalls pure Verschwendung denn hochwertiges energetisch gehaltvolles Salz ist kostbar und soll nicht den Abfluss runter geleert werden.) Zuwenig Salz kann unter Umständen das Durstgefühl stark vermindern, sodass kein ausreichendes Durstgefühl mehr ensteht und der Körper zuwenig Wasser aufnehmen kann. Dieser Zustand kommt aber in Industrienationen praktisch nie vor, es ist meistens so dass zuviel gegessen wird. Denn nahezu alle industriell hergestellen Nahrungsmittel tierischer Natur wurden bei der Produktion mit Salz „unterstützt“ (Fütterung und Verarbeitung) und dieses Salz landet danach auch auf dem Teller, selbst wenn es nicht direkt gesalzen wurde. Besonders auch Käse ist sehr salzreich. Lediglich Veganer/Vegetarier könnten theoretisch Salzmangel bekommen, da aber oft mit viel salziger Soyasauce gewürzt wird (z.B. Tofu) und auch vieles separat gesalzen sollte es auch dort kein Problem darstellen).

ALL: Eisen, Iod, Phosphor, Mangan, Selen, Schwefel, Kupfer, Lithium, Vanadium, Kohlenstoff, Zink, (Jod welches eines der wichtigsten Hormon-Drüsen im Körper unterstützt hat Einfluss auf sehr viele biochemische Vorgänge und kann fast alles in gewissem Masse beeinflussen. Eine separate Zufuhr und die Jodisierung von Salz ist aus heutiger Sicht allerdings nicht empfehlenswert da Jod bereits in nahezu allen Futtermitteln, selbst in BIO-Produkten, oft in teils moderaten Mengen ins Tierfutter gemischt wird. Es findet danach auch den Weg zu unserem Teller. Leider ist Jod zwar lebenswichtig aber es ist ein sehr sensibler Stoff der im Übermass auch Probleme verursachen kann wie z.B. Hautprobleme, Herzrasen u.a. da es die Hormonproduktion zu stark ankurbelt wenn es nicht in Massen eingenommen wird, allerdings sind Menschen unterschiedlich anfällig.) (Eisen: ist Bestandteil der roten Blutkörperchen und dadurch an fast allen Vorgängen indirekt beteiligt da es Bestandteil des Blutes ist. Es braucht zwar nur Spuren davon ist aber lebenswichtig.) (Phosphor: ist Bestandteil jeder einzelnen Zelle und am Stoffwechel, vorallem auch im Gehirn, beteiligt., Aber es ist zu beachten dass Phosphor sehr viele Formen haben kann und nur die natürliche Form ist essentiell und gesund.) (Mangan: Ist Bestandteil Mitochondrien, Lysozomen, des Zellkerns und vieler Enzyme, vorallem auch im Gehirn Tee und Roggenbrot ist besonders manganhaltig. ) (Selen ist Bestandteil vieler Enzyme und unterstützt das Immunsystem als Radikalfänger.) (Schwefel kommt im Prinzip überall im Körper vor. Infolge von Umweltverschmutzung durch Verbrennung von Brennstoffen kommt es aber bereits im Übermass in der Umwelt vor. Ausserdem gilt wie für alle Stoffe dass die optimale Bioverfügbarkeit nur in der natürlichen Form vorhanden ist. Freies und ungebundenes Schwefel welches auch als Konservierungmittel, um z.B. Wein und Dörrfrüchte zu schwefeln, vorkommt ist agressiv und kann im Übermass Kopfweh und andere Symptome auslösen.  (Lithium: Ähnlich wie Platin Bestandteil von Glückshormonen und Enzymen, (Vanadium: Nicht genauer erforscht, ist Bestandteil der Chlorophyll-Synthese und Enzymen und wird als essentiell eingestuft.) (Kohlenstoff Ist Bestandteil von allen grobstofflichen Nährstoffen, da Kohlenstoff extrem verbindungsfreudig ist, es kann daher gerne als „Material der Lebenssubstanz“ definiert werden.) (Zink ist wichtig für die Haut, den gesammten Stoffwechsel und selbst um Skelett und Haut/Nägel/Haare zu festigen, auch Bestandteil von Enzymen. Zink wie auch Kupfer und Eisen vertragen sich nicht gut zusammen sofern eines davon in starkem Übermass vorhanden ist wird das andere eingedämmt, deswegen ist eine natürliche Balance sehr wichtig und Eisen/Zink-Zusätze sollten nur im Notfall eingenommen werden sofern bereits eine akute Mangelsituation vorliegt, denn es hat Nebenwirkungen).

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PES/UDI: Molybdän: (Molybdän ist Bestandteil von Enzymen und ist bakteriostatisch)

UDB: Flour + Silizium: (Flour verleiht den Zähnen und Knochen eine Festigkeit, da es sich sehr gerne mit Kalzium verbindet und es danach härtet. Allerdings ist eine separate Einnahme oder Anwendung nicht zu empfehlen, besonders nicht bei Teetrinkern da diese genug Flour vom Tee aufnehmen. Flourisierung von Trinkwasser ist sogar schädlich, und es war eine willkommene Aktion damit die Industrie ihre Abfallprodukte aus der Flusssäureindustrie loswerden konnten indem sie es einfach ins Wasser spülten da es angeblich „essentiell“ sei.). (Silizium verleiht Haaren und Nägel Festigkeit und es hat damit eine mechanische Schutzfunktion. Eine separate Zuführung ist nicht notwendig da ausreichend Silizium in Glasflaschen ans Wasser abgegeben werden, zusammen mit der üblichen Nahrung).

UAN/WTRZ:  Kobalt ist Bestandteil von Cobalamin (B12)

AES/PES: Chrom 

UAN: Rubidium (Kommt überall in ausreichender Menge vor, Mangel daher kaum möglich aber auch Überosierung ist unwahrscheinlich.)

ALL: Reaktive Metalle: Platin, Gold, Arsen, Cadmium, Zinn u.a. : Sie dienen den Enzymen als Metalkern und sind daher Bestandteil von Enzymen. Allerdings wird nur eine sehr geringe natürliche vorkommende Menge benötigt und in einer möglichst natürlichen Form. „Schwermetalle*“ sind nicht pauschal „giftig“ das ist ein Märchen aus der Schulmedizin, sie sind nur giftig wenn in unnatürlich hoher Dosis eingenommen und/oder wenn es in einer sehr giftigen Form eingenommen wird, also z.B. Arsenik (mit viel Sauerstoff oxidiert) anstatt natürliches Arsen. Die Industrien zerstören das natürliche Gefüge dieser hochreaktiven Metalle indem sie die Metalle in ihrer natürlichen Form „berauben“, und danach werden diese Metalle agressiv und für den Körper gefährlich. Siehe „Mikrokosmos-Intelligenz“ es wird in den nächsten Tagen addiert. *Der Begriff „Schwermetal“ ist irreführend da es nicht die Natur dieser Metalle ist, die Natur dieser Metalle ist dass die reaktiv sind, deswegen gehören sie nach meinem Wissen der Kategorie „Reaktionsmetalle“ an. Nicht alle Reaktionsmetalle sind aber mit gleicher Reaktivität und manche könnten auch „ersetzbar“ sein sofern ein besseres Metal derselben Klasse vorhanden ist. Hochreaktiv ist z.B. Platin und Arsen, beides ist enzymatisch essentiell. Blei ist aufgrund Industrieller Verschmutzung in so einem hohen Übermass vorhanden dass es toxisch wirkt und nicht mehr als essentiell angesehen werden kann, es hat mehr als der Körper braucht. Quecksilber ist wie Blei ebenfalls ein Metal mit welchem die Umwelt derart massiv verschmutzt wurde dass ein Übermass davon existiert, ausserdem in der falschen (unnatürlichen) Form welche sehr schädlich ist.

