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[Oktober 2015, 2. Woche] Steinpilzrisotto mit Gruyere „orange-violetter-Krokus“.

Zutaten:

Gelagerter Risotto: Bei dem verwendeten Anbieter gibts 2 Versionen, eine etwas teurere Variante und eine günstigere Version. Der Unterschied scheint marginal nur über die Lagerungszeit definiert zu sein, ich habe das günstigere verwendet, wichtig ist nur dass er gelagert ist da es die Qualität verbessert. http://www.coop.ch/pb/site/common/get/documents/system/elements/slowfood/produkte/bohnen_linsen_reis/riso-di-grumolo-de.htm

Getrocknete Steinpilze: Zubereitung mit Einweichen ist vermutlich selbsterklärend, ich habe hier die „BIO Pilze“ verwendet aus serbischer Wildsammlung bei Coop, wobei ich die handliche 20g Portion und gute Qualität berücksichtigte… ansonsten aber sind sowieso sämtliche Steinpilze aus Wildsammung, BIO ist kaum von Bedeutung.

Gruyere AOC rezent: Dieser Käse ist einer der am häufigsten angebotenen Schweizer Käse und gehört zu der kräftigen und auch sehr universell verwendbaren Sorte der auch in warmen Gerichten gute Eigenschaften hat. Es ist sehr häufig zum Aktionspreis erhältlich, ich habe mich für den BIO Gruyere von Coop entschieden der gerade Aktion war.

Fleur de Sel: Ein schönes Salz welches wie eine Blume an der Oberfläche der Salzbank auskristallisiert mit der Kraft der Sonne.

Safran: Hier habe ich nur eine kleine Prise verwendet um die Steinpilze nicht zu überdecken, dennoch ist Safran auch kombiniert ein super Risottogewürz. Ich habe mich für https://www.mahlerundco.ch/bio-food/artikeldetailseite/id/493.aspx?item=Safranfäden entschieden mit einer handlichen Portion. Die Safranfäden sollten eine zeitlang in Weisswein (Wein habe ich immer auf Lager) eingelegt werden bevor es verwendet wird.

Violette Tomatillos: Hier verwende ich 2-3 violette Tomatillo (welche schmackhafter/nährstoffreicher als die grünen sind) erhalten bei Farmy.ch. als Topping/Garnitur auf dem Risotto. Sie sind 1-2 Wochen haltbar, sie sollten knackig bleiben.

Sanddornöl: Als Topping auf den Tomatillios, tropfenweise dosiert. Erhältlich bei: http://www.naturkraftwerke.com/de/Kaltgepresste-Oele/Sanddornoel/Demeter/30ml?info=416

Zubereitung: Risottoreis aufkochen und mit Fleur de Sel und den zuvor eingeweichten Steinpilzen anreichern. Sobald gewünschte Sämigkeit nahezu erreicht wurde mit den in Weisswein eingelegten Safranfäden und dem gewürfelten Gruyere anreichern und kurz mitkochen bis es gut integriert wurde. Danach anrichten mit den Tomatilloscheiben obendrauf. Auf jede Scheibe kommt ein kleiner Tropfen Sanddornöl mit Pipette dosiert. Fertig!

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Tee (Camelia sinensis)

Vorwort:

Dieses Thema wird wohl derart riesig werden dass es irgendwann auf einem separaten Blog ausgelagert wird. Dort wird es dann auch ein spezielles Ratingsystem wo diverse Tees von diversen Anbieter knallhart beurteilt werden. Und zwar so hart dass es einem leidtun kann… aber man bekommt was man verdient, nicht was man unverdient bewirbt. So will es die Wahrheit und die Wahrheit ist nicht immer ein Zuckerschlecken und auch nicht immer ein Teedrunk. Selbstverständlich ist mir völlig klar dass ein Urteil immer eine persänliche Liebhaberei sein kann und nicht zwingend allgemeingültig sein muss. Da kann ich die Kritiker beruhigen, ich habe noch nie eine Partei vertreten und beim Tee erst recht nicht. Mir ist egal was er kostet oder von wem oder von wo er ist, solange er gut in der Tasse oder im Krug ist, dann wird er knallhart so bewertet werden wie er es verdient. Ausserdem mag ich grundsätzlich alle Tees und kenne ihre Charakteristiken mittlerweile nach jahrelangem Teegenuss sehr genau. Es wird nichts bevor noch benachteiligt, sondern nur strikt das genaue Profil aufgezeigt und erwähnt wie hoch man es einstufen kann und weshalb es so eingestuft wird, also volle Transparenz. Das Profil wird irgendwann mithilfe einer Ammoniten-Schale grafisch dargestellt und als logarithmische Knotenpunkt Skala (identisch mit einer Spirale des Schneckenhauses) grafisch sichtbar gemacht. Wie das genau geht schwebt zwar schon im Kopf aber bisher noch keine genauen Infos. Klar ist, um das zu realisieren braucht es tiefgreifende Tests und erst muss das gesammte Profil bekannt sein, sowas braucht je nach Tee bis zu 100g Teesubstanz, da es auf verschiedene Art und Weise zubereitet (z.B. Temperatur, Art des Wassers, Art des Teekruges, Trinkeigenschaften, Brüheigenschaften u.a)  und aufgebrüht werden muss und mehrfach genau verkostet. Also ihr sehr, ein echter Test ist ein echter Test und alles andere ist halt nicht so ganz das Wahre.

Erst nach intensivem Test und wenn alle Knotenpunkte klar sind, könnte es grafisch übertragen werden, aber das kommt alles irgendwann später. Selbstversändlich würden nicht nur die materiellen sondern auch die sehr feinstofflichen und geistigen Eigenschaften  (also wie man sich fühlt während und nach dem Genuss und wie es auf einem einwirkt) dargestellt werden. Selbstversändlich kann man alles in der Einfachheit haben und sagen „solange die Gesellschaft gut ist, dann schmeckt jeder Tee“ und „unter schlechter Gesellschaft schmeckt kein Tee“, das sind rein philosophische Grundsätze die ich zwar gut verstehe aber sie ziehen Drittpersonen mit ein und das hat mit dem Wesen des Tees ansich nichts mehr zu tun sondern sind eigentlich rein menschliche Aspekte. In so einem Fall kann man auch zusammen ein Cola Zero saufen und es käme vermutlich dasselbe raus. Genau deswegen muss man differenzieren und kann nicht das Wesen des Menschen mit dem Wesen des Tees vermischen. Davon abgesehen trinke ich mein Tee oft alleine und dann kann ich nur mich selbst „beweihräuchern“ aber nicht eine Drittperson. Kein Geheimniss dass ich mich gerne als „Asozial“ ansehe, denn ich bin nur sozial wenn ich es mag (ganz bestimmt nicht auf Knopfdruck) und es ist egal ob es ein Tee oder ein Mensch ist, auch ein guter Tee ist eine gute Gesellschaft… nicht nur ein Mensch. Auch ein guter Geist ist eine gute Gesellschaft, man muss auch manchmal diese Matrix aufbrechen was „Gesellschaft“ genau bedeutet, es ist etwas im positiven Sinne vervollständigt. Andere mögen hier differenzierte Ansichten haben und das natürlich ist ihre eigene Freiheit es anderes zu sehen, jedoch geht es nicht um deren Ansichten ansonsten würde es diesen Blog hier nicht geben.

Das Wesentliche um Tee als das zu sehen was er ist, sei es ein Wesen, eine gute Gesellschaft oder einfach ein gehaltvoller Drink, muss man erstmal zu seinen Wurzeln gehen und dieser Pflanze von grund auf die Ehre erweisen welche uns ein solcher Schatz liefert und natürlich auch alle Menschen welche oft mit höchster Hingabe diesen Tee verarbeiten und veredeln.

 

Die Tees werden grob in folgende Klassen unterteilt:

Grüntee

Chinesische Grüntees

Japanische Grüntees

Zuerst einmal ein paar Begriffsgrundlagen damit man weiss was es alles gibt, denn in Japan wird im Prinzip überall die gleiche Teeart angebaut. Die Unterschiede sind nur im Detail klar erkennbar und nicht so deutlich wie bei chinesischen Tees. Es ist alles viel stärker normalisiert und industrialisiert, allerdings sind die feinen kleinen Unterschiede sehr entscheident.

Üblicherweise durchlaufen japanische Tees folgende Produktionsprozesse:

1. Pflücken, 2. Dämpfen (die japanische Art für den „Sha Quing/Kill Green“ Vorgang), 3. Trocknen, 4. Rollen (Formen), 5. Sortieren (Blätter und Stengel) wird fast immer maschinell gemacht, 6. Nochmals Trocknen (dadurch wird die Feuchtigkeit nochmals reduziert).

 Zairai-shu-Büsche:  Diese Kultivierung wird immer seltener, es sind Büsche die aus Samen gezogen wurden und nicht aus Stecklingen. Die Qualität geht damit deutlich rauf da es besser wurzelt. Die Meisten Büsche sind flach und schwach wurzelnd und werden regelmässig ersetzt zwecks Quantität und damit sie nicht zu gross werden bei den Ästen und  beim Stamm. Teepflanzen falls sie gross und alt werden, können eine staatliche Grösse erreichen, bis zu 30 Meter hoch, aber die kultivierten Büsche in den üblichen Teeplantagen sind kaum höher als 1.5 Meter, meist sogar unterhalb der Metergrenze. Zairai-shu Büsche werde oft noch von Hand geernet, das ist in Japan eine immer grössere Rarität da dort fast alles maschinell verarbeitet wird, auch bei der Ernte. Grundsätzlich findet man Zairai-shu Büsche welche von Hand geerntet werden fast nur noch bei hohen Lagen wo kaum eine Maschine rankommt. Ausserdem sind sie oft auch unter BIO (organic) Richtlinien angebaut, oft wird nicht einmal mit organischem Dünger nachgeholfen. Das ist in Japan mittlerweile bei den BIO Anbauern fast schon eine Standart Mentalität, in China aber äusserst selten. Zairai-shu Büsche können sehr alt werden, fast so alt wie die originalen Gu Shu Bäume in Yunnan/China. Es gibt in höheren Lagen durchaus viele Büsche die mehrere hundert Jahre alt sind, auch in Japan, es ist aber eine echte Rarität. Stecklinge wurzeln nicht nur schlechter, sie können auch nicht so alt werden und sie werden meistens nach einigen Jahrzehnten aus diversen Gründen durch neue Stecklinge ersetzt. Das ist aber kein Problem, es ist wesentlich aufwendiger Bäume aus Samen grosszuziehen. Unter anderem auch weil Teepflanzen nicht pauschal Samen bilden, nur ältere und schwach beschnittene Bäume sind blühfreudig und produzieren daher Samen. Wenn man eine übliche Teeplantage anschaut dann sieht man nicht eine einzige Blüte und ohne Blüte logischerweise auch keine Samen. Teepflanzen sind sehr sensibel, nur glückliche Pflanzen produzieren Samen und eine stark beschnittene und zurechtgestutzte Stecklingspflanze ist ganz sicher nicht mit Glück bereichert. Das hat ein bischen den Charakter einer „Hecke“, auch die blühen äusserst selten da sie sich nicht wohl fühlen. Ich finde es wichtig dass man die Zusammenhänge ein wenig erkennt, da dem heutigen Zivilisationsmenschen die Naturgesetze immer fremder werden und kaum noch einer eine Ahnung hat.

