Weltbevölkerung

Entwicklung der Weltbevölkerung: Das ist eine rein quantitative Rechnung die ich versuche anhand von Faktoren unter die Lupe zu nehmen.

Positive Faktoren:

Energiewende: Hatte direkten Einfluss auf Nahrungsangebot aber auch Forschung und dadurch sowohl Verringerung der Sterberate wie auch Erhöhung der Geburtenrate.

Nahrungsangebot: Wurde durch die Energiewende begünstigt und überhaupt möglich gemacht. Allerdings ist das rein quantitativ und hat nichts mit Qualität zu tun. Da es oft fälschlicherweise mit Qualität gleichgesetzt wird. Mehr Nahrung bedeutet dass es theoretisch mehr Menschen haben kann die davon leben können, nicht dass sie davon besser leben können, das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Es gibt immer mehr Allergien, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Karies u.a. welche grösstenteils aufgrund der schlechten Qualität der Nahrung verursacht oder gefördert werden und sowas kann man nicht „Lebensqualität“ nennen.

Geburtenrate: Ist direkt an das Nahrungsangebot aber auch Mentalitätsprinzip gebunden. In reichen Nationen werden oft spezielle Anreize geschaffen (z.B. Deutschland) damit es wieder raufgeht da die Bürger offenbar immer desmotivierter werden.

Mentalitätsprinzip: Armut begünstigt im allgemeinen die förderliche Mentalität. Dies begünstigt in der Regel arme Länder mit einer hohen Sterblichkeitsrate aber einer jungen Durchschnittsbevölkerung. Das Mentalitätsprinzip ist eng gebunden am Nahrungsangebot, denn selbst wenn man hungert braucht man ein Mindestmass davon.

Sterblichkeitsrate: Das macht sich vorwiegend in Industrienationen bemerkbar, und nur zögerlich bei Entwicklungsländern. Es ist daher eines der Hauptpfeiler von Industrienationen, allerdings führt es zu einer Überalterung mit ihren Folgen (z.B. Japan ist eine sehr alte Bevölkerung). Die tiefere Sterblichkeit ist hauptsächlich der immer besseren Medizin zu verdanken und nicht dem Nahrungsangebot.  Bei armen Ländern ist die fehlende medizinische Versorgung oft der Hauptgrund wieso die Sterblichkeitsrate so hoch ist und nicht unbedingt die Ernährung auch wenn ein Grossteil unterernährt ist.

Negative Faktoren:

Umweltbelastungen: Machen sich vorallem bei den Industrienationen bemerkbar und fordern auch viele Todesopfer: Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes u.a. welche in den armen Ländern deutlich seltener sind. Zum Thema Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen gibts noch ein separates Thema da es ein riesiges Thema ist.

Krieg: Das hat sich seit 1950 hauptsächlich in die Entwicklungsländer verlagert.

Wohlstand (Mentalität): Kein Bock auf Familie, ist ja eh zu teuer. Ausserdem das Ego denn ohne Kinder ist man reicher und hat mehr Freiheiten, also viele Motivationen welche vom Wohlstand heraus enstehen und dadurch ein negativer Faktor darstellen.

Klar ist, bis etwa Anfang 1800 war die Bevölkerung zahlenmässig mehr oder weniger konstant. Danach zwischen 1800 bis 1900 gab es eine rasanter Zuwachs und zwischen 1900-2000 der grösste Zuwachs überhaupt und das trotz der Weltkriege mit einigen hundert Millionen Todesopfern.

Ein Schlüsselfaktoren waren natürlich die:

1. Erste Energiewende, um etwa 1800 waren die ersten effektiven indutriellen Dampfmaschinen in Betrieb, ausserdem immer effizientere Landwirtschaft. Also sowohl mehr Energie als auch Nahrungsangebot. Die Energiewende machte das grosse Nahrungsangebot überhaupt möglich, dadurch wurden alle besser ernährt und die Sterberate sank beträchtlich.

2. Erweiterte Energiewende, um etwa 1900 wurde Erdöl das erste Mal industriel genutzt und man sieht ein zusätzlicher Zuwachs der Weltbevölkerung.

Vorallem zwischen 1970-1990 als die Nutzung von Erdöl in voller Blüte stand und  als immer mehr Erdöl als Energie eingesetzt wurde und dadurch die Landwirtschaft nochmal intensiviert wurde, auch mithilfe anderer intensiver Agromethoden, ist nochmal ein Bevölkerungsboom erkennbar.