7. ALL: Enzyme:

Inwiefern der Körper sie alle von aussen aufnehmen kann ist zwar fraglich, aber pseudorationale Behauptungen dass sie kurz nach Eintritt in den Magen „zerstört“ werden ist utopisch wenn man weiss wie beständig manche Enzyme in Verbindung mit organischem Material und Wasser sein können. Deswegen werden viele von denen auch benutzt um z.B. Die Waschkraft in Waschpulver zu verstärken und sie überleben selbst einen Waschgang und Langzeitlagerungen. Schweinen wird ausserdem teilweise (konventionell) das Enzym Phytase dem Futter zugesetzt um die Verdauung von Phosphaten zu erhöhen, damit die sehr problematische Schweine-Gülle/Jauche etwas entschärft wird aber vorallem damit der Nährwert erhöht wird infolge besserer Resorption des Futters. Gäbe natürlich noch mehr Beispiele über die Nutzung von Enzymen aber das hier ist eine reine Informationssite über die wichtigsten Bereiche und kein Buch.

Beschreibung: Ein Enzym ähnelt dem Aufbau von Eiweiss und besteht aus diversen Aminosäuren. Es wird oft als eine „Art von Eiweiss“ bezeichnet weil es einen ähnlichen Aufbau hat aber er ist kein klassisches Eiweiss denn ein Enzym ist reaktiv, und nicht passiv. Als ein reaktiver Stoff beinhalten Enzyme katalytische Fähigkeiten, also sie können Stoffe umwandeln und oder eine Umwandlung stark beschleunigen. Ohne Enzyme ist z.B. eine Verdauung so gut wie unmöglich und der Zelltransport würde auch verunmöglicht werden, also selbst das Wachstum und Regeneration wäre unmöglich. Ohne Enzyme würde jedes Lebewesen augenblicklich sterben, sie sind daher „fatal essentiell“ wenn man es mal auf den Punkt bringen möchte. Ein Enzym hat in der Mitte ein hochreaktiver Metalkern und ist umhüllt von einer eiweissähnlicher Substanz. Normales Eiweiss ist lediglich ein Baustoff, diese sind nicht aktiv katalytisch noch sind sie reaktiv. Es wurde schon behauptet dass ein Enzym darüber entscheiden kann ob man an Krebs oder Herz/Kreislauf erkrankt und die Antwort darauf ist: Das ist tatsächlich möglich da Enzyme bei fast allen biochemischen Vorgängen beteiligt sind. Ein Enzym lebt im Körper mehrere Monate, wahrscheinlich sogar viel länger aber das enzieht sich der momentanen Wissenschaft.

Es sind momentan rund 2000 Enzyme bekannt, es besteht die Annahme dass es aber etwa 20 000 davon gibt, also 90% sind vermutlich noch unbekannt. Eine Auflistung ist nicht möglich, das sprengt jeden Rahmen. Gut zu wissen ist allerdings dass z.B. Ananas enzymatisch sehr gehaltreich ist und der Gehalt ist derart stark dass eine direkte verdauungsfördernde Eigenschaft als erwiesen gilt. Es gibt auch viele andere Früchte und Gemüsearten welche aussergewöhnlich viele Enzyme beeinhalten aber es ist noch Gegenstand der Forschung. Klar ist, je besser die Pflanze gezogen wurde (am besten wild) desto höher ist der Gehalt jeglicher Vitalstoffe.

8. Iridoide (sekundäre Pflanzenstoffe):

9. Aminosäuren (essentiell):

10. Hormone:

Da die Meisten im Prinzip nicht von aussen zugeführt werden müssen gehören sie zur Kategorie „nicht essentiell“ aber es kommt dennoch natürlich in vielen Pflanzen vor und in der Natur ist nichts grundlos. Es ist allerdings möglich dass bestimmte Glückshormone (z.B. Serotonin) welche von aussen zugeführt werden auch ein Effekt auf den Körper haben. Auch andere natürliche Hormone welche von aussen durch die Nahrung zugeführt werden klönnen ein Effekt auf den Körper haben. Dabei ist zu sagen dass es in der Natur fast immer nur weibliche Hormone gibt.

Es kamen schon lustige Aussagen zustande dass sofern man zuviele weibliche Hormone isst (z.B. durch die Soyabohne) dann wird ein Mann möglicherweise impotent. Das ist natürlich Propaganda-Sülze (also gezielte Desinformation) damit das „starke Geschlecht“ wieder kräftig das leider oft minderwertige Fleisch verspeist. Allerdings gibt es so viele Widersprüche: Ein grosser Widerspruch ist dass alle Masttiere (sämtliche Masttiere, egal welche) massiv Soya zu fressen kriegen und nicht nur Soya sondern hochgezüchtete und supermodifizierte Gentech-Soya. Bei Labortests haben Ratten infolge Gentech-Food nachweislich „Hirn verloren“ und wurden langsam „impotent“ (sowohl bei männlichen wie auch weiblichen Tieren), dieses kann sich auch auf den Menschen übertragen indem er das Fleisch wo jegliches Gentech-Soya in konzentrierter Form Teil der Nahrungskette darstellt, verspeist wird. Dadurch ist diese Propaganda zum Teil sogar wahr, allerdings ist die Wahrheit viel schlimmer als man es sich vorstellen könnte und es hat nichts mit Hormonen zu tun sondern mit Gentech. Auch ist es so dass ein Fleischesser infolge dieser Nahrungskette teils sogar mehr hormonell aktive Stoffe aufnehmen könnte als ein eingesessener Soyabohnen-Veggie. Denn die Hormone welches ein Schlachttier gefressen hatte verschwinden nicht einfach Hokuspokus vom Fleisch, das kann jedes Labor bestätigen, dazu gibt es ja die Labortests für alle die ungläubig sind. Hormone können zwar abgebaut werden, aber das geht nicht von heute auf morgen und Schlachttiere haben ein oft sehr kurzes Leben. Infolge des Fleischkonsums werden diese Stoffe also massiv aufgenommen und an und für sich hat absolut jedes weibliche Tier auch ein Anteil weiblicher Hormone und das ist ebenfalls im Fleisch enthalten. Grundsätzlich wird in der industriellen Fleischproduktion

massiv Hormone eingesetzt um das Wachstum anzukurbeln, also der im Fleisch vorhandene Hormon-Mix haut teils den härtesten Testosteron-Ochsen um wenn er es mit dem Konsum übertreibt. Eine Deklaration gibt es nicht, denn es ist eine normale „Praxis“ dass man im nicht-BIO Bereich mit Hormonen behandelt.