Shincha: Auch bekannt als „Ichibancha“ (=Erstpflückung). Es ist die Bezeichnung für frischer Tee, üblicherweise darf nur Tee der nicht älter als 3 Monate ab Ernte ist als Shincha bezeichnet werden. Sobald es diese Zeitspanne übersteigt ist er nicht mehr frisch und auch kein Shincha mehr. Im Normalfall ist die Ernte von April bis Mai und daher ist es bis Juli und August noch als Shincha verkäuflich.

Shincha-Aracha: Minimal verarbeiteter frischer Shincha, der 5. und 6. Produktionsprozess wird hier nicht angewendet, dadurch ist es der frischeste aller Tees, allerdings auch anfälliger auf schlechte Lagerung da noch erhöhte Restfeuchte. Dieser Tee wurde traditionell vorallem von Farmern für den Eigenkonsum gebraucht da es nur minimal verarbeitet ist und sie eine einfache Verfügbarkeit hatten.

Sencha:

Gyokuro:

 

 

 

Pu Erh

Pu Erh stammt nicht von der handelsüblichen Camelia Pflanze ab sondern von einer Unterart genannt „Quingmao„. Wissenschaftlich gesehen handelt es sich hauptsächlich um die Sorte „Camelia sinensis var. Assamica„. Auch wenn sich die Pflanzen sehr ähnlich sind so ist es dennoch eine Abart davon und nicht identisch.  Auch die Variation „Camellia sinensis var. dehungensis“ ist im Süden Yunnans anzutreffen, oft in der Wildniss, also nicht kultiviert. Diese Variation ist an der Unterseite behaart und wird auch gerne als „Wilder Pu Ehr“ vermarktet. Für gepresste Pu Ehr Tees wird es aber selten verwendet aufgrund der sehr dicken ledrigen und haarigen Blättern welche die Verarbeitung schwierig machen. Ebenfalls verbreitet unter dem Namen „Ye Sheng“ was soviel heisst wie Urvater oder Urahne aller Tees ist eine wilde und daher unkultivierte Variante genannt „Camelia sinensis var. Assamica Kitam„. Kitam gilt als Vorläufer der var. Assamica und damit als die älteste bekannte Art der Teepflanzen welche wild in Yunnan wächst und es ist kein Hybrid. Eine eigene Art welche auch zu Pu Ehr verarbeitet wird ist Camelia Taliensis. Diese Art wird vorwiegend im Bezirk  Jing Gu von ethnischen Minderheiten (Dai und Yi) kultiviert. Im Vergleich zu „sinensis“ ist es aber extrem selten verwendet.

Raw-Sheng (roher Pu Erh): Shen heisst soviel wie „lebendig“ und bezeichnet ein Pu Ehr welcher nicht künstlich gealtert und gereift wurde. Er ist in China mit Abstand der beliebeste Pu Ehr und auch unter Sammlern am begehrtesten. Dieser Pu Ehr ist möglichst naturbelassen, wird daher auch als lebendig angesehen (gemäss dem Ausdruck). Man verzichtet hier auf künstliche Fermentationsvorgänge sondern versucht lediglich den Tee für die abschliessende Nachfermentation optimal vorzubereiten. Diese Nachfermentation kann sehr lange dauern wo sich der Tee entwickeln wird. Man sagt dass das Optimum bei etwa 20 Jahren liegt sofern es mit Stein (traditionell) gepresst wurde. Falls es per Maschine gepresst wurde ist der Tee viel dichter (daher auch “Eisen-Cake” gennant) und man nimmt an dass das Optimum bei diesen ungefähr 30 Jahre ist. Dieser Tee hat hohes Alterungspotential und kann auch mikrobiologisch deutliche Veränderungen erleben. Sheng Pu Erhs aus Steinpressung haben zwar das höchste Potential für eine Verbesserung, allerdings sind sie auch am empfindlichsten auf schlechte Lagerung. Lediglich Mao-Cha (looser Pu Erh) wäre noch empfindlicher aber er eignet sich grundsätzlich nicht für eine Lagerung länger als 5 Jahre und gehört in die Hände von erfahrenen Teeherstellern, sofern sie es mithilfe von Lagerung „altern“ wollen.

Je nachdem sofern ein Cake oder Brick (Ziegel) besonders dicht gepresst wurde, so dicht dass man es selbst mit einer Pu Ehr Nadel kaum noch abbrechen kann, ist es aber schon möglich dass das Optimum auch bei über 30 Jahren liegt, und je nachdem bis zu 50 Jahren betragen kann. Vorallem aber ist das Risiko dass es zum Abbau von Geschmack kommt um einiges kleiner da derart dicht gepresste „Eisen-Pressungen“ keine Luft durchlassen und daher schwer angreifbar sind. Zum Zubereiten sind diese mit maschineller Hydraulik hergestellten „Eisen-Pressungen“ zwar mit Abstand am umständlichsten und werden daher von vielen Leuten gemieden, aber sie haben grundsätzlich das höchste Lager und Alterungspotential und vertragen sogar eine Lagerung die etwas feucht ist (also tropisches Klima oder änliches). Besonders hohes Potential haben „Eisen-Pressungen“ von Bricks oder Cakes welche aus wildem Ye Sheng purple leaf (violette Blätter) stammen. Dort kann ich mir eine optimale Lagerzeit von bis zu 50 Jahren durchaus vorstellen. Sehr bekannt für „Eisen-Pressungen“ ist vorallem die Xiaguan-Factory (welche auch Vogelnester mit „Eisen-Pressung“ herstellt) aber auch andere Anbieter wie z.B. Yunnan Sourcing (z.B. Ye Sheng Variationen) und auch Nan Jian Tulin Factory hat manchmal Eisen-Cakes anzubieten. „Eisen-Pressung“ sagt zwar nichts über die Qualität des Materials aus, aber bei einer besonders langen Lagerung (über 20 Jahre) kann es von Vorteil sein. Allerdings sind alle Cakes oder Bricks, egal mit welcher Methode oder Lagerung welche über 50 Jahren alt sind lediglich Liebhaberei denn es beinhaltet keine geschmackliche Verbesserung mehr. Je nachdem kann es auch zum Abbau kommen, also auch beim Pu Erh gibt es ein Alterslimit. Nichtsdestotrotz ist es wesentlich älter als z,B. bei einem Wein, welcher bei einem solchen Alter nur selten geniessbar ist (und wenn, dann muss er am besten eiskalt, knapp über dem Gefrierpunkt und am besten auf dem Grund eines Sees gelagert werden).

Ripe-Shou (künstlich gereift): Shou Pu Erh sind vor allem im Westen oft importiert und werden dort gerne konsumiert, in China ist es meist nicht sonderlich begehrt. Diese Teeart wurde in den 1970er Jahren erfunden, ist also noch sehr jung. Dabei erfand man einen Herstellungsvorgang um den Prozess des Alterns stark zu beschleunigen mit teils eher selten vorkommenden Geschmacksnuancen (z.B. gedörrte Früchte oder Datteln). Sie haben heute auch ihren festen Platz bei den Pu Ehr Tees, leider aber ist es nur etwas für Experten. Fehlerhafte „ripe“ Pu Erhs können sogar gesundheitschädlich sein da sich oft die falschen Pilze und Bakterien niedergelassen haben. Solche minderwertigen Pu Erh kann ein geübter Experte leicht herausschmecken, denn sie schmecken meist deutlich erdig (ein bischen wie Kompost), oft mit dem Geruch von abgestandenem Tintenfisch oder auch Schimmelgerüche und vieles mehr. All diese unangenehmen Gerüche sind ein Anzeichen dafür dass es sich um einen sehr minderwertigenTee handelt. Das Schlimmste ist aber dass im Westen die allgemeine Annahme existiert dass ein „ripe“ Pu Erh oder allgemein Pu Erh (es wird oft nicht einmal unterschieden) erdig riechen soll. Das ist falsch… ich kann nur sagen Hände weg von allem was unangenehm riecht! Gute Ripe Shou-Pu Ehrs haben den Geruch gedörrte Früchte und oft ein deutlicher Nachgeschmack in Form von Hui Gan (eine komplexe Süsse), sie haben so gut wie gar keine erdigen Gerüche und schon gar nicht schimmelig, faulig oder fischig. Das Alterungspotential ist gering, es mag aber sein dass bestimmte störende Aromastoffe mit der Lagerung verschwinden können, daher eine mögliche Verbesserung. Eine Nachfermentierung (mit mikrobieller Anreicherung) ist auch möglich, allerdings mit eher schwachem Potential. Das mögliche Optimum ist mit etwa 10 Jahren Lagerzeit erreicht, danach ist eine Verbesserung sehr unwahrscheinlich. Andererseits sind gut gelagerte und hochwertige Shou Pu Erhs sehr stabil und es findet kaum eine Verschlechterung statt, auch wenn das Optimum an Lagerzeit überschritten ist. Falls der Shou Pu Erh schlecht ist, dann ist er entweder bereits ab Herstellung von minderwertiger Qualität gewesen oder sehr schlecht gelagert.

Pu Erh-Ausrdücke und was sie bedeuten:

 

Taidi-Cha: Das sind in Terrassen gepflanzte Plantagenbäume, die tiefste aller Qualitäten, daher oft als günstiger Alltagstee getrunken. Die Blätter dieser Bäume können leicht reissen beim Reiben und der Tee ist meistens von hoher Adstringenz begleitet mit eher mässiger Bittrigkeit.

XIaoshu: „Kleiner Baum“, die häufigsten Bäume welche weniger als 100 jahre alt sind.

Shen Tai-Xiaoshu; „Natürlich gewachsene Bäume“, das sind Bäume welche zwar jung und klein sind aber oft zwischen Dashu oder Gushu in einer naturnahen Umgebung wachsen und sofern sie älter werden reifen sie zu Dashu oder gar Gushu heran.

Dashu: „Grosser Baum“. Im allgemeinen meint man damit Bäume die mindestens 100 Jahre alt sind. Im Gegensatz zu Gushu haben sie feinere und dünnere Blätter, sie können beim Reiben leichter reissen als bei Gushu, die Blattfarbe hat nur wenig Kontrast.  Der Geschmack ist süsslicher als bei Plantagentees, und die Bittrigkeit meist etwas höher, die Adstringenz meist reduziert.

Gushu:  „Alter Baum“. Zu dieser Gruppe werden Bäume ab 300 Jahren gezählt, sie werden auch gerne als „Ancient Tree“, also sehr alter Baum bezeichnet. Die Blätter echter Gushu Bäume sind kontrastreich mit haarigen weisslichen Knospen und Blattspitzen. Die Blätter sind dick und ledrig und sind beim Reiben sehr beständig. Der Geschmack der Blätter ist generell ziemlich bitter aber auch sehr süss mit sehr schwacher oder gar keiner Adstringenz.