Seit 2000 ist es wieder leicht fallend aber stabil. Auffallend ist dass die Bevölkerung vorallem in Entwicklungsländern immer noch stark wächst, aber in Industrienationen ist es am stagnieren und oft nur durch Zuwanderer erhöht. Das ist klar eine Mentalitätsfrage, deswegen kommt jetzt der Mentalitätsfaktor ins Spiel. Vor 2000 war es wesentlich ausgeglichener und alles was relativ stark am wachsen, dies hat nun eine Kehrtwende bekommen wo es vorallem dort wächst wo komischerweise viel Not herrscht. Allerdings ist noch genug Nahrung vorhanden um die Geburtenrate nicht zu beeinträchtigen, Mithilfe der modernen Agromethoden der Intensivlandwirtschaften.

Interessant ist, obwohl die Lebenserwartung bei den am stärksten wachsenden Ländern oft nur zwischen 40-65 Jahre liegt, ist der Zuwachs ungebremst. Bei den am langsamsten wachsenden Industrienationen wie Japan ist die Lebenserwartung am höchsten, allerdings wird die Geburtenrate immer kleiner und würden sie nicht so alt werden und keine Zuwanderer bekommen, dann könnte die Bevölkerung sogar abnehmen. Interessant ist ebenfalls dass einige afrikanische Länder welche reich an Erdöl sind eines der grössten Zuwachsraten hatten. Obwohl ein Grossteil der Bevölkerung nach wie vor sehr arm ist. Norwegen, welches ebenfalls Erdöl hat, kriegt kaum Zuwachsraten sofern keine Einwanderer dazukämen. Es spielt also zum einen die Mentalität eine Rolle aber zum anderen auch das Nahrungsangebot welches parallel zur Energiewende auftritt. Es muss also zum einen die Mentalität stimmen zum anderen auch die nötige Energie für intensive Landwirtschaft vorhanden sein, und das ist bei vielen afrikanischen Ländern mittlerweile der Fall. Obwohl ein Grossteil nach wie vor arm sind, aber alles was sie benötigen ist Energie und Mentalität.

Und wie gehts weiter nach 2014?

Das Problem ist einfach dass das ganze nicht nachhaltig ist. Es wurde auf Pump aus den Energiereserven der Erde fast schon auf parasitäre Art und Weise herausgepresst. Selbst wenn nach dem Aus des Erdöls und Spaltmaterials etwas neues und effizientes gefunden wurde, abgesehen von Alternativtechnologien die bereits heute zur Stromerzeugung genutzt werden, bleibt immer noch das Problem der Umweltzerstörung. Diese wächst leider unaufhörlich weiter und scheint parallel mit dem Wachstum der Menschen alles vor sich hin zu raffen. Dabei wäre es anders zu lösen aber wer nicht hören will muss fühlen und das könnte bald der Fall sein. Es ist natürlich richtig dass die immer ertragreicheren Pflanzenzüchtungen und Weizensorten immer mehr Quantität ermöglichen, allerdings geht das auf Kosten von Bodenqualität, Pflanzenqualität, sowie auch allgemeiner Diversität und zerstört langsam aber sicher das harmonische Gefüge der Natur. Es ist falsch dass die „alternative“ Landwirtschaft nicht die Menschheit ernähren könnte. Das sind einige Märchen welche von Chemie, Gentech und Tierfabriken veröffentlicht wurden. Was ebenfalls verschwiegen wird ist dass infolge unnötiger Massenhaltungen von Tieren sehr viel Nahrung „verbrannt“ wird da ein Tier bis zur zehnfachen Futtermenge je KG Fleisch frisst, daher sehr ineffizient. Damit die Nachfrage billig produzierter Fleischarten nicht nachlässt wird meist kräftig die Werbeglocke gebimmelt z.B. „Schweizer Fleisch, ich weiss warum“ und natürlich tonnenweise Fastfood-Werbung mit sehr ineffizienten und gehaltlosen Produktionsmethoden. Nicht dass ich jemandem etwas auftragen möchte aber es ist gut wenn man sich dessen bewusst ist und dafür auch die Verantwortung tragen kann. Ebenfalls wurden durch viele andere Methoden viel Nahrung vernichtet, einerseits durch nahezu wirkungslosen BIO-Diesel (er kann gerade mal wenige % des Bedarfs decken aber braucht ungeheure Mengen an Nahrungsmitteln), andererseits wird teilweise auch Nahrung bewusst einfach so vernichtet, ins Meer geschüttet oder sonstwie vernichtet. Der Grund ist dass es manchmal von den Drahtziehern als notwendig erachtet wird dass die Marktpreise stabil bleiben und sofern zuviel Angebot herrscht sinkt der Preis und je nachdem kann der Verdienst sogar kleiner ausfallen. Es liegt also im Interesse der Industrie und der Börse dass die Preis stabil bleiben. Nahrung ist der Spekulation unterzogen sowie jede andere Ware, sie stellt keine Ausnahme dar und das Kapital schreckt vor nichts zurück.

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