Um aber wieder zum Status Quo und dessen Wahrheit zurückzukommen. Gentech kann einem tatsächlich mit Impotenz und Schwachsinn bestrafen, nicht aber ein paar natürliche Frauenhormone welche in der Natur sehr häufig vorkommen, sowohl bei Pflanzen wie auch im Fleisch. Das ist im Labor problemlos nachweisbar auch wenn ein Grossteil der Menschen nichts darüber weiss und oft Mühe haben die Warhrheit zu erkennen. Es gibt zuviele Beweise dass ein paar Frauenhormone den Mann sogar positiv begünstigen. Erstens muss gesagt werden dass ein männlicher Körper nicht bloss männliche Hormone erzeugt, sowas zu behaupten ist ansich bereits eine schwachsinnige Behauptung. Der männliche Körper generiert ebenfalls einen geringen Anteil an weiblichen Hormonen, in seinem Körper allerdings überwiegen die männlichen Hormone im Anteil. Die optimale Balance bestimmt die optimale Funktion des männlichen Körpers. Da der männliche Körper aber manchmal sogar zuwenig weibliche Hormone produziert sellt sich oft ein bereichendes Gefühl ein sobald er welches davon aufnimmt. Natürliche weibliche Hormone sind auch in Bier enthalten und Bier ist vorallem bei Männern sehr beliebt und das hat durchaus seine Gründe. Hingegen der weiblîche Körper stellt ebenfalls ein geringer Anteil von männlichen Hormonen her und reagiert viel sensibler auf Testosteron als der männliche Körper. Daher ist dieser Körper ein regelrechter „Testosteron-Junkie“ und es ist eben nicht so dass es nur Östrogen braucht. Werden dem Körper aber natürliche weibliche Hormone zugeführt dann kann der Körper damit umgehen und ein mögliches Übermass relativ einfach „ausbalancieren“, das stellt absolut kein Problem dar. Insofern können sowohl Bier wie auch Soya u.a. je nach Lust und Laune genossen werden, bei manchen hat es sogar einen positiven Effekt.

Es ist allerdings nie empfehlenswert wenn man sich zu einseitig ernährt, das gilt auch für Hardcore-Veganer die viel Soya essen. Ausserdem sollte Soya immer fermentiert sein, das ist allerdings bei allen traditionell hergestellten Soyaprodukten aus BIO Produktion der Fall. Auch muss man sagen dass das Gentech-Problem sehr hoch ist und ohne BIO läuft nix. Ansonsten kann ich dem Video im Prinzip zustimmen, obwohl es bei einer ausgewogenen Ernährung die nicht nur aus Soyaeiweiss besteht sondern auch aus Bohnen/Linsen u.a. kein übermass an natürlichen Hormonen geben sollte. Extrem einseitige Ernährungen sind sowieso nie empfehlenswert also ist diese Thematik eigentlich absurd den man sollte selbst als Veganer das Eiweiss nicht aus mehr als 25% Soya decken. Ist auch absolut nicht notwendig, auch Linsen und Bohnen u.a. haben sehr viel Eiweiss. Wie gesagt muss nochmal offengelegt werden dass fast alle konventinellen Masttiere massiv mit weiblichen Hormonen in Kontakt kommen da sie teilweise damit gepusht (selbst wenn es illegal wäre) werden aber vorallem auch weil sie tonnenweise Gentech-Soya fressen denn diese Hochleistungsmasttiere haben ein sehr hoher Eiweiss und Kraftfutterbedarf da sie speziell für die Mast hochgezüchtet wurden, selbst Milchkühe fressen tonnenweise Soya. Also ist das mit dem „fernbleiben“ weiblicher Hormone fast schon Science Fiction, ausser man isst weder Soya noch sehr viele andere Pflanzenarten, noch konventionelles Fleisch und auch keine Milch und Milchprodukte aus nicht BIO Produktion. Also so einfach ist es nicht dem auszuweichen falls Bedenken vorliegen auch wenn es theoretisch möglich ist. Wobei ein Nullwert in der Natur utopisch ist, aber ein Minimalwert ist sicher realistisch.

Meine persönliche Empfehlung für Veganer ist allerdings dass sie ca. 25% des Eiweisses mit Soya decken, 25% mit Mandelmus/pürre, 25% mit Bohnen/Linsen und 25% mit anderen Lebensmitteln (Getreide, Amaranth, Quinoa, Hanfsamen, Chlorella Algenpulver u.a.). Vegetarier haben noch andere Eiweissquellen, da wirds einfacher.

Achtung: Nimmt man jedoch Bisphanol A zu sich, ein gefährlicher hormonähnlicher Weichmacher, werden die Zellrezeptoren im Körper gestört da sie mit dem unnatürlichen Stoff nichts anfangen können. Allerdings hat es eine ähnliche Beschaffenheit wie weibliche Hormone, die Rezeptoren spielen also verrückt ohne dass sie diese Information richtig verarbeiten können. Sie wissen nicht was sie mit diesem Stoff anfangen sollen also verbleibt er bis zur Entgiftung sehr lange im Körper und kann dort sowohl bei Mann wie auch Frau langsamen Schaden anrichten. Auch die Frau bleibt nicht verschont denn selbst für ihren Körper ist dieses hormonähnliche Substanz ein Fremdkörper und verursacht negative Reaktionen. Dieser Stoff muss daher unter allen Umständen vermieden werden, egal für welches Geschlecht.

Lebendige Nahrung

Heutzutage sind wir es uns gewohnt dass nahezu alles praktisch keimfrei ist oder keimfrei gemacht wurde. infolgedessen wird unser Immunsystem auch immer weniger damit konfrontiert und verliert langsam die Fähigkeit diverse natürliche Keime effektiv abzuwehren. Die Folge davon ist dass selbst im Normalfall harmlose Keime in bescheidener Menge den Körper gefährlich angreifen könnten und immer mehr Menschen panische Angst bekommen.

Ich erinnere mich noch an diese „Gurkenkrise“ welche wir hatten, wo halb Europa davon betroffen war und am Ende wurde rausgefunden dass Soyasprossen die Übeltäter waren, wobei das betroffene Bakterium an und für sich in jedem Kuhmist vorkommen kann und bei einem gesunden Menschen keine Gefahr darstellt. Der Keim war nicht einmal extrem resistent gewesen da es in einem BIO Betrieb „ausgebrochen“ war, selbst die Hygiene war anscheinend gut, es war einfach Pech gewesen. Dennoch, würden Menschen nicht praktisch keimfrei essen, hätte der Keim keine Chance gehabt gegen den gesunden Organismus, es waren auch nur ältere und stark geschwächte Leute ensthaft daran erkrankt oder sogar gestorben, nicht aber völlig gesunde Menschen.