Arbor: Im allgemeinen meint man damit vor sehr langer Zeit verlassene Plantagen die meist sehr alte Bäume beherbergen. Es kann aber auch heissen dass man sie nicht gestutzt hatte und daher haben sie noch einen einzigen Stamm und nicht einen geköpften Mittelstamm wie seitllich viele Ästchen rauswachsen.

 

Wild:

Oolong

Weisser Tee

Gelber Tee

 

Camellia ptilophylla.

 

Junshan Yinzhen (Silbernadel aus Junshan):  Das ist der bekannteste Gelber Tee welcher in der Provinz Hunan angebaut wird. Der Körper ist leicht bis mittel und er ist von der Charakteristik her irgendwo zwischen Weiss und Grüntee. Vom Körper her Kräftiger als Weisstee aber schwächer als Grüntee. Leider ist nahezu aller Junshan Yinzhen eine Fälschung denn es kommt nicht aus dem originalen Gebiet bei der Junshan Insel innerhalb des Dong Ding Sees. Nur dort wächst das absolute Original welches auch unter sehr natürlichen Aufwachsbedinungen heranwächst. Es werden kaum irgendwelche Düngemittel eingesetzt, egal ob chemischer oder biologischer Natur und auch so gut wie keine Pestizide und Herbizide, also sehr natürlich. Ausserdem waren diese Bäume alle aus einem Samen entstanden und nicht aus einem Steckling. Bäume die aus einem Samen entsprungen waren die haben viel tiefere und stärkere Wurzeln und sind nicht so kurz und oberfllächlich wie die Wurzeln von Stecklingen. Tiefere und grössere Wurzeln können mehr Nährstoffe und schmackhafte Mineralien aufnehmen und dadurch wird der Tee aromatischer. An diesem Ort entsteht aufgrund diesen Faktoren der wohl beste gelbe Tee denn es gibt.

Die Anzahl Fälschungen welche ebenfals als Junshan Yinzhen verkauft werden reissen nicht ab und wahrscheinlich sind mittlerweile mehr als 90% der Junshan Yinzhen ausserhalb der Insel im Dong Ding Lake gezogen worden. Meist mit hohem Pestizid und Herbizideinsatz, natürlichen oder chemischen Düngemitteln, und aus Stecklingen gezogen. Diese Tees sind grösstenteils nicht einmal ein echter Gelber Tee da es von der Verarbeitung her praktisch wie Grüntee verarbeitet wurde und auch ähnlich schmeckt, allerdings mit schwächerem Körper ähnlich dem eines Weisstees. Der Preis welche für diese Fälschungen erzielt werden ist meist deutlich zu hoch und es ist oft ein grosses Geschäft. Leider ist die Preisfrage meist eine Frage der Popularität und sobald einmal etwas populär wurde ist der Preis sehr hoch, gleichzeitig aber geht die Qualität immer weiter runter bis es irgendwann selbst dem abgebrühtesten Fan zuviel wird und es kann langsam wieder an Popularität verlieren. Es ist aber erstaunlich wieviel es leiden mag, solange das richtige Image eines Namens gepflegt wird. Die richtige Bezeichnung für Weisstees der Kategorie „Yinzhen“ (=Silbernadel) welcher ausserhalb von Junshan grossgezogen wurde heisst „Yinzhen“ (Silbernadel), falls es ein Yinzhen mit Yasmin-Tränkung ist dann heisst es „Moli-Yinzhen“ (Jasmin Silbernadel).

Es gibt natürlich noch andere Faktoren wieso der originale Junshan Yinzhen soviel besser ist. Auch die Qualität der Erde ist von grosser Bedeutung denn sie ist stark mineralisiert und hat unter anderem ein hoher Kalkgehalt welcher ebenfalls zum Geschmack beiträgt. Sofern ein Tee gedüngt wurde, wird er zwar viel grösser und wächst schneller, da eine Pflanze von Grund auf nach „Stickstoff“ lechzt, das ist deren Natur und eine Überlebenstrategie. Es ist aber am besten wenn sie so wenig Stickstoff wie möglich kriegt weil sie dann viel mehr wertvolle Nährstoffe wie Mineralstoffe und Polyphenole in sich einlagert und dadurch wird der Tee viel aromatischer und hochwertiger. Man sieht also ganz klar dass ich Quantität sehr schlecht mit Qualität verträgt. Dann kommt noch dazu dass die Verarbeitung zu einem Gelben Tee ein immer noch gut behütetes oder vergessenes Geheimniss ist welche nur teilweise bekannt ist und es ist ein schwieriger Vorgang der viel Erfahrung und Feingefühl erfordert. Ursprünglich wurde dieser Vorgang von Mönchen erfunden und ausgeführt und erst viele Jahrhunderte später wurde es von den Industrien übernommen und in „Grossproduktionen“ hergestellt. Aber die meisten dieser Produktionen kommen nicht an eine authentische Verarbeitung ran oder sie sind nicht einmal ein richtiger „Gelber Tee“.

Man kann also sagen, Gelbe Tees sind eine interessante Verarbeitungsform aber es ist eine sehr schwierige Sache ein richtig guter und echter Gelber Tee zu bekommen, also eine echte Herausforderung.

 

Roter (Schwarzer) Tee

Bemerkung:  Indien/Sri Lanka/Taiwan/Kenya/Nepal u,a. wird bis auf weiteres nicht eingegangen da es aus der Sicht des Autors zuwenig essentiell ist und weil es sich meist um Hybriden aus China handelt). Japan hat bei mir die Popularität aufgrund zuvielen Kontaminationen (ein steigendes Problem bei extremen Industrienationen) auch grösstenteils verloren, berücksichtigt werden nur noch die südlichen Gebiete im Bereich Kyushu. Dennoch ist es eine spezielle Kultivierung und es ist es wert darauf genauer einzusehen.

 

Gemäss chinesischer Philosphie und/oder chinesische Medizin sind folgende Attribute dem Tee beziehungsweise dem Teegenuss zuzuschreiben:

1. Verbessert allgemein das Nieren-Yang (erhöht Aktivität).

2. Stark fermentierter Tee wirkt erwärmend (Yang-Charakter) auf den Körper, schwach fermentierte Tees (Ying-Charakter) sind meistens kühlend. Ebenfalls ist ungerösteter Tee kühlend und je stärker es geröstet oder sonstwie erhitzt wurde desto mehr Wärme. Beim Raw Sheng Pu Ehr spielt auch die genaue Lagerung eine Rolle, wird der Tee warm und trocken gelagert wirkt sich das wärmend aus. Wird der Tee hingegen eher kalt und feucht gelagert wirkt es sich kühlend aus, da dieser Tee die Umgebung langsam in sich aufnimmt. Allerdings kann nur Pu Ehr Lagerprozesse „in sich aufnehmen“, weil er noch in einem aktiven Fermentationsprozess ist (also lebendig) während andere Tees grundsätzlich keiner aktiven Fermentation unterliegen und daher zwar stabiler sind, jedoch auch nur noch sehr wenig neues in sich aufnehmen. Grüntees, Weisser Tee und Gelber Tee ist grundsätzlich immer kühlen, während Roter (= Schwarzer Tee), die meisten Oolong (wegen der Röstung) und künstlich gereifter (Wu-Dui-Methode = Nasslagerung) Pu Ehr immer wärmend ist aufgrund der starken Fermentation mit starker Wärmeentwicklung.

3. Verbessert das Qi (Lebensenergie). Dieses Attribut muss man spüren oder fühlen, denn es ist „geruchlos“, Es ist eine sehr feinstoffliche Eigenschaft welcher bei Einnahme des Tees von innen heraus vom Körper gefühlt wird. Reine und  sehr sorgfältig verarbeitete Tees haben oft ein hohes Qi. Grundsätzlich haben rohe Sheng Pu Ehrs das höchste Qi-Potential. Nicht umsonst bedeutet „sheng“ soviel wie „lebendig“.

Die allgemeine Wasserqualität

Sie spielt eine grosse Rolle. Es ist allerdings falsch dass Tees nur weiches Wasser mögen. Die optimale Wasserhärte kommt nach eigener Erfahrung auf den Teetyp an. Auf den Nachgeschmack hat die Wasserhärte keinerlei Einfluss, das kommt auf das Rohmaterial an und ist unabhängig von der Wasserhärte. Jedoch hat die allgemeine Wasserqualität auf alles einen Einfluss, auch auf den Nachgeschmack. Hingegen kann die Wasserhärte einen bestimmten Einfluss auf den Körper haben, da es direkt konkurriert oder sich ergänzt. Hier ist die optimale Balance wichtig um das Optimum zu haben.

Weich: Weisser Tee, Grüntees mit leichtem Körper, Japanische Grüntees (weil fast alle mit leichtem Körper). Gelber Tee.

Mittelhart: Grüntees mit moderatem Körper, Roher Pu Ehr Tee. Grundsätzlich als „Mittelweg“ für alle Teearten brauchbar aber nicht immer optimal (Tees mit sehr leichtem oder sehr starkem Körper sind benachteiligt).

Hart: Roter (= Schwarzer) Tee, „Ripe“ Pu Ehr Tee, Stark gerösteter Oolong

Somit ist der Mythos vom „alles braucht weiches Wasser da hartes Wasser so böse ist“, von meiner Sicht aus widerlegt. Was wirklich eine Rolle spielt ist die allgemeine feinstoffliche und energetische Qualität des Wassers, und was da manchmal aus den Leitungen kommt ist nur mit zitternder Stimme zu erwähnen. Auch Flaschenwasser ist nicht gut da es Stoffe aus der Flaschendwand herauslöst die ins Wasser gehen. Lediglich Glasflaschen sind akzeptabel da ein bischen Silizium das Wasser kaum belastet und grundsätzlich auch natürlich vorkommt. Bei den Filterkartuschen-Herstellern ist der Mythos aber sicherlich sehr beliebt denn es kurbelt ja die Verkäufe an.

Anstatt auf chemikalische Vorgänge zu setzen welche lediglich das Aroma verbessern könnten, nicht aber das Qi (es wirkt sich sogar negativ auf das Qi aus), sollte man besser das Wasser mit Aktivkohle „weicher“ machen sofern man es benötigt. Es reicht bereits aus wenn man eine Nacht lange ein Kohlestück in das Wasser einlegt und es in den Kühlschrank stellt… die Kohle setzt dabei die Härte runter. Besonders beliebt bei den Chinesen ist Bambuskohle. Kohle kann sogar Medikamentrückstände aus dem Wasser filtern oder reduzieren, und andere Rückstände, es ist also eine natürliche Wunderwaffe ohne dass es negative Effekte auf das Qi hat. Auch werden dabei keine unbekannten „Reinigungschemikalien“ freigesetzt denn keiner weiss was in den Kartuschen genau enthalten ist.

Perfekt wäre allerdings wenn reines Quellwasser verwendet wird. Manchmal wenn man viel Glück hat besteht auch das Hahnenwasser aus Quellwasser wie bei mir zuhause, weil es aus Quellwasser eingespiesen wird. Soviel Glück hat aber kaum jemand auf der Welt und es kommt nur bei wenigen Berg oder Voralpendörfern (wie bei mir der Fall)  vor dass noch echtes Quellwasser eingespiesen wird. Ich sehe es gerne als ein grosses Glück welches kaum bezahlbar ist, denn es gibt kaum gute Alternativen. Man müsste das Wasser endlos viele Kilometer wöchentlich von weit herholen (am besten aus Berggebiet) und in einem schweren Tongefäss transportieren. So machen es heutzutage fast alle besseren chinesischen Restaurants in China, weil sie kein gutes Hahnenwasser haben, sie aber genau wissen dass ihr Tee nur mit Quellwasser richtig gut wird.

Ideal wäre ein hochwertiges Tongefäss für die Aufbewahrung von Wasser. Dort ist das Wasser an einem kühlen Ort bis zu einer Woche problemlos haltbar. In allen Fällen sollten einige Kohlestücke reingetan werden, besonders bei Hahnenwasser ist es empfehlenswert es zuerst eine Nacht lange in ein Tongefäss zu tun und mit Kohle kurz stehen lassen, danach verbessert sich das Wasser und falls dem Wasser Chlor beigefügt wurde wird sich ein Grossteil damit verflüchtigen. Allerdings ist Chlor allgemein sehr schlecht für die Gesundheit, ein frischer Konsum sollte verhindert werden und das Wasser vorher ordnungsgemäss eine Nacht abgelagert mit vielen Kohlestücken (Bambus ist ideal weil es eine grosse Oberfläche hat). Ein absolutes Tabu stellt das reinigen von Teegeschirr dar (mit Ausnahme vom Teebrett). Der Krug und auch die Tasse haben mit der Zeit einen Teebelag und dieser Belag ist sehr wichtig für die optimale Harmonie zwischen Tee und Teegefässen. Dieser Belag besteht aus Mineralien und Stoffen welche sowohl aus dem Wasser wie auch aus dem Tee langsam herausgelöst werden. Sofern man diesen Belag entfernt dann zerstört man auch die Ion-Balance zwischen Tee und Gefässwand, und das schädigt danach den Geschmack weil man damit den Buffer-Effekt eliminiert. Also egal wie reinlich man ist, Finger weg vom  Belag und stets nur mit kaltem Wasser ausspülen, nicht abwaschen!

Allgemein gesehen sind Tongefässe auch für die Aufbewahrung von loosem Tee ideal, weil das Material als Buffer für Feuchtigkeitschwankungen, wie auch Temperaturschwankungen agiert und es bindet sogar schlechte Gerüche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

COMING SOON

 

Temperatur/Geschwindigkeit

Im allgemeinen definiert als die Bewegungsenergie auf atomarer Ebene, als Temperatur wahrgenommen. Im praktischen Sinne gibt es keine absolut tiefste noch absolut höchste Temperatur, denn die verfügbaren Werte sind theoretischer aber nicht praktischer Natur. Das bedeutet dass man ein Wert scheinbar als „absolut“ definiert obwohl er nicht absolut ist. Infolgedessen wäre eine  logarithmische Temperaturskala die Skala welche der Wahrheit wohl am nächsten kommt. Bei der praktisch gesehen absoluten Minustemperatur welche man als -273.15 Celsius definiert und gleichzusetzen mit 0 Kelvin ist, steht das Atom nicht vollständig still (insofern stellt der Nullwert von Kelvin noch kein Absolutum dar). Allerdings ist eine noch tiefere Temperatur nur noch in extrem kleinen Schritten möglich, diese Schritte sind aber fast unendlich. Somit würde nur ein Logarithmus brauchbar sein für die genaue Definion. Bei -273.16 Celsius würde ein Atom theoretisch vollständig stillstehen nur ist dieser Zustand des absoluten Stillstandes in der Praxis nicht erreichbar, es gibt ganz einfach nichts was so kalt werden könnte dass es zum absoluten Stillstand kommt. Hier greift ein Algorithmus der diese Grenzen zwischen -273.15 bis -273.16 Celsius definiert und als theoretisch nicht „absolut“ in endlose Schritte runterskaliert.

Also, es steht damit fest dass die Simplifizierung im Alltag sicher brauchbar ist, aber es stellt nicht die Wahrheit dar. Beim Mass für die absolut höchste Temperatur gibt es im Prinzip dasselbe Schema des Logarithmus. Es ist wie ein Schneckenhäuschen, je kälter es wird desto schwieriger es noch kälter zu machen. Je heisser es wird desto schwieriger es noch heisser zu machen, das kann man auch auf alle Arten von Geschwindigkeiten übertragen. Da die Temperatur im Prinzip auch eine Geschwindigkeit ist, nämlich die Geschwindigkeit auf atomarer Ebene, ist es es ganz klar ebenfalls ein Logarithmus wie es bei jeglichen Geschwindigkeiten angewendet wird, und eben nicht nur bei der grossen vom menschlichen Auge sichtbaren Ebene sondern auch der Ebene der kleinsten uns bekannten Partikeln. Alles ist in Bewegung, nichts ist absolut still noch absolut schnell. Aus philosophischer Sicht kann also nichts weder absolut stillstehen noch absolut schnell sein. Dem Schnellen ist das Langsame innewohnend und dem Langsamen das Schnelle, die absolute Abtrennung ist nur theoretisch aber in der Praxis unmöglich. Je langsamer etwas ist desto weniger Energie braucht es um noch schneller zu werden, aber je mehr Schnelligkeit bereits vorhanden ist desto mehr Energie wird es brauchen um noch schneller zu werden. Dennoch gibt es keine absolute Schnelligkeit, Grenzen sind also da um überwunden zu werden, sie sind nie absolut.

Die höchste Temperatur ist der Wissenschaft nicht bekannt da es bis jetzt nicht festgelegt werden konnte wo die tatsächliche Grenze liegt, man weiss es einfach nicht denn sie liegt oberhalb von allem was messbar noch zu errechnen wäre. Wilde theoretische Rechnungen kommen auf Werte um die 10 hoch 32 Kelvin, die Verschelzungstemperatur von Raum und Zeit. Das sind Zahlen die grösser sind als die wildesten Kapitalträume eines Bankers der gerade die virtuellen Summen abruft.  Dazu muss man auch erstmal das Prinzip verstehen wie sie Partikeln auf atomarer und subatomarer Ebene verhalten je höher die Temperatur geht. Im Beispiel von Wasser, bei 0 Grad Celsius Wasser wird flüssig, bei 100 Grad Celsius und normalisiertem Druck wird Wasser gasförmig. Ab einem bestimmten Wert fängt es an zu „ionisieren“, es kann danach verschiedenste zum Teil immer noch unbekannte Zustände erreichen bis hin zu Plasma-ahnlichen Zuständen wo die Partikel aus der das Wasser besteht „chaotisch und verrückt“ umherrasen. Solche Zustände von Plasma-Partikeln sind in vielen Sternen und unserer Sonne vorhanden und sind üblicherweise im Bereich von Millionen oder gar Milliarden von Grad Kelvin angesiedelt. Wichtig ist auch dass man nicht Hitze mit Temperatur verwechselt, denn die Hitze ist die Energie (welche sich auch auf anderes übertragen kann) und die Temperatur ist der effektive Zustand, das ist nicht dasselbe sondern sind 2 völlig verschiedene Dinge. Demzufolge ist Hitze eine Ursache und Temperatur ist das Symptom infolge der Einwirkung von Hitze.

Die Energie solcher Teilchen bei Milliarden von Grad Kelvin ist wie man sich leicht vorstellen kann, als unheimlich zu bezeichnen. Ein menschlicher Körper würde, sofern er mit nur einem Gramm von Partikeln dieser Hitze „kollidiert“ sofort verdampfen, also in den gasförmigen Zustand wechseln. Naja, da sage noch einer der Körper sei „sein Kapital“ und alles woraus ein Mensch besteht… das wäre wohl ein „armes Menschenwesen“, wenn man die tatsächliche körperliche Limitation anerkennt. Weil dann müsste man ja auch anerkennen dass ein Gram Sternenplasma ausreichen würde um 75 KG Mensch augenblicklich zu verdampfen und danach wäre die Existenz wohl ausgelöscht. Also lediglich 1 Gram aus seiner Masse welche das Milliardenfache des Planeten Erde betragen kann würde einem grossen Stern ausreichen um einen Menschen zu verdampfen, diese Energiereserven sind jenseits der Vorstellungskraft. Die radiaktive Materie und dessen Strahlung wäre ein Witz dagegen.

Sofern man aber das Geisteswesen anerkennt welches der Materie innewohnt, dann sind solche Überlegungen total absurd. Ein Stern ist eine Schöpfung wie auch der Mensch, die Erde und alles was da keucht und fleucht. Indem man seine Wahrheit anerkennt, welches für unsere moralischen zu liebenden Werte steht, dadurch erkennt man auch sein Geisteswesen welches für Licht, Wahrheit und Leben steht. Die Sonne spendet uns allen Leben, ohne sie wären alle Mausetot, noch töter als Mausetot denn das einzige was das Verschwinden der Sonne längere Zeit überleben würde wären die winzigsten unter uns, nicht die grössten, namentlich Bakterien, Algen und Pilze. Des Menschens Grösse besteht nicht aus seinem Körper, es besteht aus seinem Geist und der Herzenswärme. Dem Willen zur Wahrheit, dem wandern zum Licht, dem Mut zur Liebe, das ist des Menschens wahre Grösse und es wird stets sein Überleben sichern sofern er auf diesem Pfad wandelt.

Wesen

Das Wesen des „Seins“, gleichzusetzen mit der Essenz einer Entität besagt dass obwohl alles eins ist, so ist das Wesen dennoch uneins denn in der Schöpfung arbeitet alles Hand in Hand aber die Bestimmung einer Entität ist unabhängig vom „eins“. Das Sein ohne Wesen würde die Auflösung von allem bedeuten, und die Bestimmung würde nur noch im „eins“ existieren.  Demzufolge exisiert auch ein Ego, das „Ich-Verständniss“, Ich bin eins und dennoch uneins, das ist dem Wesen geschuldet. Das Ich Verständniss muss nicht einhergehen mit dem Verständniss sondern lediglich mit der Bestimmung. Nur wenige Entitäten verfügen über das „Ich-Verständniss“, aber sie haben eine Bestimmung welches gleichzusetzen ist mit einem Ego. Denn daraus resultiert ein Ego, sie sind eins aber dennoch uneins. Das „Ich-Verständniss“ resultiert aus der Fähigkeit Geist und Seele auf ein Niveau anzuheben welches die Beurteilung des freien Willens erlaubt. Es haben zwar alle Menschen  den freien Willen, manche sind allerdings nicht fähig darüber zu urteilen noch sich selbst zu sehen da Geist und Seele nicht das benötigte Niveau erreicht haben um sich selbst zu erkennen. In vielen anderen Fällen ist es so dass man zwar das benötigte Niveau erreicht hat aber aufgrund von Illusion hat man sowohl Seele wie auch Geist in die Irre geführt und wandelt auf einem Pfad der Surrealität, abgetrennt vom waren „Selbst“; dadurch wird das Selbst immer mehr mit Weltlichkeit aufgebläht. Da es aber eine Illusion ist geht das Selbst immer mehr verloren und je mehr verloren geht desto mehr wird versucht es mit der Weltlichkeit aufzublähen, ein zerstörerischer Kreislauf beginnt aus dem es oft kein Entrinnen mehr gibt. Den das Ego wird in diesem Zustand mit der Zeit komplett aufgelöst bis es einen Punkt erreicht wo man es nicht mehr spürt und nicht mehr wahrnehmen  kann. In diesem Zustand wird man nur noch zum Organ, zu einer Maschine der Weltlichkeit, manche werden dabei so unglücklich dass ihr Selbst keine Bedeutung mehr hat mit allen uns bekannten Folgen.