Wie auch immer, der Grund allen übels ist meiner Ansicht nach die chronisch keimfreie Ernährung, der Körper kriegt keine ausreichende „Abwehrsamples“ mehr um die richtige Abwehr für den Ernstfall vorzubereiten.

Lieferant:

Nun versuche ich mal zu sagen wie es effektiv „geboostet“ werden kann: Die wichtigsten Lieferanten von gesunden Basiskeimen sind allerlei Rohmilchprodukte, jegliche Früchte/Gemüse und auch roher Fisch (Sushi/Lachs), allerlei ungeröstete Nussarten sowie alle Arten von Müsli. Ebenfalls zu dieser Sorte fermentierte Lebensmittel gehört Essig, die für uns eher exotische Soyasauce, -Fischsauce und den absolut exotischen Pu Erh Tee. Allerdings sollten alle Arten von rohen Nuss und Getreidearten nie mit Salz und am besten mit Honig konsumiert werden, kein Industriezucker! Früchte und Gemüse sollten zwar gut gewaschen werden sollten aber nicht zwingend erhitzt. Falls es erhitzt wird, sollte man es nicht übertreiben. Ausser es ist z.B. eine Aubergine, die ist roh natürlich giftig, ausserdem das Kochwasser salzen, nach dem Kochen wegschütten und noch ein wenig weiterköcheln lassen. Allgemein sollte man die Balance beachten, weder alles roh noch alles gekocht, beides hat Vor und Nachteile und kann sich ergänzen.

Beim Korn ,Bohnen und jeglichen Samen ist es so, grundsätzlich ist es von Vorteil wenn es im Wasser gekeimt wurde, dadurch wird es leichter verdaulich und es wird anfermentiert d.h. mikrobiologisch angereichert. Die Samen dabei immer vollständig mit Wasser zudecken um Schimmelbildung zu verhindern! Ausserdem ist es hilfreich Sauerteigbrot zu essen welches eine gewisse Lagerzeit hatte, auch das ist ein Lieferant von wertvollen Keimkulturen (ich spreche hier von Kultur da es mit Absicht „angekeimt“ wurde).

Allgemeines Keimwissen:

Es gibt zwar gute und schlechte Keime, allgemein gesehen ist es aber so dass es nie vollständig voneinander abgetrennt ist, denn sowohl die guten wie auch die schlechten Keime leben in der Atmosphäre und sind nahezu überall anzutreffen wo es auch gute Keime gibt. Dass man dies vollständig voneinander trennen kann ist eine Illusion. Die schlechten Keime sind auch nicht zwingend schädlich, denn der Körper muss lernen mit einer Mindestmenge von alleine fertig zu werden (mithilfe vom grundlegenen Immunsytem und Enzymen) ohne dass er einen Schaden davonträgt. Der andere Anteil der Abwehr wird uns zur Verfügung gestellt von den „guten Keimen“. Die guten Keime, eines davon ist das berühmte Milchsäurebakterium und im Darm hat es tonnenweise andere gute Keime. Sie sind in einem ständigen Konkurrenzkampf mit den schlechten Keimen und solange sie effizient und hart konkurrieren ist es für die schlechten Keime äusserst schwer sich zu vermehren, und diese schlechten Keime sind bei einer ausgewogenen Keimbalance nicht dominant, und daher grundsätzlich nicht gefährlich.

Käse:

Käse ist eines der faszinierendsten Lebensmittel die ich kenne, es ist eines der wenigen „extrem fermentierten“ Lebensmitteln mit einem unheimlich grossen positiven Keimpotential, allerdings ist Käse eben nicht gleich Käse… es gibt meilenweite Unterschiede. Beim Käsekauf immer darauf achten dass es Rohmilchkäse ist. Also z.B. ein gut gelagerter Rohmlichkäse hat eine ausgewogene Keimbalance und kann diese Balance mehr als ein Jahr problemlos halten und dabei immer noch essbar sein.

Wenn man aber ein pasteurisierter Käse zu lange lagert wird das Lagerverhalten bereits instabil, manche Käse sind auch sehr lange lagerfähig und andere können urplötzlich „kippen“, dabei ist es so dass gewisse Fäulnissbakterien anfangen zu dominieren und die guten Bakterien verdrängen, danach kippt die Balance ins Negative und der Käse wird ungeniessbar. Es ist nicht zwingend eine Frage das Wasseranteils, es gibt auch Käse mit hohem Wasseranteil die erstaunlich lange lagerfähig sind ohne mikrobiologisch ins Negative zu kippen. Sofern man bestimmten Käse lange lagern möchte, dann sollte man ihn aus der Packung nehmen und in eine gesalzenes feuchtes Tüchlein oder Küchenpapier einwickeln, dadurch trocknet er nicht aus und beugt auch Schimmelbildung vor. Ab und zu das Medium waschen/auswechseln, neu wässern und salzen… Pflege ist der Schlüssel zur Haltbarkeit. Ich achte bei Käse nie aufs Datum (falls es überhaupt eins hat, viele haben keines) das ist nur für Laien. Deswegen kann ich auch ziemlich gut sagen was inwiefern geht oder nicht geht, da ich nahezu alles probiert habe mit grossen Erfolgen.

Meine Schlussfolgerung ist einfach dass die „guten Keime“ viel empfindlicher auf schlechte Veränderungen sind als die „schlechten Keime“ und dass man generell alles möglichst sorgältig und sauber verarbeiten sollte, das Rohmaterial aber in keinster Weise verändert (auch keine Erhitzung). Dadurch ist die Chance dass die guten Keime überleben am grössten, hingegen die schlechten Keime sind bei sauberer Verarbeitung und hochwertigem Rohmaterial sehr gering und daher harmlos. Es ist also eine reine Qualitätsfrage ob man erhitzen muss oder nicht.

Bei „räsem“ Käse ist es grundsätzlich so, dass der Fettanteil als Geschmacksträger fehlt und dieser „Durchfallgeruch“ für die meisten als eher abschreckend angesehen wird. Ich würde dem zustimmen, viel interesanter ist ein enorm gelagerter Käse mit vollem Fettanteil welcher weit über 1 jahr auf dem Buckel hat, dieser Käse wird die wahren Gerüche liefern welche Käseliebhaber so begehren. Aber diese 1+ Jahr-Kaliber sind leider eine enorme Rarität im Nicht-Extrahartkäsebereich (z.B. Appenzeller). Sie bedürfen enormer Pflege und nur Experten unter den Käsereien (auch Individualisten http://www.srf.ch/player/tv/aeschbacher/video/jakob-frei?id=2800bdc7-5bb0-49c8-873e-727c2ed5f8a3 welche Privat herstellen) verfügen über diese „Prachtstücke“, sie sind aber die komplexesten Käse die es gibt mit wertvoller Mikrobiologie.