Bedeutet Ego eine Zentrierung zum Selbst? Nein… je mehr man versucht zu zentrieren desto mehr wird es aufgelöst, das wird aber kaum verstanden. Denn das Problem ist, der Mensch ist mit allem verbunden, er steht nicht für sich allein, absolut nichts steht für sich allein! Sollte man egoistisch sein? Ja sicher, unbedingt! Egoismus bedeutet „eins“ zu werden, das Problem ist, um  Eins zu werden muss man seinem Wesen und dessen Bestimmung treu sein. Es ist ein eins und dennoch uneins, allerdings muss jeder selbst aus freiem Willen eins werden mit „dem anderen“, Wesen, Bestimmung und Liebe. Nichts davon kann und darf erzwungen werden, denn es geschieht stehts aus freiem Willen heraus und muss stehts aus eigener Eingebung erfolgen. Einem anderen sagen tue dies und das ohne dass es des anderen Überzeugung ist oder nur schon das blosse Ausüben einer nicht wesensgerechter Handlung, das ist eine blosse Machtausübung und Audruck einer eigenen Ideologie, es ist nicht das Wesen des „eins“. Eins zu sein bedeutet nicht andere beherrschen zu wollen, es bedeutet die Wahrheit zu finden und mit Herz, Verstand und Kraft dafür einzustehen, dann wird man eins. Die Ausführung dessen ist jedem selbst überlassen und darf nicht erzwungen werden. Das bedeutet nicht dass man nicht Bedinungen setzen darf wie das Sein mit Selbst und Mein in Wechselbeziehung steht, das ist Gegenstand des freien Willens aber man sollte stets das „andere“ Wesen respektieren als Teil des „eins“, eine gesammtheitliche Entität. Aber falls man das Wesen des anderen als Teil des „eins“ respektieren soll dann sollte man auch z.B. Gentech respektieren? Nein, die Ausführung an Manipulationen die sich gegen das „eins“ stellen, das Zerstören der Diversität, das Verleugnen der Schöpfung, die totale Beherrschung des Allgmeingutes indem man versucht das Essen anderer zu beherrschen. dessen natürliche Ressourcen zu zerstören indem z.B. die Gentech-Pflanze mit allen natürlichen Sorten sich langsam vermischt und irgendwann alles andere einfach auslöscht, das ist eine unheimliche Lüge und stellt sich gegen alles was „eins“ ist, also Freiheit und Egoismus ist immer im Sinne des „eins“ nicht gegen das „eins“.

Geht man den Weg der Illusion dann wird sich der Egoismus auflösen und man erntet nichts anderes als Zerstörung, denn jedes einzelne Wesen löst sich langsam auf bis irgendwann alles in das Nichts strömt und sollte es soweit sein dann wird es auch nichts mehr geben was dem Sein geschuldet ist. Manche religiöse Schriften nennen es „die Entrückung“ was eigentlich nichts anderes isrt als die totale Auflösung des „Selbst“ und sollte es soweit kommen ist es gleichzusetzen mit einem Armageddon. Die anschliessende Vernichtung geschieht nur noch aus reiner Barmherzigkeit denn tiefer kann man als Existenz nicht mehr sinken und es kann nur noch durch Erlösung von uns genommen werden. Es ist also Liebe sofern dem ganzen ein Ende bereitet wird, aber das ist etwa was kaum verständlich ist. Wie kann man lieben indem man vernichtet? Tja,.. indem man das „Eins“ erkennt und bemerkt dass „Ego“ immer mit dem „Eins“ verbunden ist und dass zu diesem Zeitpunkt kein „Selbst“ mehr exisiert, Anders gesagt:: „die wissen gar nicht was sie da tun, sie sind keine Einheit mehr, sie sind uneins und ohne selbst“, Vorallem der Buddhismus beschäftigt sich stark mit dieser Philosophie und kann hilfreich sein das ganze zu verstehen. Um alles zu gunsten des Ego verbessern und erhalten zu wollen ist es kritisch das Wesen der Sache, des Eins und das Ego zu erkennen. Mit Herz und dem unermesslichen Verstand der uns verfügbar gemacht wurde, zusammen mit dem korrekten Handeln aufgrund des freien Willens, entsprechend zu handeln. Das Wesen existiert in jeder einzelnen Entität und indem man es respektiert und eins wird mit diesem Wesen, stärkt man das „Selbst“, es ist also eine egoistische Handlung, das ist natürlich und entspricht der Bestimmung. Man muss klar separatieren zwischen „illusionärem Ego“ und „wahrhaftigem Ego“, wenn in unserer Wirklichkeit von Ego gesprochen wird dann ist meistens die Illusion gemeint wird aber als „wahrhaftig“ verkauft und es steht meistens in schlechtem Licht (weil man erkennt was es anrichtet, nicht aber dessen Herkunft) das ist der Matrix geschuldet.

Liebe/Eros

Grundätzliches Schema der Liebe und wie ich es einordnen würde:

[Stufe 4] Agape: Göttliche Liebe, theoretisch die „wahrhaftige Liebe“, die absolut bedinungslose Liebe die man nur einem Gott oder einem Menschen gibt denn man für alle Ewigkeiten ohne jeden Funken von Zweifel lieben kann. Im alten Testament war Agape noch nicht vorhanden, dort war Eros die höchste Stufe da die Sünde ohne die Erlösung keinen direkten Zugang zur Göttlichkeit noch zur einer wahrhaftigen Form erlaubt. Das alte Testament befasst sich vorallem mit der Lüge, das neue Testament mit der Wahrheit und Agape ist Teil der Wahrheit, nicht Lüge. Agape umfasst sowohl das wirkliche wie auch das Unwirkliche.

[Stufe 3] Eros: Das ist die höchste Form der Liebe jenseits vom göttlichen, also es umfasst alles der Wirklichkeit zugehörige (umfasst nicht das Unwirkliche), es ist daher die höchste Form für alle die nicht gläubig sind. Liebe zum anderen Geschlecht (höherstufig, jenseits vom Trieb, Verschmelzung vom „Selbst“ mit dem oder des anderen). Diese Liebe ist theoretisch bei jedem X-beliebigen Menschen anwendbar, sie setzt kein „Trieb“ voraus.

[Stufe 2] Storge: Natürliche Liebe die man von Natur aus aufgrund von in die Wiege gelegte Begebenheiten hat z.B. Mutterliebe, Geschwisterliebe, Liebe zum Neugeborenen aber auch Liebe zum anderen Geschlecht (natürlicher Trieb). Hier gibts sehr viele verschiedene Bereiche die aber auf dem ähnlichen Level angesiedelt sind. Wobei die Mutterliebe (auch vice versa mit den Kindern) die höchste Form von „Storge“ ist und der natürliche Trieb die tiefste Form . „Erotische Liebe“ ist auch ein Trieb, auch wenn es oft in den Bereich Eros gesteckt wird, aber solange man keine „Verschmelzung“ erlangt hat und jenseits vom Trieb ist, fällt es für mich nicht in die Eros-Kategorie.

[Stufe 1] Phillia: Rein freundschaftliche Liebe, also man hört dem anderen gerne zu, man findet die andere Person symphatisch oder auf irgendeiner Art und Weise anziehend und angenehm. Man trinkt gerne Tee zusammen… u.a.

 

Liebe ist der Moment wo das Ich mit dem Anderen verschmilzt, wobei das Andere so gut wie alles sein kann. Im Zustand der Liebe stirbt ein Grossteil des Ich zugunsten dem oder des anderem. Liebe verbindet die Wirklichkeit mit der Wahrheit, demzufolge kann nur jemand wirklich lieben der sich mit aller Kraft der Wahrheit zuwendet. Liebe kreiert eine Verbindung mit dem anderen und demzufolge ist von diesem Moment an alles verbunden. Einen zu liebenden Menschen, der geliebte Wald oder auch nur ein einzelner Baum, absolut alles was keucht und fleucht und unser Herz bewegt. Die Liebe ist immer im spirituellen Sinne wirksam und wahrhaftig, aber niemals in der Gier. Sobald man anfängt etwas zu begehren, jemanden oder etwas besitzen zu wollen, jemanden oder etwas beherrschen zu wollen, dann ist es keine Liebe, dann ist es enstanden aus dem „Selbst“. Liebe kann man nicht besitzen und schon gar nicht zum selbst hinzufügen, wenn man das tut dann unterliegt man der Verblendung. Verblendung ist ein Attribut welches vorallem Geld und Gut betrifft weil es am einfachsten ist es sich eigen zu machen, also dem bröckeligen Selbst zuzufügen. Bei Mitmenschen wird es schwieriger aber auch das ist eine Sache die man besitzen kann oder zum Selbst dazufügen, indem man z.B. eine Abhängigkeit kreiert. Abhängigkeiten sind da um andere an sich zu binden und da man ihnen etwas anbietet was sie begehren z.B. Geld, sind sie oft bereit einem dafür zu lieben. Es reicht aber auch schon jemand unterwürfig zu machen, weil wenn man jemandem nur jeden Tag ein Brot gibt und dieser Jemand jeden Tag darauf hinweist dass es vom „Gütigen Spender“ kommt, dann wird dieser Jemande einem vielleicht die Füsse küssen und den Spender als sein Besitzer ansehen.