Milch:

Bei der Milch im allgemeinen ist es so, dass, solange die Milchsäurebakterien dominieren, ist sie geniessbar, auch wenn sehr lange gelagert (siehe Joghurt mit ähnlichem Verhalten). Sofern die Milch aber homogenisiert wurde dann enzieht man den Milchsäurebakterien bereits eine wichtige Grundlage, die natürliche Fettstruktur wovon sie sich „ernähren“. Ein natürliche Milch ist für diese Bakterien enorm wichtig. Das pasteurisieren ist auch nicht optimal aber die Milchsäurebakterien scheinen ein  ein kurzes erhitzen auf 70 C grösstenteils zu überleben und ausserdem kommen auch neue dazu sofern die Milch nicht homogenisiert wurde.

Bei homogenisierter Milch ist es leider so, dass diese Milch derart stark verarbeitet wurde (z.B. zuerst in Magermilch und Rahm getrennt, danach wieder zusammengefügt unter extremen Bedinungen) dass fast alle guten Keime sterben und auch danach wird diese Milch für gute Keime „uninteressant“ da eine natürliche Konsistenz nicht mehr gegeben ist und die guten Keime werden damit nicht fertig. Das heisst, die homogenisierte Milch wird sehr lange stabil bleiben und nicht sauer werden (denn die Säure wird von den guten Bakterien produziert, ist daher grundsätzlich harmlos), aber irgendwann wird es plötzlich kippen, wenn sich dann die schlechten Fäulnissbakterien niederlassen. Der ersten Grad der Verunreinigung mit Fäulnissbakterien ist nicht unbedingt mit dem „meist schlechten“ menschlichen Geruchssinn feststellbar, also geht man davon aus dass die Milch noch einwandfrei sei, aber das muss nicht sein. Erst wenn ein höher Grad der Belastung stattfindet wird es von den meisten Menschen als unangenehmer fauliger Ammoniakgeruch bemerkt. Falls es soweit ist dann ist es bereits gefährlich aber es war vermutlich bereits vorher gefährlich gewesen.

Wieso wird also homogenisiert? Damit es grundsätzlich länger haltbar ist und dem Konsumenten vorgetäuscht wird dass die Milch noch „einwandfrei“ ist, selbst wenn es gar nicht der Fall ist. Ich distanziere mich daher von diesem Verarbeitungsverfahren und es wäre nicht schlecht wenn viele Konsumenten es auch etwas skeptischer anschauen würden. Ich empfehle also vermehrt nach einer Alternative zu suchen (ev. direkt aus der Molkerei besorgen wo noch nicht homogenisiert wurde).

Essig:

Essig ist eine Base d.h. es kann helfen überschüssige Säure im Körper zu neutralisieren (z.B. bei Menschen mit Gicht), generell essen wir heutzutage zu sauer und Essig ist sehr wertvoll um unser übersäuertes Essverhalten auszugleichen, daher ist es eine sehr wertvolle Ergänzung. Meistens wird mit Salat gegessen aber es ist ebenfalls sehr köstlich um damit ein guter Fruchtsaft abzurunden, es gibt dem Fruchsaft etwas mehr pepp und reichert den Fruchtsaft zusätzlich an (ähnlich wie Posca, allerdings war http://de.wikipedia.org/wiki/Posca  mit Wasser). Vorallem frisch gepresster Fruchtsaft mit einem Löffelchen gutem Essig ist sehr hochwertig und auch schmackhaft. Allerdings sind eher fruchtige Essigarten dazu eher geeignet, vorallem Apfel, Erdbeer und Himbeeressig ist ideal als Getränkzusatz. Kräftigere Essige (z.B. Weinessige wie Balsamico) sind für Salat besser geeignet,… probieren geht über studieren. Essig ist praktisch ewig haltbar und das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nur ein Anhaltspunkt aber keineswegs als „ultimativ“ anzusehen. Bestimmte Essige sind je nach Lagerung problemlos mehrere Jahrzehnte geniessbar, mehr als 10 Jahre würde ich aber keinen lagern (ist sowieso vorher weg). Je besser das Rohmaterial + Fermentation desto besser die Haltbarkeit + Nährwert. In Österreich  wird generell kein Haltbarkeitsdatum auf ein Essig gedruckt, weil sie es offenbar als nicht notwendig erachten oder auch als schwer definierbar.

Soyasauce:

Hier gibts leider viele gepanschte Fälschungen die mit den echten fermentierten Saucen nix gemeinsam haben. Die billigste richtig fermentierte Sauce ist die „Kikkoman“, die beste ist aber meiner Meinung nach die  von Soyana. Diese Sauce ist in Japan hergestellt, für eine noch bessere wird man lange suchen müssen. Ob eine sehr lange Lagerung von Soyasauce eine geschmackliche oder mikrobiologische Verbesserung bringt kann ich nicht sagen da es darüber soviele Ansichten gibt. In den Augen vieler Chinesen ist „je älter desto besser“, dies gilt besonders auch für Soyasauce. Meine persönliche Meinung und die Meinung der vermutlich meisten Japanern besagt dass die Soyasauce in etwa vergleichbar mit optimal gereiftem Wein ist. Sie ist zwar viele Jahre lagerfähig ohne nennenswerte Qualitätsverluste, allerdings ist eine Verbesserung der Qualität unwahrscheinlich und reine Glaubenssache.

Fischsauce:

Bei uns hauptsächlich beim Asiat erhältlich, mit Sardellen hergestellt und meistens aus Vietnam oder Thailand. Ist ein fermentiertes Fischprodukt und aufgrund des hohen Salzgehalts ähnlich lange wie Soyasauce haltbar. Sie kann in der Küche, wie auch die Soyasauce durchaus das normale Kochsalz ersetzen oder eine willkommene Abwechslung darstellen und ist dabei mikrobiologisch hochwertiger. Es gibt natürlich viele Qualitäten, je weniger Zutaten desto hochwertiger. Es sollte nur Sardellen + Meersalz enthalten, alles andere ist Panscherei.

Pu Erh Tee:

Das ist ein viel zu grosses Thema um auch nur das allerkleinste abzudecken aber ich möchte nur grob sagen um was es geht und welche Fermentationseigenschaften man erwarten kann. Pu Ehr ist grob in 2 Hauptkategorien einteilbar, den Sheng (lebendig) und den Shou (gereift) Pu Erh.

Sheng: Dieser Pu Ehr ist möglichst naturbelassen, wird daher auch als lebendig angesehen (gemäss dem Ausdruck). Man verzichtet hier auf künstliche Fermentationsvorgänge sondern versucht lediglich den Tee für die abschliessende Nachfermentation optimal vorzubereiten. Diese Nachfermentation kann sehr lange dauern wo sich der Tee entwickeln wird. Man sagt dass das Optimum bei etwa 20 Jahren liegt sofern es mit Stein (traditionell) gepresst wurde. Falls es per Maschine gepresst wurde ist der Tee viel dichter (daher auch „Eisen-Cake“ gennant) und man nimmt an dass das Optimum bei diesen ungefähr 30 Jahre ist. Dieser Tee hat hohes Alterungspotential und kann auch mikrobiologisch deutliche Veränderungen erleben.

Der Verarbeitungsprozess ist ungefähr so:  Pflücken>Stabilisieren>Trocknen>Maocha>Anfeuchten und Pressen>Starke Nachfermentation

Shou: Dieser Pu Ehr wurde künstlich mit einer Art „Nasslagerung“ in eine Schnellreife versetzt. Dieser Prozess ist schwierig zu kontrollieren da sehr viele Mikrorganismen daran beteiligt sind und auch eine negative Schimmelbildung ist möglich und falls der Produzent zuwenig Erfahrung hat kann es auch schiefgehen und schlechte (schlimmstenfalls auch schlecht für die Gesundheit) Resultate liefern. Ein guter künstlich vorfermentierter Shou kann aber durchaus von hoher Qualität sein und ist meistens etwas kräftiger und erdiger im Geschmack als ein Sheng. Das Alterungspotential ist gering, es mag aber sein dass bestimmte störende Aromastoffe mit der Lagerung verschwinden können, daher eine mögliche Verbesserung. Eine Nachfermentierung (mit mikrobieller Anreicherung) ist auch möglich, allerdings mit eher schwachem Potential. Das mögliche Optimum ist mit etwa 10 Jahren Lagerzeit erreicht, danach ist eine Verbesserung sehr unwahrscheinlich.

Der Verarbeitungsprozess ist ungefähr so: Pflücken>Stabilisieren>Trocknen>Maocha>Nasslagerung mit Vorfermentation>Feucht Pressen>Geringe Nachfermentation

Nachwort zu schlechten Keimen: Der Staphylococcus aureus ist einer der bekanntesten „schlechten Keime“. Er hat das Potential gegen fast alle Antibiotikas resistent zu werden, kurz MRSA (also eine Multiresistenz gegen nahezu alle Antibiotikas). Aureus ist auch in Krankenhäusern einer der häufigsten MRSA Keimen mit denen man infiziert werden kann, unter anderem auch mit Operationsinstrumenten. Falls Immunsystem der infizierten Person zu schwach, kann es dazu führen dass bei einem Befall ganze Gliedmassen amputiert werden müssen, schlimmstenfalls auch der Tod.
Bei einem Untersuch wurde festgestellt: Bei einem Schweinebetrieb wo ständig mit Antibiotika behandelt wurde, waren 60% der Keime im Status MRSA (also kaum totzukriegen) während in einem anderen Betrieb wo nicht ständig mit Antibiotika behandelt wurde, waren nur 5% der Keime im MRSA-Status. Das heisst dass eine vorsorgliche und chronische Behandlung die Hauptursache von MRSA ist und z.B. in BIO Betrieben wo es nur akut eingesetzt wird ist MRSA praktisch nicht vorhanden, je nachdem sogar völlig inexistent. In Krankenhäusern wird praktisch immer mit Antibiotika behandelt, daher sind dort nahezu alle Keime im Status MRSA, und dies macht sie auch gefährlich. Gesunde Menschen sollten also nicht mehr als nötig diesen Ort aufsuchen. Das Hauptproblem der Krankenhäuser ist der dass sie versuchen das gesammte Krankenhaus chronisch „totzumachen“ von Keimen, sowas ist unrealistisch. Stattdessen sollte nur der akute Operationsbereich steril gehalten werden und nicht auf übertriebene Art und Weise überall vorsorglich behandelt. Eine differenziertere Denkweise würde viel positives bewirken, würde ich sagen.
Lebensmittelbefall: Solche Keime kommen auch auf Lebensmitteln vor, infolge unseren industriellen Produktionsmethoden wird immer mehr mit MRSA Keimen kontaminiert. Eine sehr gute Küchenhygiene ist nahezu Pflicht denn es reicht aus wenn man mit den rohen Lebensmitteln in Kontakt kommt für eine Infektion, es muss nicht zwingend eingenommen werden für eine Ansteckung. Allerdings stellen MRSA Keime nur dann eine akute Gefahr dar wenn jemand zusätzlich geschwächt ist mit schlechtem Immunsystem. Jedoch könnten sich MRSA Keime auch auf und in gesunden Menschen vermehren und dort zu einer inaktiven Gefahr werden. Dies kann eines Tages „ausbrechen“ sofern der Mensch eines Tages geschwächt ist und es könnten alle Antibiotikas versagen. Daher wie gesagt, billige industrielle Herstellungsmethoden wo ständig und überall mit Antibiotika behandelt wird ist als kritisch anzusehen.
Vorkommen solcher Keime: Aureus ist einer der schlechten Keime welcher fast überall vorkommt, er ist Teil der Umwelt und kann sich auch fast überall „niederlassen“. Sofern er bei einem gesunden Menschen auf den Körper trifft durch Haut, Luft oder Nahrung, ist es aber völlig harmlos da der Körper damit klarkommt ohne jegliche Bedrohung. Etwa 30% der Menschen sind ständiger Träger von Aureus. Wobei man sagen muss, er ist eines vieler Fäulnissbakterien und hat die Funktion den natürlichen Kreislauf in der Natur zu gewährleisten. Mit „schlecht“ meine ich, dass es für den Menschen zur Gefahr werden kann unter bestimmten Umständen. Aureus, wie alle anderen schlechten Keime, wird zum einen von der körpereigenen Barriere (z.B. die Haut, Schleimhäute) und Immunsystem (beinhaltet auch den Säureschutzmantel und gute Keime), und zum anderen im allgemeinen von konkurrierenden Keimen eingedämmt oder verdrängt. Solange Aureus kein MRSA aufweist oder geringere Resistenzen ist auch eine mögliche Infektion mithilfe von Antibiotika zu bewältigen. Für gesunde Menschen ist er nur dann eine Gefahr wenn er infolge eines bereits erkrankten Menschen oder eines stark kontaminierten (also im Bereich faul oder verdorben) Lebensmittel in exorbitanter Menge auftritt, dies wirkt „ansteckend“. Bei einer natürlichen Keimbalance kann Aureus nicht dominieren und auch keine Gefahr werden. Für die Ernährung ist nur von Belang, dass alle Lebensmittel welche ein positives MRSA Potential aufweisen könnten (z.B. Fleisch aus konventioneller Haltung) mit hoher Hygiene behandelt werden müssen. Dies heisst aber nicht dass Keime generell schlecht wären für die Ernährung, das Problem ist nur dass die Industrie aus vielen einst natürlichen und meist harmlosen Keimen potentielle „Superkeime“ hingezüchtet hat, diese stellen tatsächlich ein Problem dar. Von daher ist es wichtig, falls man gerne „fermentiert“ (also mit lebenden Mikroorganismen) essen möchte dass diese Lebensmittel auch von besonderer Qualität sind, von allem anderen kann ich abraten. Bei qualitativ hochwertigen Produkten kommen Keime wie Aureus nur selten vor, er ist vorallem ein Problem minderwertiger und kontaminierter Lebensmitteln.