Das hat bereits gewisse Züge wie man es  bei Haustieren kennt, die lieben einem wenn sie ihr Fresschen bekommen, aber ist das wirklich Liebe? Nein…, das ist eine reiner Überlebensinstinkt [Storge]  aber fast jedes Haustier welches nicht wirklich geliebt wird kann an seelischer Verkümerung sterben. Selbst wenn es mit Freude sein Leckerli essen würde, aus purem Überlebensdrang, und das Herchen oder Frauchen als sein Besitzer oder Alpha-Dog ansieht so ist es dennoch keine Liebe. Je nach seelischem Zustand kann das Tier sogar jegliches Fressen verweigern oder je nachdem so krank werden dass nur noch ein Spezialarzt mithilfe von Antibiotika und bergenweise anderen Medikamenten noch schafft das Leben zu retten. Sollte das Tier aber zu lange leben, dann würde es wahrscheinlich auch nicht mehr helfen und es würde trotzdem sterben. Glücklicherweise leben aber nur Haustiere ziemlich lange aber die üblichen „Fleischmaschinen“, wie z.B. Fleischhennen, Eierhennen, Fleischrinder, Melkkühe, Mastsauen und weitere „Nutztiere“, also Tiere die auch was nützen, alles andere ist sofern man keine Liebe kennt nicht von Nutzen, diese Tiere leben derart kurz dass man sie nur mit Medikamenten vollpumpen muss damit sie meistens am Leben bleiben für ein volles Jahr. Nur die Melkkuh lebt um einiges länger deswegen ist bereits ein begrenztes „Liebesmanagement“ von Vorteil. Das bedeutet sie werden beim Namen genannt und bekommen je nachdem ein paar nette Worte z.B. „Reisli, hab dich lieb, gibst soviel Milch, so komm ich über die Runden“ und ähnliches. Also eine pure „Nutzniesser-Liebe“, aber es ist nicht das Tier sondern das Geld was man daran liebt. Geld zu lieben bedeutet sein Selbst aufblähen zu wollen, denn es kann sein „Selbst“ durch hinzufügen von Besitz erweitern. Nur wie gesagt ist das keine Liebe, es ist eine Illusion mit dem Namen Liebe, eigentlich eine Anti-Liebe. Eine Liebe zum Zweck, für das Selbst, und solange der Zweck nicht da ist auch ohne Reue. Die Liebe zu einem Tier kann nur dann wahrhaftig sein wenn das Interesse da ist ohne jegliche Hintergedanken, ohne des „Selbst“ willen, für das Tier da zu sein und so behandelt wie man selbst gerne behandelt wird. Aber nicht vergessen: Auf spiritueller Ebene, Geld ist für ein Tier bedeutungslos und Gut braucht es nur ganz wenig… Indirekt mag ein Tier zwar was kosten, aber das hat lediglich mit der Art und Weise zu tun wie das Gut systembedingt verwaltet wird, es stellt kein direktes Bedürfniss dar sondern nur „Mittel zum Zweck“. Sofern kein Geld da ist gibt es auch andere Mittel um zum benötigten Gut zu kommen, aber alles was wirklich notwendig ist das ist Liebe. Es gibt keine einzige Schöpfung wo das anders wäre… es ist überall von nöten.

Allerdings ist die Liebe zu einem anderen Menschen eine spezielle Form der Liebe. Indem man einen Menschen liebt dann akzeptiert man auch alle Attribute dieses Menschen, eines davon ist der freie Wille. Es steht jedem frei ob man überhaupt einen  anderen Menschen liebt, denn das einzige was man lieben muss, besonders als Mönch, ist der Schöpfer aber auch sein Werk, nicht das Werk seiner Schöpfung sondern nur sein Werk. Das bedeutet die Wahrheit in jedem zu lieben, egal was seine Schöpfung verbrochen hat oder egal wie sehr man es missbilligt, aber der grundlegene Respekt vor der Schöpfung sollte man nie verlieren, auch das ist bereits eine Form der Liebe aber natürlich nicht wahrhaftig und auch nicht vollkommen. Schlussendlich aber untersteht alles des Schöpfers Bestimmung, und wo dessen Bestimmung ist das erkennt man im Herzen und mit seinem Verstand, indem man die Wahrheit sucht. Sollte man die Bestimmung nicht erkennen oder ist sie aus irgendeinem Grund nicht vorhanden, kann stets nur die Verschmelzung mit dem „dem anderen freien Willen“ als legitim angesehen werden. Liebe der Stufe [Agape] ist grundsätzlich nur Leuten vorbehalten welche jenseits vom Profanen sowohl das Wirkliche wie auch das Unwirkliche Lieben, denn es ist eine Liebe die ewig währt und ohne jede Bedinung, es ist die Liebe Gottes, man muss daher auch an das Glauben was nicht wirklich ist aber dennoch allgegenwärtig.

Die Liebe zu allen anderen Dingen oberhalb von [Eros], Wesen und Sachen sind von spiritueller Natur, aber niemals körperlicher Natur. Wenn man z.B. einen Apfel gerne isst und das Gefühl hat dass man es liebt [Storge], dann ist es zwar auch ein körperlicher Akt der damit verbunden ist, aber es ist nur ein Spiegel des Selbst. Man hat eine Bereicherung und nennt es Liebe. Sofern diese Liebe wahrhaftig ist dann ist es einem egal ob man es isst oder nur anschaut… man liebt es in beiden Fällen. Die wahrhaftige Liebe ist also nicht an irgendeinen körperlichen Akt gebunden, sie überschreitet diese Grenze. Ultimativ ist die Liebe aber ein Spiegel des Schöpfers, wahre Liebe bedeutet auch den Schöpfer zu lieben und sofern der Apfel geliebt wird dann wird ein Teil dieser Liebe auch dem Schöpfer zuteil. Sofern man ein Gentech-Apfel liebt dann liebt man alles was damit in Verbindung steht. Nochmals zur Erinnerung: Liebe verbindet und verschmelzt das Ich mit „dem anderen“. Das würde bedeuten man liebt auch die Art und Weise wie man den Apfel hergestellt hat und würde sich auch gegen die Wahrheit des Schöpfers stellen. Liebe kann also eine extrem hohe Aussage beinhalten und ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sofern man aber den Apfel nicht liebt dann ist man lediglich das Bedürfniss des „Selbst“ am befriedigen und es kann nie eine Liebe sein, demzufolge wäre es einem auch egal wie der Apfel hergestellt wurde und es wäre sogar egal ob er gut schmeckt, weil es ist in  diesem Falle sowieso alles „Illusionsbehafet“. Das bedeutet dass der Apfel solange er genauso ist wie er ist, also z.B. Gross, fade, sehr süss u.a. dann ist es genau der Apfel denn man erwartet um sein „Selbst“ damit zu bereichern, denn es muss immer der eigenen Vorstellung entsprechen, der Apfel hat keine „Erlaubniss“ um anders zu sein als das was man erwartet. Andererseits, nehmen wir mal an dass man den Apfel und den gesammten Herstellungsweg liebt, dann liebt man auch sein unerwartet saurer Geschmack und sogar sein unschönes Aussehen. So abstossend und sauer aber dennoch ist er geliebt und weil er geliebt wurde erweckt er den höheren Geist im „Selbst“, dadurch verschmilzt das Selbst mit dem Apfel und es entsteht eine Liebe für diese Frucht. Und eins steht jetzt schon fest, dieser Apfel wird des gesündeste Apfel sein denn man jemals gegessen hatte, denn man  hat in so akzeptiert wie er ist weil er geliebt wurde, und dieser „Akt“ erzeugt spirituelle Energie und wird einen Effekt auf den Körper haben  der mehr wiegt als die rein materielle Ebene.

Es gibt durchaus  Menschen die praktisch nichts lieben können, im Extremfall geht das soweit dass sie ein psychopathischer Zustand erreichen wo jegliche Liebe in ihrem inneren gestorben ist. Dieser Zustand führt danach unwiderruflich zur Selbstzerstörung und kann auch bei allem was ausserhalb ist grossen Schaden anrichten. Dieser Zustand ist also sehr bedenklich und es hat vermutlich etwas mit dem [Eros] zu tun, welche die Liebesfähigkeit grundlegend bestimmt. Wieso aber manche von natur aus fähig sind zu lieben während andere einfach keine Liebe empfinden ist uns bis heute nicht genauer bekannt. Klar ist aber dass das Gehirn eine grosse Rolle spielt bei diesem Vorgang der „Liebesfähigkeit“. Ich denke aber auch, Liebe ist nicht einfach nur in die Wiege gelegt worden, Liebe kann man weitergeben und auch empfangen, Liebe kann man auch selbst durch positives Denken erschaffen. Sie wird grundlegend bei der Liebe zur Schöpfung vergeben und ist somit auch das Geschenk des Schöpfers, aber man muss es annehmen und man muss mit Herz und Verstand nach dessen Wahrheit streben, ansonsten ist die Chance ziemlich klein um das verlorengegangene Eros wiederzufinden. Aufgrund der Tatsache dass wir noch immer den freien Willen haben und wir uns selbst ins Abseits stellen indem wir kein Eros mehr zulassen. Gegenüber der Natur sind fast alle Menschen ohne Eros, also sie haben gänzlich die Liebesfähigkeit verloren und heften sich an ihre von ihrem Geist erschaffenen Matrix des materiellen und finanziellen Kapitals. Das Einzige was wirklich hilft diese problematische Situation zu bereinigen ist sich den moralischen und ethischen Werten zu verpflichten (und zwar ohne jegliche Hintergedanken, ohne illusionärem Selbstnutzen) und diesen Werten viel Gewicht zu geben. Es vermag uns zwar nicht immer den Eros zurückzugeben aber es begrenzt unsere Fähigkeit alles was wir nicht lieben Schaden zuzufügen. Es ist also essentiell an moralischen und ethischen Grundprinzipien festzuhalten, selbst wenn jegliches Eros gegenüber dem oder des anderen komplett inexistent ist. Nur so behalten wir unsere Menschlichkeit und ein intaktes Geisteswesen, es befähigt uns weiterhin nach der Wahrheit zu suchen und man wird sie auch finden wenn man mit Herz und Verstand alles unternimmt um die Schöpfung selbst in Abwesenheit von Eros mit höchstmöglichem Respekt zu behandeln.

Engel

Engel sind direkt aus dem Staub Gottes erschaffen, Menschen sind aus Sternenstaub, Luficer hingegen war zu Sternenstaub zerfallen als er sich von Gott abtrennte. Die Engel als Schöpfung gab es schon lange vor den Menschen und sie waren  auch die ersten welche als Geschenk den freien Willen bekamen. Gemäss dem Christentum ist Lucifer ein Engel der sich über Gott stellen wollte, er hat das Anlitz Gottes sozusagen verneint und auch seine Herkunft von Gott verleugnet. Er wollte der eigene Gott sein und nicht mehr ein blosser Teil Gottes. Als Gott die Menschen erschaffen hatte da wolle Gott von allen Engeln dass sie seine neue Kreation mögen und ehren. Das war das erste Mal dass Gott diesen Wunsch hatte da er so stolz war auf seine neue Schöpfung. Daraufhin war Luficer der Kragen geplatzt und er sagte dass er niemals vor eine Schöpfung die niedriger als die des Engels ist niederknien werde und daraufhin entbrannte der erste Kampf denn es jemals gegeben hatte. Gott wurde sehr traurig und kreierte den Baum der Erkenntniss, daraufhin gab er Lucifer die volle Gewalt über die Lüge welche infolge der Wirklichkeit Lucifers entstand. Diese Erkenntniss wurde mit diesem Baum verbunden und danach hat dieser Baum die Verkörperung jeglicher Erkenntniss manifistiziert. Das war der Moment wo die Lüge entstand und die erste Lüge war dass Luficer Gott nicht mehr als Wahrheit anerkannt hat sondern als unwahre Lüge. Damit war er auch die erste Schöpfung die jemals gelogen hatte. Da aber Lucifer ein freier Wille hatte und die Lüge in Gottes Umfeld eliminiert würde, hat Gott eine andere materielle Welt der Lüge erschaffen, diese Welt ist vernetzt mit dem Baum der Erkenntniss. Ein Baum im biblischen Sinne ist ein Katalysator, ein Wesen der absoluten Weisheit und ein Sinnbild des absoluten Respekts vor allen Wesen, auch dem Wesen der Lüge.