BIO Lebensmittel

BIO wurde ja in der Schweiz bereits schon zum Unwort des Jahres ernannt, und das ist durchaus begründbar. Nirgends wird prozentual soviel BIO verkauft wie in der Schweiz, also die Schweizer sind weltweit ein wichtiger Absatzmarkt. Deswegen ist diese Bezeichnung hier auch etwas von hoher Bedeutung und es ist wichtig dass der Name nicht seinen Ruf verliert sondern auch wirklich für das steht was man von diesem Namen erwartet oder erwarten darf. Leider wird dieser Namen immer mehr für reines Marketing missbraucht und das Image dieses Namens wird oft auf die Probe gestellt, denn dieser Name ist beim Verkauf Gold wert. Sobald BIO drauf steht steigert sich der Wert in den Augen der meisten Konsumenten. Also sind sie bereit mehr zu bezahlen und das nutzen vorallem die Grossverteiler aus, nicht immer mit ganz astreinen Mitteln.

Was bedeutet BIO (organic) und was bedeutet es nicht?


Um das genauer zu verstehen muss man zuerst mal erwähnen dass BIO ansich keine geschützte Marke ist, man kann theoretisch absolut alles unter diesem Namen verkaufen, denn der Name ansich hat keine feste Richtlinien. Deswegen muss man ein Label haben welches auch durch klare Richtlinien definiert wurde und wo man bestimmte klare Richtlinien befolgen muss, damit es überhaupt eine Aussagekraft haben kann. Einige dieser BIO-Marken sind:


BIO Suisse: (die bekannteste im Schweizer Grosshandel). Wesentlicher Bestandteil ist das es Verboten ist chemische Stoffe und mineralische Düngemittel einzusetzen, ausserdem muss die Haltung Tierschutz-Konform sein. Auch Gentech ist bei diesem Label verboten, und die Ware muss grundsätzlich rückverfolgbar sein (also keine weltweiten Mischeinkäufe mit nahezu unbekannter Herkunft).
EU BIO Siegel: mit Blatt (die bekannteste in der EU) Etwa vergleichbar mit BIO Suisse was die Härte der Richtlinien anbelangt.
Demeter: Diese Marke basiert auf antroposophischen Richtlinien und ist immer BIO, selbst wenn nicht BIO draufsteht. Es ist grundsätzlich die strengste BIO Marke mit den härtesten Richtlinien. Es ist bis dato die einzige BIO Marke die auch das Homogenisieren der Milch verbietet, selbst Kühe ohne Hörner sind verboten, also absolut kompromisslos. Spezialfall: Aldi „Natur aktiv„: Diese Eigenmarke wirtschaftet grundsätzlich nach ähnlichen Richtlinien wie BIO Suisse und EU BIO Siegel, es sind oft Produkte die sogar direkt aus Betrieben stammen die ebenfalls die anderen beiden Marken herstellen, allerdings darf Aldi aus Rechtsgründen das BIO Suisse Label nicht verwenden.

Wieso aber ist BIO oft nicht so gut wie es sein sollte? Die Grundidee ist gut und sinnvoll jedoch aber mangelt es oft an der Umsetzung und die Richtlinien werden oft immer mehr verwaschen.


1. Beispiel: Es mittlerweile sogar Wildpilze BIO zertifiziert nur aus dem Grunde weil sie anscheinend „schonender“ gepflückt werden. Eigentlich sollte diese Tatsache selbsverständlich sein (und vom Staat und Jagdaufsicht mit aller Härte kontrolliert) und nicht ein Label voraussetzen, dennoch nett dass es jetzt auch für diese Begebenheit ein BIO Label gibt. Das Problem ist nur dass alle „Konventionellen“ danach meinen dass sie mit aller Härte die Pilze rausreissen können da sie sich ja nicht an sowas halten müssen und danach haben wir ein dummer Jojo-Effekt und das alles war danach leider für die Katz. Es ist halt ne Richtlinie die man besser als „Standart“ setzen sollte und nicht als ein „Special“.

2. Beispiel: Es werden Produkte zertifiziert die eigentlich immer BIO sind da bisher keine andere Methode verfügbar oder sinnvoll wäre. z.B. Pinienkerne oder Arganöl, beides stammt aus Bäumen die meines Wissens als kaum düngbar gelten (da sie gerne nährstoffarme Böden haben) und grundsätzlich keine chemische Behandlung erfordern. Auch ist die Produktion viel handarbeit das es mit Maschinen kaum möglich ist. Beim Arganbaum existiert hauptsächlich die Problematik der Echtheit des Öls aber dieses Problem muss in allen Fällen kontrolliert werden, egal welches Siegel es hat. Dies verschärft das Problem da man danach meint dass man nur noch bestimmte Marken kontrollieren muss. Aber ob es als BIO überhaupt stärker auf Echtheit kontrolliert wird ist nicht gesagt denn es ist nicht ein akuter Teil der Richtlinien Echtheit einer Ware zu garantieren. Diese Richtlinie müsste explizit aufgeführt sein und davon ist mir nichts bekannt.

3. Beispiel: BIO Milch und BIO Milchprodukte sind nicht genug kompromisslos und leiden an der nötigen Härte (Ausnahme Demeter). Die 2 (+Aldi) anderen BIO Siegel legen lediglich wert darauf dass es gut „gezogen“ oder „gewachsen“ ist, aber was danach bei der Verarbeitung passiert ist denen offenbar egal. Danach wird die „kostbare“ Milch in Magermilch und Rahm aufgetrennt und danach wieder zusammengefügt, was die biologische Beschaffenheit sofort stark entwertet und es wird danach immer noch als „BIO“ angepriesen, klar ein Problem mit der Begriffsdefinition die hier leider nicht kompromisslos genug einer klaren Richtlinie folgt. Gesundheitlich notwendig ist nur das Pasteurisieren (erhitzen auf 70 C) aus Sicherheitsgründen, aber das Homogenisieren dient einzig und alleine der Haltbarkeit und ist qualitativ entwertend. Fairerweise müsste man auch eine echte Pastmilch anbieten für alle Konsumenten die lieber eine nicht haltbare aber gesunde Milch haben wollen, aber es wird nicht getan da man die Bürger offenbar irgendwie bevormunden will. Frei nach dem Motto: Haben sie (kaum) eine andere Wahl akzeptieren sie unsere Konditionen, und das ist schlussendlich zu 99% auch der Fall. Optimal wäre: BIO Bewirtschaftung (leichte Kühe mit Hörner)–>Saanenland–>24h nach Melken verarbeitet–>70 C pasteurisieren–>Verkaufen. Nur wird man sowas nie finden, das ist einfach „zuviel des Guten“.