Sowohl die Erde wie auch der Mensch in der Wirklichkeit sind aus Sternenstaub und nicht direkt aus dem Staub Gottes und Luficer dem die Lüge innewohnt kann nicht mehr mit dem Material der Wahrheit weiterleben, an der Seite Gottes kann ihn die Lüge vernichten da Gott durch und durch die Wahrheit verkörpert wird jede einzelne Lüge zerbröseln, egal wie stark sie auch ist. Demzufolge hat Gott ihm aus dem Reich der Wahrheit verstossen, und ihm ein Material gegeben welches auch die Lüge tragen kann, das war der Ursprung des Materialismus. Die Wirklichkeit entstand und der Geist wurde an diese Wirklichkeit gebunden, die Wirklichkeit des Materialismus. Lucifer aber, der diese Verstossung nicht akzeptierte  und danach in Form einer Schlange die Menschen in Versuchung führte (das tut nicht Gott, das tut Lucifer, das „Vater Unser“ wurde leider verfälscht) indem sie die Frucht vom Baum der Erkenntniss assen. Luficers  ursprünglicher Plan war es ja den Platz Gottes einzunehmen und nicht in seinem Schatten in einer anderen Wirklichkeit weiterzuleben mit seinen eigenen Gesetzen und der Lüge. Indem Luficer nun die Menschen verführen konnte weil er sich an Gott rächen wollte, im übrigen auch die erste Rache die es jemals gab, waren auch die Menschen von diesem Tag an mit der Lüge behaftet.

Die Hölle gibt es allerdings nicht, sie ist eine Lüge welche aus dem Anlitz Lucifers entstand, Denn Luficer liebt es den Menschen Angst zu machen, alles was die Angst verkörpert ist direkt von Luficer verursacht. Aus dieser Angst heraus war auch der Begriff „Satan“ enstanden, sie ist eine blosse Erfindung der Menscheit für ein Wesen was sie nicht verstehen. Satan wurde mit absoluter Angst, Bosheit und Hölle verbunden. Eine Hölle die es gar nicht gab aber die menschliche Illusion hat dieses geistige Konstrukt erschaffen wo er dann alles Böse damit vernetzte. Um Luficer und seiner Angst zu entsagen muss ein Mensch lediglich Gott wider zulassen, denn er besitzt den freien Willen. Dieser Wille ist mächtiger als jegliche Lüge und sie kann direkt zur Wahrheit führen und damit auch zu Gott. Der Mensch muss lediglich danach suchen und es gibt nichts auf der Welt was ihm noch Angst machen könnte, auch nicht Luficer und seine kontinuierlich verbreitete Angst. Gott könnte sowohl Luficer wie auch die Angst jederzeit vernichten aber man darf nicht vergessen dass Gott absolut und wahrheitsgetreu ist und wenn er sowohl Lucifer wie auch den Menschen die Freiheit schenkte, dann kann Gott nur helfen wenn man nach der Wahrheit strebt und darum bittet zur Wahrheit zu finden. Erst dann kann Gott die Lüge von den Menschen nehmen, eine Lüge welche zu schwer wiegt als dass ein Mensch sich selber davon befreien könnte auch bekannt als „Sünde“. Gottes Liebe ist aber unendlich und es gibt niemand den Gott nicht willkommen heissen würde, er hat auch niemandem eine Sünde auferlegt noch hat er jemand verführt, es ist das Werk unserer eigenen Freiheit. Das Einzig böse was aber existiert dass ist Lucifer, die Lüge und die daraus enstandenen Wirklichkeit. Alles andere ist entstanden aus der Illusion des Menschen und alle sind frei dieser Illusion zu entsagen sofern es ihr Wille ist.

 

Glaube und Glauben

Heutzutage wird ja immer mehr bestimmte Gruppierungen verunglimpft und ihnen unterstellt religiös oder gläubig zu sein und Glaube ist angeblich keine Wissenschaft noch basiert irgend eine Wissenschaft auf Glauben. Diese Weltansicht ist eine Illusion denn In jeglichen Wissenschaften gibt es den Faktor Glauben, sogar in der Wirtschaft. Es ist nur so dass unsere ganze Orientierung mehrheitlich darauf basiert dass es irgendwelche religiöse Glaubensanhänger gibt die an irgendwas glauben und alle anderen folgen einer glasklaren Wissenschaft mit allen uns bekanntem Ausgang, da es wie gesagt angeblich keinerlei Komponnenten des Glaubens beinhaltet. Also man kann diese Geschichte und Darstellung etliche Male wiederholen und beim zehnten Mal vielleicht bemerken viele wie absurd unser Schema des glaubens ist.Viele mögen bemerken dass Glaube auf allen Ebenen hineinspielt und gar nicht so abwesend ist wie man denkt. „Es ist nicht wahr, denn es kann  nicht wahr sein“, das mag die Denkweise vieler rational denkender Leute sein aber ist das die Wahrheit? Nein, auch eine Anomalie mit unbekanntem Wahrheitsgehalt kann wahr sein, die Wahrheit die ist nicht immer beweisbar und daher ist Glaube keine Lüge. Eine andere von Wissenschaftler aufgestellte Behauptung „Was ist wahrscheinlicher, dass etwas unbekanntes wahr ist oder unwahr“? Rational-Wissenschaftlich gesehen ist alles was nicht Hieb und stichfest beweisbar ist „unwahr“, dann müsste man aber selbst viele Bereiche der Mathematik als unwahr einstufen weil so viele offene Fragen oder unklare Variablen exisitieren. Auch Mathematik kann inkonsistent sein und sie ist unfähig alle Wahrheiten in ihrem System der Logik (aus Bezeichnern und Quantitäten) zu erfassen, deswegen ist selbst hier keine völlständige Beweisführung gegeben. Die rationale Wissenschaft würde daher praktisch alles verleugnen was auch nur ansatzweise ausserhalb der Beweisbarkeit liegt und das ist soviel dass es nicht in Worte auszudrücken ist, dafür steht die Unendlichkeit. Also aus philosophischer Sicht ist es wahrscheinlicher dass etwas unbekanntes wahr ist, aber wie definiert man Wahrheit und ist „Glaube“ der Schlüssel zur Wahrheit? Die Wahrheit des Glaubens setzt sich zusammen aus freiem Willen und dem Produkt von Geist, Herz (Seele und Geist) und Körper. Versagt der Geist kommt der Körper; Versagt der Körper und der Geist spricht das Herz (Seele und Geist). Man hört auf das „Selbst“ und das wahre selbst ist teil vom „Eins“, daher alles umfassend und stets wahrheitsliebend.

Glaube spielt überall eine Rolle: Selbst im Finanzsektor herrscht der Glaube. Ein Gläubiger glaubt dass sein Schuldner die von ihm geforderte Schuld begleichen wird, also das ist die Definition und die Wortherkunft. Deutsch ist eine sehr korrekte Sprache da sich in fast keiner anderen Sprache alles so genau ableiten lässt. Also der Gläubiger hat keine Ahnung ob es  jemals beglichen wird, es ist daher eine Frage des Glaubens. Ein Spekulant ist erst recht ein Gläubiger, denn er glaubt an die Richtigkeit seiner Spekulation, er muss daran glauben ansonsten macht das ganze gar keinen Sinn und er könnte sein Investment genausogut auf die Strasse werfen. In der Medizin wird sovieles geglaubt ohne wirklich knallharte Fakten zu haben, sowohl auf körperlicher wie auch auf geistiger Ebene, genau deswegen macht man auch soviele „Studien“ und „Tierversuche“ weil man ganz einfach nicht genau weiss was die Auswirkungen sind. Also wieso kommen soviele Menschen auf die Idee dass die Medizin, der Fianzsektor, die Wirtschaft u.a. überhaupt nichts mit Glauben zu tun hat sondern dass es nur irgendwelche randständige „Religionsfanatiker“ betrifft? Im übrigen ist Religion nicht Glaube, Religion ist ein Weg um mit einer bestehenden Sache umzugehen, es kann im Prinzip auf fast alles angewendet werden. Eine Religion ist gleichzusetzen mit dem „Weg der Mentalität“, aber umgangssprachlich ist diese Etymologie vollkommen verloren gegangen und fast alle meinen dass man „religiös“ sein muss um z.B. an einen Gott zu glauben. Nein! Religiösität ist nicht notwendig um an Gott zu glauben, deswegen bezeichnen sich viele Gläubiger auch als „Freigläubig“ um klar zu repräsentieren dass sie keinen vorgelegten „Weg“ brauchen für die Ausführung dieses Glaubens beziehungsweise dieser Mentalität. Der Dalai Lama predigt dagegen immer wieder vom Säkularismus, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4kularismus eine Angehensweise oft als „Ideologie“ beschimpft, aber besonders in Indien gang und gäbe. Dabei gibt es aber verschiedene Ausführungen des Säkularismus, es geht im Prinzip darum alle Religionen zu respektieren und dennoch die eigene Religion zu leben, oder auch die „Ein Weg aber viele Warheiten“. Der erweiterte Säkularismus würde bedeuten „Viele Wege mit vielen Wahrheiten“, aber das ist wahrscheinlich für die meisten Menschen bereits zu futuristisch um das ganze geistig umzusetzen. Es braucht definitiv besondere mentale Kapazitäten aber alle welche sich das erarbeiten können, die werden dadurch eine Weltanschauung erhalten mit einem besonders hohen Level. Man wird auf einmal viele Antworten auf Fragen bekommen die man vorher nie hätte beantworten können.

In bestimmten Kreisen z.B. http://www.summitlighthouse.org/ gibt es auch keine festgelegte Religion mehr, stattdessen werden alle Religionen gleichzeitig erfasst und aus ihnen einen allumfassenden Weg erstellt, eine Art „kombinierte Religion“. Manche sagen wie kann das gehen wenn z.B. ein Buddhist reinkarniert (also widergeboren wird) und ein Christ der wird auferstehen beziehungsweise an Gottes Seite weiterleben? Das ist wieder ein Problem der Religion, es braucht  nur einfache Denkschritte um das Problem zu beheben: Eine Reinkarnation ist nichts anderes als ein neues Leben, aber wer sagt denn dass man als  Mensch wiedergeboren wird? Man kann auch als Tier wiedergeboren werden (viele buddistische Sichten vertreten diese Meinung) aber auch… sofern man an Gott glaubt dann kann man auch als Engel wiedergeboren werden. Ok, aber ein Buddhist glaubt nicht an Gott? Die Antwort ist noch einfacher: Buddha hat keinem verboten an etwas zu glauben, egal an was man glaubt, wie sein eigener Spruch schon sagt „er ist ein Philosoph und Lehrer, und man  soll seinen Lehren nicht glauben schenken aufgrund von blindem Glauben, sondern indem man es selber untersucht und für richtig befunden hat“. Islamisten haben eine andere Religion aber sie haben den gleichen Gott… ob er für die Christen da ist oder für Moslems, es ist der gleiche Gott und basiert ebenfalls auf dem Monotheismus (Glaube an einen Gott). Man muss also lernen diese engstirnigen und begrenzten Horizonte aufzubrechen und das alles in der Gesammtheit zu betrachten und plötzlich wird man keine Hindernisse mehr kennen. Es wird bei TSL z.B. eine achte Religion kreiert welche alle anderen Religionen umfasst. Jeder dieser farbigen Streifen am Leuchtturm ist eine eigene Religion, und jede Religion steht für gewisse Werte. z.B. Christentum steht für Liebe, Hinduismus steht für Mütterlichkeit, Konfuzianismus steht für Wahrheitsliebe und Buddhismus steht für Weisheit. Ich habe in Graz einen Theologen angetroffen, welcher gerade Taxi gefahren ist und der hat so einiges erzählt über seine Weltansicht und es war spannend dem zuzuhören. Graz ist sowieso eine Stadt der Geistigkeit und Kunst… es gibt kaum einen besseren Ort um diese Werte zu finden falls man danach sucht.