4. Beispiel: Kombination von vielen guten Aspekten: z.B. würde es noch besser sein wenn Aldi ihre Saanenland Milch noch mit BIO und Frische kombinieren würde, danach wäre sie schon nahe am Optimum wenn noch das Homogenisieren unterlassen wird. Aber man kriegt meist nur wenige Qualitätskriterien die gemäss den BIO Richtlinien sind oder nicht einmal eine BIO Richtlinie sind aber dennoch ein Qualitätskriterium. Der Konsumen kauft dann einfach das Beste aber viele wissen allzugut dass selbst das Beste nicht gut genug ist aber es gibt ja keine andere Option. Man könnte endlos viele Qualiätsfaktoren miteinander kombinieren um am Ende ein Diamant zu erhalten aber sowas möchte ja fast keiner (der produziert), denn es geht schlussendlich wie immer ums Geschäft und das ist der Grund wieso BIO oft an ihrem Image zu leiden hat.


5. Beispiel: Immer populärer werdende BIO-Kosmetik: Hier kann man nur wenigen Marken vertrauen, unter anderem Weleda und Lavera, das Meiste ist Fake weil gar kein richtiges BIO drin ist, es ist kein offiziell anerkanntes und geschütztes Label und man darf unter dem Namen verkaufen was man möchte. Einfacher ist es wenn man einfach eine Aleppo Seife verwendet, dann ist man mehr „BIO“ als man es mit den meisten anderen Kosmetik jemals sein könnte. Für Hautpflege reicht sogar pures Öl, Cremes sind meistens reine Marketinggags und nicht unbedingt notwendig und oft auch problematisch da es fast immer Parfümstoffe enthält welches empfindliche Haut irritieren kann. Parfüm ist nicht gesund, es ist eine reine Liebhaberei. Zum Glück geht der Industrie die zahlungswillige Kundschaft, vorallem Frauen, nicht aus und deswegen verdienen sie damit ja auch Milliarden. Grundsätzlich ist es halt so dass man für etwas selbstverständliches oft einen Mehrpreis verlangen möchte und irgendwo kann es oft in eine versteckte Preiserhöhung ausarten und möglicherweise auch spezielle Margen generieren. Also BIO sollte ja auch das wert sein was man dafür bezahlt und nicht „kaum Mehrwert bieten“.


Eine dritte allgemeine Problematik ist folgende: BIO bedeutet: Keine Kontamination mit Chemikalien und gute Haltungsbedinungen aber BIO bedeutet nicht Bodenqualität, Pflanzenqualität, Tiergesundheit/Tierart. Es wird lediglich von Demeter zum Teil beherzigt, da dort auch dem Boden und der Pflanze oder Tier besonderen Wert bemessen wird, und die Art auch entscheident ist.


Bodenqualität: Diese wird meist nur sporadisch kontrolliert, so nach „sichtweise“, wenn überhaupt. Fakt ist aber dass durchaus wissenschaftliche Methoden existieren um eine Bodenbelastung mit schlechten Stoffen genauer nachzumessen, dies wird aber grundsätzlich nicht getan. Die Folge ist einfach dass viele konventionelle oder unzertifizierte Pflanzen auch gute Qualität haben könnten falls sie ein guter Boden haben. Die allerbesten Sachen werden sowieso „unter der Hand“ verkauft und brauchen keine Werbung. Sie sind oft der BIO Qualität sogar überlegen obwohl sie kein Label haben. Das Beste braucht weder Namen noch Werbung, es wechselt die Hände ganz versteckt und ohne Namen. Oft geben sich die Bauer von Spezialprodukten aus Spezialstandorten nicht mal die Mühe es zu zertifizieren da ihnen sowieso alles aus der Hand gerissen wird, von dem wenigen dass sie davon haben. Grundsätzlich gilt: Korn oder Tiere die auf schlechterem Boden (vorallem Flachland) wachsen und grasen kommen leider nicht an die Qualität von Hochlandkorn oder Tiere ran… egal ob BIO oder nicht. Viel Ertrag verträgt sich schlecht mit hoher Qualität.


Pflanzenqualität: Um eine gute BIO Pflanze zu haben werden oft irgendwelche Kreuzungen oder dergleichen verwendet z.B. ein „Dinkel-Hybrid“ der eine schlechtere Kornqualität hat als ein echter Dinkel, dafür aber ein höherer Ertrag. Solche Sachen gibt es oft, es ist eben meistens nicht kompromisslos genug um die volle Qualität herauszukristallisieren. Deswegen hat BIO fast nie das volle Potential und ist oft nur unwesentlich „gesünder“. Man möchte meistens BIO produzieren ohne aber auf mehr Ertrag zu verzichten, denn der Konsument achtet ja meistens sowieso nicht drauf.


Tiergesundheit/Tierart: Meistens werden ganz normale und stark hochgezüchtete Tierarten verwendet wie das handelsübliche rosarote Hausschwein welches auf maximale Mastleistung hingezüchtet wurde, ähnliches existiert auch mit vielen Kuharten die immer schwerer werden (damits mehr Milch gibt) und oft an Gelenkproblemen leiden. Dies ist leider auch bei BIO-Tieren nicht anders und sie leiden in der Hinsicht an derselben Problematik. Kompromisslos wäre wenn man extra dafür sehr leichte Kühe verwendet die zudem noch den Boden schonen, und wenn man anstatt ein Hausschwein ein Wollschwein verwendet. Beides mit weniger Ertrag aber mit mehr Qualität und höherem Tierwohl. Man könnte auch Büffel einsetzen und dergleichen, die Qualität würde sofort raufgehen, wird aber nur sehr selten getan. Ausserdem ist die unklare Haltung gegenüber „hornlosen“ Kühen auch negativ, da auch viele BIO Kühe enthornt werden. Einzig Demeter vertritt hier eine klare Linie. Lustig ist auch dass grundsätzlich nur Bauern mit Kühen Subventionen erhalten. Sollten sie also eine Herde Schafe oder Ziegen haben dann werden sie förmlich verarmen, denn auch diese Bauern haben mit dem Problem der zu tiefen Ankaufspreise und steigenden Produktionskosten zu kämpfen. Aus diesem Grund hat es zum einen nur wenige dieser Bauernguppe und meistens haben sie nur um Subventionen zu erhalten noch einige Kühe obwohl sie gar keine wollen. Also man sieht wie wir „Nachfrage“ generieren, ob sowas astrein ist das muss halt der Stimmbürger entscheiden, sofern er eine Stimme hat.

Ganz klar erwähnen  muss man auch dass vorallem in der Schweiz Produkte aus Bergebiet separat verkauft werden unter einem eigenen Label, aber deswegen sind sie nicht BIO. Und BIO wird meistens als solches verkauft aber ohne dass es aus Berggebiet stammen würde. Wir haben also bereits wieder eine Abtrennung in verschiedene Qualitätsbereiche und das ist bewusst so gewollt weil man damit mehr Produkte zur Verfügung hat mit denen man Geld verdienen könnte. Klar, das beste ist wenn man  BIO + Berggebiet kombinieren würde aber das ist eine echte Rarität.