Also woher kommt unser mehrheitiches Weltbild? Jemand der etwas preisgibt was nicht der allgemeinen gesellschaftlichen Mentalität entspricht und möglicherweise auf Glauben basiert der wird gar als „geistig verwirrt“ eingestuft. Aber jeder andere der mentalitätsgetreu irgendwelche wissenschaftliche (meistens auf Materialismus basierte) Glaubensgrundsätze predigt der ist vollommen Glaub-würdig, also Glaub-würdigkeit ist der Schlüssel! Es ist nicht eine Frage des Glaubens sondern der Glaub-würdigkeit. Jemand der etwas von einem „höheren Wesen, möglicherweise einem Gott“ predigt der wird heutzutage immer unglaubwürdiger.  Andere hingegen die auch mit Glaubensgeschichten daherkommen die sind meistens Glaub-würdig und daher ist es als „wissenschaftlich erwiesen“ und wird als richtig und wahr angesehen. Also, es ist wieder eine weltliche Illusion welche eine ganze Welt, Gesellschaften und Mentalitäten prägt. Es ist daher entscheident dass man fähig ist das Gesammtbild zu erfassen und nichts davon ausschliesst, erst dann kann man sich überhaupt ensthaft mit jeglichen Glaubensfragen auseinandersetzen, vorher ist das alles sehr irreführend und kann sehr schnell zur Illusion werden. Man muss also aus dieser begrenzten Matrix erstmal ausbrechen um zu erkennen dass man eigentlich nur von Angst beherrscht wird und einem künstliche Grenzen auferlegt werden.  Alles in allem ist die Glaubwürdigkeit auch stark damit verknüpft ob es eine rein geistige oder materielle Wissenschaft ist. Heutzutage glaubt man praktisch nur noch an Materialismus, deswegen hat ein Gott immer weniger stellenwert in der Glaubensfrage.Wenn man sich davon befreit gehen einem ganz neue Türen auf und der Horizont könnte fast endlos sein.

Was aber gesagt werden muss: Sehr viele Leute geben vor „gläubig“ zu sein und meinen damit an ein Gott zu glauben. Allerdings tun sie im Alltag praktisch nichts von alldem was das heilige Buch verkündet. Sie nehmen sich sogar die Freiheit einfach irgendwelche Teilbereiche der Bibel rauszupicken „z.B. Bereiche wo das Tier als Untertan des Menschen dargestellt wird“, und danach reissen sie es aus dem Kontext mit allem anderen und biegen sich einige wenige Worte nach den eigenen „Wünschen“ zurecht. Dabei wenden sie sich fast komplett davon ab mit dem ursprünglichen Inhalt der streng in einem Kontext mit allem anderen seht. Es ensteht ein illusionäres „Selbst“ und alles was man herauspickt ist dazu da um sich selbst zu bereichern, und es führt schlussendlich als ein falsches Selbst in dessen Auflösung (siehe auch Kategorie „Wesen“). Die Bibel und sämtliche heilige Schriften in jeglichen Religionen, auch der Koran, buddhistische Schriften u.a. ist das Paradebeispiel dass alles und jedes in einem Kontext mit allem anderen steht und dass es immer „eins“ ist mit allem anderen. Nicht umsonst stehen dort abertausende von Worten. Diese Worten stehen dort weil sie alle gelesen werden sollten um den Kontext des „eins“ zu verstehen und was das wahrhaftige „Selbst“ bedeutet, also worauf der wahre Egoismus basiert. Der freie Wille ist fähig jeden einzelnen Weg den man wählt zu beschreiten aber es wird niemals im Namen der Wahrheit sein, denn die Wahrheit spricht eine andere Sprache. Es werden ganze Kapitel und Evangelien mit Ethik, Moral und Verantwortung beziffert, trotzdem pickt sich der freie Wille basierend auf einer Lüge das Recht heraus jegliche Moral, Ethik oder Verantwortung einfach über Bord zu werfen, und sogar noch im Namen der Bibel aufgrund eines einzigen Satzes oder wenige Teilbereiche die man ohne jeglichen Kontext einfach herausgepickt hat und danach als „eins“ herabgestuft,.. dabei ist es nur ein kaputter Glassplitter vom Haus der Wahrheit. Manche Leute gehen soweit dass sie anfangen zu beten mit folgendem Inhalt „Gott, bitte mach dass meine Korruption erfolgreich ist“, und das alles im Namen Gottes, kaum zu glauben aber wahr. Es ist also wichtig nach der Wahrheit zu suchen, mit all dem Verstand und Herz was uns geschenkt wurde, dann würden diese illusionären Bauwerke des „Selbst“ gar nicht exisitieren und jeder würde verstehen was die heiligen Schriften aussagen.

Das Vergeben oder entfernen einer Sünde befreit übrigens nicht von Ethik noch anderen essentiellen moralischen Prinzipien. Die Vergebung betrifft das wahre „Selbst“ mithilfe des freien Willens. Der Wunsch der Vergebung muss aufrichtig und wahrhaftig sein, keine Lüge, genau so funktioniert der freie Wille und kein bischen anders. Sofern man willentlich das „Selbst“ zerstört und danach darum bittet das „selbst“ zu retten aber im Kern nicht im geringsten nach dessen Erhaltung strebt, dann ist alles von Leere erfüllt und der Wille ist so schwach und zerbrechlich wie ein morscher Zweig. Nur schon die blosse Erwartung dass man brav sich jeden Tag versündigen darf da der „liebe Gott“ sowieso alles was man im Leben angerichtet hat automatisch auf Knopfdruck „entfernt“ ist eine Absurdität… die vollkommene Ver-sachlichung Ver-materialisierung und sogar Auflösung sowohl von sich selber als auch von Gottes Anlitz und der Wahrheitsliebe der dem Glaube innewohnt. Die vollkommene Benutzung von des Schöpfers Gnaden, dadurch wäre dessen Position ungefähr da wo ein Sklave ist aber sicher nicht etwas „absolutes“. Die grenzenlose Liebe muss erwidert werden, genau so funktiniert Liebe und nicht anders. Ist etwa das „halten eines Sklaven“ Liebe oder gar Selbstliebe? Das unheimliche Absurdum was sich jeglicher Logik entzieht ist sofort sonnenklar. Der Schöpfer möchte geliebt werden, denn was ist Liebe? Sie ist die Suche nach der Wahrheit und bewirkt die Verschmelzung vom „Selbst“ mit dem oder des „anderen“, ganz egal wer der oder das andere auch sein mag. Die Macht des freien Willens ist fast unendlich aber nur wenn er nach der Wahrheit strebt und die Wahrheit ist in der Liebe, sie gibt dem Willen eine derartige Kraft die stärker sein kann als alles was es gibt, es durchbricht ganze Welten und reicht hinauf bis zur endgültigen Wahrheit

„Koscher“ essen mag für Islamische und jüdische Glaubensanhänger meistens von Bedeutung sein, Übersetzt heisst es in etwa soviel wie „einwandfrei“ oder „unbedenklich“. Im religiösen Sinne würde das bedeuten:

1. Fleischiges und Milchiges zu trennen

2. Keine zweigespaltene Huftiere und nur widerkäuende Tiere (das bedeutet sehr viel mehr als nur den Verzicht von Schweinen) und keine schuppenlose Meerestiere.

3. Generell alles was „seelisch“ Schaden zufügen kann, also z.B. Verzehr von Raubvögeln da etwas von ihrer „räuberischen“ Seele am Menschen haften bleibt, dasselbe für alles was „blutet“ weil der Mensch dadurch „blutrünstig“ werden kann. Deswegen sollten Tiere beim Schlachten geschächtet werden (mit Ausnahme von Fisch).

Aus der Sicht des menschlichen Vernunftes und wissenschaftlichen Aspekten mögen einige geistige Grundaspekte zwar richtig sein, da es einem geistig „zügeln“ kann, man lehrt gewissermassen „Enthaltsamkeit“ auf solche Werte bauen diese Religionen (Islam, Judentum, teilweise auch Christentum da es vom Judentum abstammt) auf.

Wo aber das ganze in klar negativ behaftete Widersprüche ausartet und das koschere nicht mehr wahrheitsgemäss durchgeführt wird ist indem man z.B. Fleisch von qualvoll gehaltenen Tieren die ihr gesammtes Leben endlos viele Qualen hatten, danach „koschermässig“ am schlachten ist mit Schächten und korrekte Tierart (Huhn oder anderes) aber es wird absolut nicht gefragt wie das Tier aufgezogen oder gehalten wurde und was es zu essen bekam u.a. Das ist in hohem Masse entgegen vieler religiösen und koscheren Grundprinzipien wonach alles nach ethischen Grundaspekten ablaufen muss. Koscher ist also nicht unbedingt so koscher wie oft glaubhauft gemacht wird aber der Grundansatz mag sicherlich einige legitime Punkte haben, leider aber scheitert es oft an einer ganzheitlichen Betrachtungsweise und es ist daher wichtig das auch klar offenzulegen. Das Schächten selber ist auch etwas fragwürdiges wenn man genauer untersucht ob es qualvoll sein kann oder nicht. Es ist schwierig das genaue Empfinden des Tieres zu erforschen aber es gilt als gesichert dass eine Schächtung allgemein qualvoller ist als wenn man eine moderne Tötungsmethode (Strom oder Bolzenschuss) anwendet. Allerdings ist am Ende die korrekte Ausführung noch um einiges wichtiger als die blosse Tötungsmethode, also das Töten gehört in allen Fällen in die Hände von Experten welche wissen wie man schmerzlos tötet. In der Schweiz ist das Schächten allerdings nur bei Gefllügel erlaubt, hingegen Fische müssen grundsätzlich nicht geschächtet werden gemäss der Tradition der betroffenen religiösen Gruppierungen.

Alles in allem ist aber der gesunde Menschenverstand, ein gütiges Herz und moralische Grundprinzipien der wohl umfassendste und daher beste Entscheidungsträger wenn es um bestimmte Aspekte des Glaubens geht.